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Polizei Nachrichten aus Braunschweig vom 31. Mai 2019

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Braunschweig  (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Braunschweig (C) Ulrich Stamm

BRAUNSCHWEIG.

Wer hatte Grün? - Polizei sucht Zeugen

Zwei Frauen fuhren mit ihren Pkws in den Kreuzungsbereich ein, so dass es zum Unfall kam. Die Polizei sucht Zeugen zum Geschehen. Am Freitagmittag befuhr eine 77-Jährige mit ihrem Mazda die Hans-Sommer-Straße und wollte nach rechts in die Gliesmaroder Straße abbiegen. Zeitgleich fuhr eine 36-jährige Frau mit ihrem Volvo aus der Beethovenstraße geradeaus, um ebenfalls in die Gliesmaroder Straße zu gelangen. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, wobei ein Sachschaden von ca. 4000 Euro entstanden ist. Verletzt wurde bei dem Unfall zum Glück niemand. Da beide Unfallbeteiligten angeben, bei Grünlicht in die Kreuzung eingefahren zu sein, sucht die Polizei nun Zeugen, die Angaben zu dem Unfall und insbesondere zur Ampelschaltung machen können. Zeugen werden gebeten, sich diesbezüglich beim Verkehrsunfalldienst der Polizei unter der Telefonnummer 0531/476-3935 zu melden.

 

"Aus Spaß am Verbotenen" in Berufsschule eingebrochen

Im Anschluss an die Feierlichkeiten des Vatertags brach eine Gruppe von jungen Männern in eine Schule ein, so dass ihr Abend schließlich bei der Polizei endete. Fünf junge Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren waren in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu Fuß auf der Kastanienallee unterwegs, nachdem sie schon einige Zeit zusammen gefeiert hatten. Als sie ein offenes Kellerfenster einer Berufsschule entdeckt hatten, überkam sie der Reiz des "Verboteten" und verschafften sich Zutritt zu dem umzäunten Gebäude. Die Polizei konnte die fünf Personen im Schulgebäude in unterschiedlichen Räumen antreffen und vorerst festnehmen, die leicht bis mäßig alkoholisiert waren. Da aus dem Schulgebäude ein Stift entwendet wurde, fertigte die Polizei eine Strafanzeige wegen Einbruchsdiebstahl.

 

Zunahme an Gewaltdelikten am Vatertag - Polizei räumte am Abend den Prinzenpark

Die Polizei beobachtete am Vatertag nicht nur zahlreiche Personengruppen, die ausgelassen und fröhlich unter freiem Himmel feierten, sondern auch einen erhöhten Alkoholkonsum und eine gesteigerte Gewaltbereitschaft, die sich zum Teil gegen die Polizei richtete. Insgesamt wurden rund 40 Strafverfahren wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Polizeibeamte, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, aber auch wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Bis zum Abend begingen in den Parkanlagen, am Heidbergsee und den Grünanlagen des gesamten Braunschweiger Stadtgebiets bis zu 2000 Personen überwiegend friedlich den sogenannten Vatertag. Allerdings verzeichnete die Polizei ein deutlich erhöhtes Einsatzaufkommen mit alkoholisierten und aggressiven Jugendlichen und Erwachsenen, die in Streit und körperliche Auseinandersetzungen gerieten, die nur durch polizeiliches Einschreiten beendet werden konnten. Um in Einzelfällen eine Eskalation der Aggressivität und Gewaltbereitschaft vor Ort zu unterbinden, sprachen die Polizeibeamten im Laufe des Tages rund 70 Platzverweise gegen einzelne Personen aus, denen allerdings nicht immer Folge geleistet wurde. Daher mussten die Beamten mehr als zehn Personen vorübergehend in Gewahrsam nehmen. Die örtlichen Schwerpunkte lagen am Heidbergsee und im Prinzenpark, wo die Polizei eine ständige Präsenz zeigte. Eine besondere Brisanz entstand, als sich am Nachmittag ein wiederum alkoholisierter 15-Jähriger sich mit einer Soft Air-Waffe im Prinzenpark in dem dunklen Flakbunker aufhielt. Auf Grund des entschiedenen, aber ruhigen Einschreitens der Polizei legte der Junge seine Waffe aber sofort ab, so dass jede weitere Gefahr für die Anwesenden ausgeschlossen werden konnte. Ein Verfahren nach dem Waffengesetz wurde auch gegen diesen Jugendlichen eingeleitet, anschließend wurde er seinen Erziehungsberechtigten übergeben. Die Einsatzlage spitze sich am Abend gegen 20 Uhr im Prinzenpark deutlich zu, während sich noch rund 600 Personen bei lauter Musik und fortwährendem Alkoholkonsum im Bereich der Cheyenne-Wiese aufhielten. Polizeibeamte trennten gerade die Kontrahenten einer körperlichen Auseinandersetzung, um weitere Maßnahmen treffen zu können, als sich bis zu 150 gewaltbereite Personen aus der Menge zusammentaten und die Polizisten teils körperlich angriffen. Nur durch die Hinzuziehung weiterer Kräfte gelang es den Polizeibeamten, die Situation vor Ort zu beruhigen. Um eine erneute Eskalation der Lage und die weitere Begehung von Straftaten zu verhindern, räumte die Polizei nach Lautsprecherdurchsagen und zahlreichen Gesprächen Stück für Stück den Prinzenpark. Vereinzelt kam es hierbei zu Flaschenwürfen und Widerstandshandlungen durch aufgebrachte und gewaltbereite Personen. Ein Polizeibeamter wurde leicht verletzt.

 

Die Polizei verzeichnet höheres Einsatzaufkommen am Vatertag

Nach einer ersten Bilanz der Polizei kam es in diesem Jahr zu einem höheren Einsatzaufkommen als in den vergangenen Jahren. Bereits ab dem Vormittag waren zahlreiche Personengruppen im Stadtgebiet von Braunschweig unterwegs, um den Vatertag mit Bollerwagen und Bier feucht-fröhlich zu begehen. Zu Auseinandersetzungen zwischen einzelnen alkoholisierten Personen, die polizeiliches Einschreiten erforderlich machten, kam es im Laufe des Nachmittags hauptsächlich am Heidbergsee. Die Polizei zeigte sich an den bekannten Orten, an denen gefeiert wurde, mit ständiger Präsenz, so dass Hunderte Menschen weitestgehend friedlich feiern konnten. Als sich am Abend gegen 20 Uhr noch ca. 600 Menschen auf der Cheyenne-Wiese im Prinzenpark aufhielten, zeigten sich hiervon rund 150 Personen der Polizei gegenüber gewaltbereit. Um eine größere Auseinandersetzung zu verhindern und die Begehung von weiteren Straftaten zu unterbinden, wurde der Park durch die Polizei geräumt und die Personen entfernten sich schließlich in unterschiedliche Richtungen. Insgesamt musste die Polizei im Laufe des Tages eine Vielzahl von Strafanzeigen gegen die Vatertags-Besucher fertigen.

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