News aus der Löwenstadt

Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig vom 19. März 2019

Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig vom 19. März 2019 Braunschweig - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

News aus der Löwenstadt

Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig vom 19. März 2019

BRAUNSCHWEIG. 

Regelung zum Führerscheinumtausch ab heute in Kraft

Nachdem das Thema Führerscheinumtausch in den vergangenen Wochen für Unsicherheit gesorgt hat, informiert die Stadtverwaltung durch die vorliegende Pressemitteilung über die entsprechende Rechtsgrundlage. 
  
Die grauen oder rosafarbenen Papierführerscheine sollen staffelweise bis 2033 in die EU-Kartenführerscheine umgestellt werden. Grundlage dafür bilden die vom Bundesrat beschlossenen und ab dem 19. März 2019 geltenden Regelungen zum vorgezogenen Führerscheinumtausch. Die Stadtverwaltung Braunschweig informiert über die vom Bundesrat beschlossene Regelung, weil sie die vor Ort umsetzende Behörde ist. 
  
Durch die Einführung einer stufenweisen Umtauschpflicht soll sichergestellt werden, dass bis zum 19. Januar 2033 alle vor dem 19. Januar 2013 ausgestellten Führerscheine umgetauscht werden. 
  
Personen mit Papierführerschein 
  
Sämtliche Umtauschfristen ergeben sich aus der als Anlage beigefügten Übersicht. Betroffen sein werden zunächst nur die Geburtsjahrgänge 1953 bis 1958. Ein Umtausch ist für sie ab sofort möglich, sie haben jedoch bis zum 19. Januar 2022 Zeit dafür. 
  
Die Geburtsjahrgänge vor 1953 sind von der vorgezogenen Umtauschpflicht zunächst ausgenommen. Ihre Führerscheine müssen erst bis zum 19. Januar 2033 umgestellt werden. 
  
Personen mit Kartenführerschein 
  
In der zweiten Staffelung sind Personen betroffen, die einen ab dem 1. Januar 1999 ausgestellten unbefristeten Kartenführerschein besitzen. Hier beginnt die gesetzliche Umtauschfrist aber erst zum 19. Januar 2026. 
  
Umtausch auch jetzt schon möglich 
  
Braunschweigerinnen und Braunschweiger, die ihren alten Führerschein schon jetzt umtauschen wollen, obwohl für sie keine Frist unmittelbar ansteht, können dies in der Führerscheinstelle der Stadt Braunschweig, Porschestraße 5, auch jetzt schon tun. Allerdings soll die gestaffelte Umtauschfrist die benötigte Vorlaufzeit für die Führerscheinstelle ermöglichen, sodass die Zusatzaufgabe auch bewältigt werden kann. Zudem ist zu beachten, dass alle neu ausgestellten Führerscheine, auch die umgetauschten, die zuvor unbefristet gültig waren, künftig nur noch 15 Jahre gültig sind und dann wieder neu beantragt werden müssen. 
  
  
Für die Antragstellung sind folgende Unterlagen erforderlich: 
  

ausgefüllter und unterschriebener Antragsvordruck 

gültiger Personalausweis / Reisepass / elektronischer Aufenthaltstitel etc. 

biometrisches Lichtbild 

gegebenenfalls Karteikartenabschrift (von der auswärtigen Behörde, welche den letzten Führerschein ausgestellt hat) 

ggf. ärztliches und augenärztliches Gutachten (bei Umtausch der Klasse 2 bzw. der Klasse 3 für Fahrzeugkombinationen über 12 t nach Vollendung des 50. Lebensjahres) 

Gebühr 24 Euro (kann in besonderen Fällen abweichen) 
  
Informationen zum Pflichtumtausch, den Antragsvordruck sowie die Öffnungszeiten und einen Link zur möglichen Terminreservierung findet man im städtischen Internetauftritt unter dem folgenden Link www.braunschweig.de/fuehrerscheinstelle
  
Bei der Rechtsgrundlage handelt es sich um die Dreizehnte Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung (Anlage 8e zu § 24a Abs. 2 S. 1 FeV).

