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Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig vom 3. April 2019

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Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig vom 3. April 2019 Braunschweig- Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

BRAUNSCHWEIG. 

Neue Förderrichtlinien für regenerative Energien - Zuschuss jetzt auch für Wärmepumpen und Solarthermie

Auf Vorschlag der Verwaltung hat der Rat der Stadt Braunschweig am Dienstag, 2. April, eine Anpassung der Richtlinien des Förderprogramms für regenerative Energien beschlossen. Die Eckpunkte: Mit einem Investitionszuschuss der Kommune gefördert wird jetzt auch die Erzeugung regenerativer Wärme durch Solarthermie oder Wärmepumpen. Der Fördersatz für Solarstrom wurde den gesunkenen Preisen für Photovoltaik-Module und Speicher angepasst.   "Unser Förderprogramm ist eine etablierte und erfolgreiche Maßnahme des Klimaschutz­konzepts, um die Umstellung auf erneuerbare Energien voranzubringen", sagt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. "Es unterstützt die positive Wahrnehmung der städtischen Klimaschutzaktivitäten und leistet zudem einen Beitrag zur lokalen Wirtschaftsförderung im Bereich erneuerbarer Energien. 2018 war die Nachfrage nach Förderungen so groß, dass die Mittel bereits innerhalb weniger Monate ausgeschöpft waren." Leuer begrüßte den Ratsbeschluss: "Mit den veränderten Richtlinien können künftig noch mehr Bürgerinnen und Bürger von einer Förderung profitieren." 130.000 Euro umfasst das Förderbudget im laufenden Haushaltsjahr.   Wärme, die durch Solarthermie und Wärmepumpen erzeugt wird, fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) bereits im Programm "Heizen mit erneuerbaren Energien". Trotzdem stellt sich die die Wärmeerzeugung mit fossilen Energieträgern wegen hoher Investitionskosten oft als wirtschaftlicher dar. So ist bei Wärmepumpen im Altbau die Energiequelle meist Erdwärme, zu deren Nutzung eine teure Erdsondenbohrung erforderlich ist. Bei Nutzung von Solarthermie zur Wärmeerzeugung ist zusätzlich noch ein weiterer Wärmeerzeuger notwendig, mit zusätzlichen Investitions­kosten. Um die Nutzung regenerativer Wärme attraktiver zu machen, stockt die Stadt Braunschweig künftig die BAfA-Förderung um 15 Prozent der Brutto-Gesamtinvestitionssumme im Altbau auf.   Zur Ausschöpfung sämtlicher Potenziale ist eine Förderung von Solarstrom weiterhin sinnvoll. Bislang geltende Fördereinschränkungen in Bezug auf Ausrichtung oder Neigung der Photovoltaik-Module sind aus Sicht der Verwaltung aber nicht weiter erforderlich. Förderfähig sind daher jetzt auch Photovoltaik-Anwendungen etwa auf Terrassenbedachungen, Garagenhöfen und Flachdächern. Aufgrund gesunkener Preise für die Technik gilt nun ein Förderungssatz von 150 €/kWpeak Anlagenleistung (bislang 300 €/kWpeak) und 200 €/kWh Speicher­leistung (bislang 25 Prozent der Investitionskosten, maximal 4.000 Euro.).   Solarberatungen werden jetzt mit 200 statt 150 Euro gefördert. Damit trägt die Förderung dem gestiegenen Beratungsumfang Rechnung.   Die Förderung ist auf insgesamt max. 2.500 € je Liegenschaft begrenzt, auch in Kombination aller drei Förderrichtlinien. Die Begrenzung verhindert sehr hohe Einzel­förderungen und erhöht daher die Reichweite des Förderprogramms.   Die neuen, vereinfachten Richtlinien mit einer Förderhöchstgrenze pro Liegenschaft treten ab sofort in Kraft. Eine Förderzusage ist allerdings erst nach Haushaltsfreigabe möglich.

 

Rat gibt grünes Licht für Baugebiet Trakehnenstraße - 265 Wohneinheiten geplant – umfassendes Maßnahmenpaket zur Anpassung der Infrastruktur