 

Kabarett im Roten Saal: „A Quadrat“ mit „Friede, Freude, Wurstsalat“ 

Duo A Quadrat (C) Heiko Hundius

 

Duo A Quadrat (C) Heiko Hundius

Das Kabarettistinnen-Duo „A Quadrat“ gastiert am Samstag, 23. März, um 20 Uhr mit dem Programm „Friede, Freude, Wurstsalat“ im Roten Saal des Braunschweiger Schlosses, Schlossplatz 1. Karten sind im Vorverkauf an allen bekannten Verkaufsstellen zum Preis von 16 Euro, ermäßigt acht Euro erhältlich. Restkarten an der Abendkasse kosten 18 Euro, ermäßigt neun Euro. Kartenreservierungen und weitere Information unter der Telefonnummer 0531/470-4848. 

Das Kabarettistinnen-Duo „A Quadrat“ besteht aus Anke Hundius und Annette Kayser, zwei Mitglieder der ehemaligen Kabarettgruppe „Trude träumt von Afrika“. Mit einem bunten Sammelsurium an Instrumenten, von Snaredrum und Melodicas über Herdabdeckplatten bis zur Ukulele und diversen Koffern grooven sie, was das Zeug hält, verstärkt durch den Einsatz von Stimmen und Körper-Perkussion. Dabei kratzen sie an den Steilvorlagen, die das Leben ihnen täglich bietet, ob Digitalisierung, Weltpolitik oder Laubsauger. Dabei stellt sich die Frage, ob am Ende wirklich alles „Friede, Freude, Wurstsalat“ ist.

 

Überraschungslesung im Raabe-Haus  - „Blind Date mit einem Text“

„Blind Date mit einem Text,“ das Format des Raabe-Hauses, bei dem das Publikum nicht weiß, welcher Text gelesen wird, geht in die nächste Runde. Schauspielerin Kathrin Reinhardt und Schauspieler Mattias Schamberger gestalten am Sonntag, 24. März, um 15 Uhr im Raabe-Haus:Literaturzentrum, Leonhardstraße 29a, wieder eine Überraschungslesung. Das Geheimnis um den Text wird erst mit Beginn der Lesung gelüftet. Der Eintritt ist frei. Reservierungen unter der Telefonnummer 70189317.

 

Autorin Anne Reinecke liest aus ihrem Debütroman „Leinsee“

In der Reihe „Das erste Buch“ liest die Autorin Anne Reinecke am Dienstag, 26. März, um 19 Uhr im Raabe-Haus:Literaturzentrum, Leonhardstraße 29a, aus ihrem Debütroman „Leinsee“. Die Moderation übernimmt die Schauspielerin Kathrin Reinhardt. Der Eintritt ist frei. Reservierungen und weitere Informationen unter der Telefonnummer 0531/70189317. 

Das Buch handelt von Karl, der noch nicht einmal 30 Jahre alt ist und sich schon als Künstler in Berlin einen Namen gemacht hat. Er ist der Sohn von August und Ada Stiegenhauer, dem Glamourpaar der deutschen Kunstszene. Doch in der symbiotischen Beziehung seiner Eltern war kein Platz für ein Kind. Nun stürbt der Vater und die Mutter ist schwer erkrankt. Karls Kosmos beginnt zu schwanken und steht plötzlich still. Die einzige Konstante ist ausgerechnet ein kleines Mädchen namens Tanja, das ihn mit kindlicher Unbekümmertheit zurück ins Leben lockt.

 

Spiele-Nachmittage für Senioren in der Weststadt und im Heidberg

In der kommenden Woche veranstaltet die Stadtbibliothek wieder zwei Spiele-Nachmittage für Senioren in ihren Zweigstellen. Am Montag, 25. März, von 15 bis 17 Uhr sind Senioren in die Zweigstelle Weststadt der Stadtbibliothek Braunschweig, Rheinring 12 eingeladen. Für weitere Informationen ist die Zweigstelle Weststadt unter der Telefonnummer 470-6857 zu erreichen. 

Am Dienstag, 26. März, findet in der Zweigstelle Heidberg, Weimarstraße 4, ebenfalls von 15 bis 17 Uhr ein Spiele-Nachmittag für Senioren statt. Weitere Informationen gibt es in der Zweigstelle Heidberg unter der Telefonnummer 26309473. 

Zu den Spiele-Nachmittagen sind spielbegeisterte Menschen eingeladen, einen kurzweiligen Nachmittag in der Bibliothek zu verbringen. Gemeinsam können bei einer Tasse Kaffee alte und neue, bekannte und unbekannte Gesellschaftsspiele ausprobiert werden. Auch Zuschauer sind willkommen. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind nicht erforderlich. 

Die nächsten Spiele-Nachmittage finden am Montag, 29. April, in der Weststadt und am Dienstag, 30. April, im Heidberg statt. 

 

Grundstein für Erweiterungsbau der Grundschule Lamme gelegt

Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat am Dienstag, 19. März den Grundstein für den Erweiterungsbau der Grundschule Lamme gelegt. Das Gebäude wird Betreuungsräume und Mensa umfassen und damit den Ganztagsbetrieb an der Schule ermöglichen. 
"Wir wollen unseren Kindern gute und zeitgemäße Bedingungen zum Lernen bieten", sagte der OB. "Dazu müssen wir erhebliche Summen investieren, umso mehr, als Braunschweig wächst und besonders junge Familien mit Kindern in unsere Stadt ziehen. Wir stehen zu unserem Wort, das Wachstum der Stadt mit dem Ausbau unserer Infrastruktur zu begleiten. Die Erweiterung der Grundschule Lamme ist ein weiterer Baustein zu unserem Ziel, die Ganztagsgrundschule in Braunschweig flächendeckend einzuführen." 
Der neu konzipierte Erweiterungsbau wird im Südwesten des Schulgeländes errichtet und wird sich über eine Grundfläche von ca. 550 Quadratmetern erstrecken. Im Erdgeschoss werden Mensa und Küche eingerichtet. Sie sind für Zubereitung und Ausgabe von 384 Essen in drei Schichten konzipiert. Das Obergeschoss umfasst neben den Fachunterrichtsräumen Musik und Werken+Kunst alle erforderlichen Räume für den Ganztagsbetrieb: zwei Betreuungsräume für 17.00 Uhr-Gruppen (bis zu 40 Kinder), je einen Freizeitbereich aktiv und passiv sowie einen Büroraum. 
Der rechteckige Baukörper orientiert sich in seiner Kubatur sowie der Fassaden- und Farbgestaltung weitestgehend am Bestandsgebäude. Das Gebäude wird über eine Wärmepumpe mit Erdsonden beheizt. 
Auch im Bestandsgebäude wird umgebaut, um dem sich vergrößernden Lehrerkollegium verbesserte Arbeits- und Raumbedingungen zu bieten. Zum neuen Lehrerzimmer wird der bisherige Raum für Werken und Kunst im Obergeschoss umgestaltet. Im Bereich des bisherigen Lehrerzimmers wird es künftig einen Inklusionsraum mit angegliedertem Erste-Hilfe-Raum geben. Weiterhin werden hier die Büros für die Schulleitung sowie die stellvertretende Schulleitung eingebaut. Auf den verbleibenden Flächen können die im Erdgeschoss entfallenden Lagerräume (Platzbedarf für den Bewegungsraum der Kita) neu angeordnet werden. Durch die Zusammenlegung von drei benachbarten Lagerräumen im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes wurde bereits 2018 ein neuer, separater Bewegungsraum für die Kita geschaffen. Insgesamt hat das Projekt ein Volumen von rund 4,3 Millionen Euro. 
Die Umbauten im Bestandsgebäude der Schule erfolgen im Sommer. Fertig umgestaltet und erweitert steht die Grundschule Lamme mit Beginn des Schuljahres 2020/21 zur Verfügung.