Der Weg für das neue Wohnquartier an der Trakehnenstraße in Stöckheim ist frei. Der Rat der Stadt Braunschweig verabschiedete am Dienstag, 2. April, die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan.   Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer begrüßt den Beschluss: "Das Baugebiet Trakehnenstraße steht schon seit vielen Jahren auf unserer Agenda, und ich freue mich, dass nun endlich in absehbarer Zeit gebaut werden kann. Mit einem großen, flankierenden Maßnahmenpaket bauen wir die Infrastruktur in Stöckheim aus, was den neuen, aber auch den alteingesessenen Einwohnerinnen und Einwohnern zugutekommt."   Zu den geplanten Projekten zählt insbesondere:   Ausbau des Kreisverkehrs Senefelderstraße/Mascheroder Weg. Entsprechende Mittel sind in den Haushalt eingestellt. Fahrbahnverengungen in der Romintenstraße sowie in der Rossittenstraße zur Verkehrsberuhigung. Sie werden durch die Vorhabenträgerin für das Wohngebiet finanziert. Der Baustellenverkehr wird gemäß städtebaulichem Vertrag über die Senefelderstraße geleitet. Ausbau von Kindertagesstätten: Sowohl im Neubaugebiet Stöckheim-Süd als auch im Neubaugebiet Trakehnenstraße ist der Neubau von Kindertagesstätten vorgesehen und über städtebauliche Verträge abgesichert. Ausbau der Schulinfrastruktur: Die Grundschulversorgung kann durch die Einbeziehung der Grundschule Melverode gesichert werden. Diese Schule hat entsprechende Reserven. Dabei wird im Rahmen der Festlegung der Schulbezirke sichergestellt, dass der Grundschule Melverode keine Kinder aus Leiferde zugeordnet werden. Gemäß Ratsbeschluss wird die Grundschule Stöckheim einschließlich der Außenstelle Leiferde als Ganztagsgrundschule prioritär ausgebaut. Versammlungsstätte: Die Grundschule Stöckheim wird so ausgebaut, dass die Aula auch für außerschulische Veranstaltungen genutzt werden kann. Ausbau der Sportinfrastruktur: In Stöckheim und Melverode ist z. B. vorgesehen, Kunstrasenplätzeanzulegen und Beleuchtung sowie Funktionsgebäude zu verbessern. Haushaltsmittel sind vorhanden. Auch die Sportinfrastruktur in Leiferde soll verbessert werden (Bogenschießanlage, Kunstrasenkleinspielfeld). Ausbau der Spielinfrastruktur: Ein Jugendplatz wird nicht nur den Bewohnern des neuen Wohngebietes, sondern auch den Jugendlichen aus den angrenzenden, bestehenden Wohngebieten zur Verfügung stehen. Der Spielplatz Ortelsburgweg wird ertüchtigt. Ferner werden in die geplanten öffentlichen Grünflächen Spielstationen integriert. Dies wird überwiegend von der Vorhabenträgerin finanziert. Ausbau der Erholungsinfrastruktur: Durch die neuen Grünflächen entlang des Springbaches sowie im neuen Wohngebiet ergeben sich zahlreiche neue Wegeverbindungen, die zu Rundwegen unterschiedlicher Länge verbunden werden können. Besonders hervorzuheben ist die neue Querung der Stadtbahntrasse auf der Südseite des Springbaches. Alle Bewohner Stöckheims profitieren davon. Gemäß städtebaulichem Vertrag wird die Vorhabenträgerin dazu verpflichtet, Wohnungen im Geschosswohnungsbau zu mindestens 20 Prozent im Rahmen des geförderten sozialen Wohnungsbaus zu errichten. Weiterhin wird sie dazu verpflichtet, ein Grundstück für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zu reservieren und anzubieten.   Die Planung für das zweiteilige Baugebiet sieht rund 250 Wohneinheiten für das Teilgebiet Trakehnenstraße und rund 15 für das Teilgebiet Breites Bleek vor. Davon sind etwa 147 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern (freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser) und ca. 118 in Mehrfamilienhäusern.   Der Bebauungsplan "Trakehnenstraße/Breites Bleek" ist wesentlicher Bestandteil der Umsetzung des Wohnraumversorgungskonzeptes der Stadt Braunschweig. Die bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen östlich der Trakehnenstraße und der Straße Breites Bleek sind als Wohnbaufläche gut geeignet. Sie sind an die vorhandenen Wohngebiete gut angebunden und können somit in den Ortsteil integriert werden. 

 

Städtische Musikschule bietet Lehrgang zur Vorbereitung auf ein Musikstudium an

Die Städtische Musikschule Braunschweig bietet im Rahmen der Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) Unterricht in allen Instrumenten und im Gesang als Vorbereitung auf ein Musikstudium für Jugendliche ab 13 Jahren an. Ziel des wöchentlich etwa vier- bis fünfstündigen Unterrichts ist es, besonders musikinteressierte Jugendliche mit entsprechender Begabung neben der allgemeinbildenden Schule musikalisch so breit und intensiv zu fördern bzw. auszubilden, dass sich daraus zu einem späteren Zeitpunkt ein pädagogisches oder künstlerisches Musikstudium anschließen kann. Jugendliche, die sich intensiv musikalisch fördern und ausbilden lassen möchten, können sich bis Dienstag, 11. Juni, bei der Städtischen Musikschule Braunschweig für die nächste Aufnahmeprüfung zur Studienvorbereitenden Ausbildung anmelden. Anmelde- und Informationsunterlagen können im Sekretariat der Städtischen Musikschule, Augusttorwall 5, oder unter der Telefonnummer 0531/470-4960 angefordert werden. Weitere Informationen im Internet unter www.musikschule.braunschweig.de. Die Aufnahmeprüfung findet am Freitag, 21. Juni, ab Vormittag statt. Der Unterricht in einem Haupt- und Nebenfachinstrument wird durch die Fächer Musiktheorie (Gehörbildung und Tonsatz) sowie Ensemble, Band und Orchesterspiel ergänzt. Innerhalb der Ausbildungszeit sind jährlich eine Zwischenprüfung und am Ende eine Abschlussprüfung abzulegen. Das Angebot richtet sich ebenso an Jugendliche, die an einem in sich abgeschlossenen musikalischen Lehrgang ohne Perspektive für den Musikberuf interessiert sind, um als Laienmusiker in Orchestern, Ensembles oder Bands qualifiziert spielen zu können. Bei Bedarf bietet die Städtische Musikschule eine individuelle Beratung zur „Studienvorbereitenden Ausbildung“ an.  

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