 

Celler Straße: Linksabbiegen Richtung Rudolfplatz bleibt zweistreifig - Künftig wieder zwei Spuren durchgängig geradeaus

Der zweite Streifen für Linksabbieger von der Celler Straße stadtauswärts in den Neustadtring Richtung Rudolfplatz hat, zusammen mit separatem Grün, die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Verkehrsführung deutlich erhöht. Eingerichtet zur Sperrung der Rudolfstraße, wird die Regelung deshalb auch nach deren Freigabe dauerhaft beibehalten. Mit einer Anpassung: Derzeit geht der linke Fahrstreifen vor der Kreuzung in eine Linksabbiegespur über, was zu Staus in der Zufahrt zur Kreuzung führt. Dies wird im nächsten Monat durch eine neue Markierung geändert. Die beiden Streifen der Celler Straße aus Richtung Süden münden dann wieder in zwei Streifen für die Geradeausfahrt. 
Sowohl die Linksabbieger von der nördlichen als auch die Linksabbieger von der südlichen Celler Straße in den Neustadtring können seit der Änderung bei separatem Grün unabhängig vom Gegenverkehr fahren. Zuvor musste der Gegenverkehr abgewartet werden. 
"Die Route über den Neustadtring zum Rudolfplatz ist jetzt leistungsfähiger und eine gute Alternative, die zur Entlastung der Rudolfstraße vom Durchgangsverkehr beitragen kann", sagt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer.   
Von der südlichen Celler Straße nach rechts in den Neustadtring Richtung Hamburger Straße biegen nur vergleichsweise wenige Verkehrsteilnehmer ab. Dass der frühere reine Rechtsabbiegestreifen jetzt ein kombinierter Geradeaus- und Rechtsabbiegestreifen ist, hat daher zu keinen nennenswerten Beeinträchtigungen geführt. 
Die Analyse des Verkehrsgeschehens durch die Verwaltung hat indes aufgezeigt, dass die geänderte Verkehrsführung häufig im Vorfeld Staus auf dem rechten Fahrstreifen verursacht. Ursache dafür ist, dass der linke, westliche Fahrstreifen jetzt etwa 50 Meter vor der Ampel in einen Linksabbiegestreifen mündet (siehe Anlage 1, "Lageplan derzeitige Verkehrsführung" der Gremienmitteilung 18-09614-01 mit weiteren Details unter www.braunschweig.de/ratsinfo). Autofahrerinnen und Autofahrer, die geradeaus fahren möchten, meiden daher den linken und sortieren sich bereits sehr frühzeitig in den rechten Fahrstreifen ein. Der Geradeausverkehr, der in den Hauptverkehrszeiten zwei Fahrstreifen benötigt, fließt dann faktisch nur noch auf einem. 
Um wieder eine leistungsfähige, zweistreifige Zufahrt zur Kreuzung zu ermöglichen, wird die Verwaltung die Verkehrsführung durch eine geänderte Markierung anpassen. Dann münden beide Geradeausfahrstreifen im Verlauf der südlichen Celler Straße stadtauswärts in einen Geradeausfahrstreifen (links) bzw. einen kombinierten Geradeaus- und Rechtsabbiegestreifen (rechts) (siehe Anlage 2, "Lageplan zukünftige Verkehrsführung"). Witterungsabhängig soll die geänderte Markierung im April aufgebracht werden.

 

Historische Museum Wolfsburg - Ausstellungen und Veranstaltungen im April 2019

Stadtmuseum, Schloßstraße 8/Remisen, Tel.: 05361-28 1040, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Internet: www.wolfsburg.de/stadtmuseum, Öffnungszeiten: Di-Fr: 10-17 Uhr, Sa: 13-18 Uhr, So/Feiertag: 11-18 Uhr, Karfreitag, 19. April, öffnet das Museum von 11 bis 18 Uhr. Ostermontag, 22. April öffent das Stadtmuseum von 11 bis 18 Uhr. Eintritt frei. 
SONDERAUSSTELLUNG 
► Dienstag, 2. April, bis Pfingstmontag, 10. Juni 
Braunschweigisches Land im Nationalsozialimus 
Die nationalsozialistische Diktatur hatte tiefgreifende Auswirkungen auf das Alltagsleben. Die Wanderausstellung der AG Heimatpfleger der Braunschweigischen Landschaft betrachtet diese aus konsequent regionalem Blickwinkel. Mehr als 30 informative Text-Bild-Tafeln widmen sich Themen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Infrastruktur der NS-Zeit und berücksichtigen dabei alle Teile des früheren Landes Braunschweig. Das inhaltliche Spektrum reicht von der Einbürgerung Hitlers durch die Verbeamtung im Freistaat Braunschweig über die Zwangsarbeit im Volkswagenwerk, die Zerstörung der Synagoge in Seesen, dem Bau des Stichkanals Salzgitter, dem Strafgefängnis in Wolfenbüttel bis zu den Luftangriffen auf Braunschweig und den letzten Kampfhandlungen in Bornum am Elm. Exponate und Bilder aus den Sammlungen des Stadtmuseums Schloss Wolfsburg und des Burgmuseums Neuhaus ergänzen die Präsentation um weitere lokale Aspekte wie etwa die Reichsschule für Leibesübungen des Reichsnährstandes auf der Burg Neuhaus. 

► Sonntag, 28. April, 15 Uhr 
Die Stadt des KdF-Wagens: Gründung und Entwicklung im Dritten Reich 
Ausstellungsrundgang mit Museumsmitarbeiterin Nicole Trnka 
Bild 2 - Bildunterschrift: Dokumentation über die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, Foto: Stadtmuseum Schloss Wolfsburg 
Hoffmann-von-Fallersleben-Museum, Schloss Fallersleben, Schlossplatz 6, 38442 Wolfsburg, Tel.: 05362 - 52 623, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Internet: www.wolfsburg.de/hoffmann-museum, Öffnungszeiten: Di-Fr: 10-17 Uhr, Sa: 13-17 Uhr, So/Feiertag: 11-17 Uhr, Karfreitag, 19. April, öffnet das Museum von 11 bis 17 Uhr. Ostermontag, 22. April öffent das Hoffmann-Museum von 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei. 
SONDERAUSSTELLUNG 
►Bis Ostermontag, 22. April    
Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben in bunten Stickbildern 
Eine Ausstellung der Künstlerin Gudrun Cohnen-Nussbaum, Holzminden 
Die studierte Grafikerin Gudrun Cohnen-Nussbaum lebt seit 1973 mit ihrer Familie in Holzminden im Weserbergland, unweit von Corvey, der letzten Lebensstation Hoffmanns von Fallersleben. Hier besuchte die Künstlerin oft des Dichters Arbeitszimmer im Schloss und auch sein Grab. Nachdem Gudrun Cohnen-Nussbaum ein Buch mit mehr als 550 Kinderliedern aus der Feder Hoffmanns entdeckte, entflammte sie geradezu für diese Texte und Melodien. Begeistert ist sie von der thematischen Vielfalt, in die sich die Werke einordnen lassen: Jahreszeiten, Spiele, Feste und Tiere und Pflanzen. Beim wiederholten Lesen erinnerte sich die gebürtige Aachenerin an ihre eigene Kindheit, in der sich die Motive der Hoffmann’schen Dichtung widerspiegelten. Kulturhistorisch wurden im bürgerlichen 19. Jahrhundert, in der Zeit Hoffmanns, Kinder erstmals als eigenständige Persönlichkeiten mit Geist und Gefühlen wertgeschätzt, die Kindheit als Idee und Lebenskonzept beschrieben. In diesem Zusammenhang sind auch Hoffmanns Kinderlieder zu verstehen. Zugleich wurden diese Dichtungen sehr schnell und den gesellschaftlichen Entwicklungen folgend zur Volkskunst – gesungen, ohne dass die Autorenschaft bekannt war. Und daran hat sich bis heute wenig geändert. 
Gudrun Cohnen-Nussbaum begab sich mit Hoffmanns Kinderliedern auf eine Erinnerungsreise in die eigene Kindheit und zugleich auf eine Reise durch die Kulturgeschichte der Stickerei. Denn neben dem Zeichnen ist die Textilbearbeitung ihre bevorzugte künstlerische Ausdrucksform. Und so wie sie Hoffmanns Kinderlieder recherchierte, ermittelte sie vielfältige, internationale und teils jahrhundertealte Muster, die nach dem Kreuzstichverfahren entstanden und gleichfalls zur traditionellen Volkskunst gezählt werden. Diese Motive kombinierte die Künstlerin mit den Kinderlied-Texten Hoffmanns. In fünf Jahren entstanden so zu 139 Kinderliedern 150 gestickte Bilder und zwei Bücher. Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum freut sich, diese bis Ostern in seinen Sonderausstellungsräumen im Obergeschoss des Schlosses Fallersleben zu zeigen und mit den Besucherinnen und Besuchern über Kindheit damals und heute ins Gespräch zu kommen sowie viele Hoffmann-Lieder für Kinder gemeinsam zu singen. Freier Eintritt. 


BEGLEITPROGRAMME 
► Montag, 8. April, bis Dienstag, 9. April, 10 bis 14.30 Uhr 
"Das Osterei – Hej, juchei! Kommt herbei! Suchen wir das Osterei!" 
Ferien mit Hoffmann von Fallersleben und seinen Kinderliedern 
Ein Kreativangebot für Schülerinnen und Schüler ab der 1. Klasse, in dem gesungen, gemalt und gestickt wird – mit Sofie Marx und Elke Schulz. 
Freier Eintritt 
Anmeldungen bis zum 4. April, Telefon: 05362-52623 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  
► Montag, 22. April, 15.00 Uhr 
"Die Sonne hat in voller Pracht vollendet ihren Lauf, und drüben ging, eh‘ wir’s gedacht, der liebe Mond schon auf" 
"Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben in bunten Stickbildern" von Gudrun Cohnen-Nussbaum – Finissage mit Hoffmann-Liedern, gesungen von Elke Schulz. Freier Eintritt

 

Baumsubstrat wird eingebaut

Nachdem in der vergangenen Woche der Füllboden des Mittelstreifens der Jasperalllee im Abschnitt zwischen Moltke- und Kasernenstraße ausgehoben und abtransportiert wurde, wird jetzt ein spezielles Baumsubstrat eingebaut. Durch die abgestimmten Anteile mineralischer und organischer Substanzen sowie die Korngrößenverteilung und das Porenvolumen des Substrates wird der Luft- und Wasserhaushalt verbessert und die Nährstoffversorgung für die Bäume nachhaltig ermöglicht. Zusätzlich werden eine Tiefenbelüftung und eine Bewässerungseinrichtung eingebaut, um gute Anwachsbedingungen insbesondere in den ersten Standjahren zu gewährleisten. 
  
Insgesamt werden bis zu einer Tiefe von 1,5  Metern auf beiden Seiten des Mittelstreifens insgesamt etwa 530 Kubikmeter Substrat eingebaut. Die Winterlinden erhalten somit einen qualitativ hochwertigen, wachstumsfördernden und durchwurzelbaren Raum mit besonderer Bedeutung für eine gesunde Entwicklung.  Die Arbeiten zum Substrateinbau sollen bis Anfang nächster Woche abgeschlossen werden. Direkt danach ist die Pflanzung der 28 Winterlinden geplant.

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