Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 20. Februar 2019

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 20. Februar 2019 Indizes vom 19.02.2019 (C) finanzen.net

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 20. Februar 2019

FRANKFURT/MAIN. An den europäischen Aktienmärkten haben sich die Kurse am Dienstag überwiegend nur wenig verändert. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 11.309 Punkte gut behauptet, der Euro-Stoxx-50 bröckelte dagegen um 0,2 Prozent ab. Wirecard setzten ihre Erholung mit einem Plus von 4,6 Prozent fort.

Händler am deutschen Markt sprachen von einer abwartenden Haltung, nachdem der DAX eine erste Attacke auf das Jahreshoch von Anfang Februar erst einmal abgeblasen hat. Mit 11.371,44 Punkten verfehlte er das Hoch von Anfang Februar am Vormittag um lediglich 0,3 Punkt. 

 
 

 

Marktteilnehmer zeigten sich aber optimistisch, dass weitere Attacken folgen werden. Denn der Euro-Stoxx-50 hat das Februarhoch bereits am Freitag überwunden und damit ein Kaufsignal erzeugt. "Der DAX bleibt auf dem Sprung", so Jochen Stanzl, Marktanalyst von CMC Markets. 

Der ZEW-Index konnte dem Markt keine Impulse geben. Er deutet weiterhin auf Konjunkturschwäche hin, auch wenn er nicht ganz so schwach ausgefallen ist wie befürchtet. Euro und Anleihenrenditen veränderten sich nur wenig. Der Goldpreis setzte dagegen seine Rally fort, mit knapp 1.340 Dollar stieg die Feinunze auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr.

HSBC drückt auf die Stimmung für Bankenwerte 

Schwach im Markt lagen die Banken. Ihr Branchenindex fiel um 0,9 Prozent. HSBC brachen nach schwachen Geschäftszahlen um 4 Prozent ein. Die Jefferies-Analysten stuften den Rückgang der Zinsmarge, die unveränderte Dividende ohne Aktienrückkäufe wie auch die Kostenentwicklung als enttäuschend ein. 

Im DAX führten Deutsche Bank mit einem Minus von 2,1 Prozent die Verliererliste an, im MDAX zeigten sich Commerzbank ähnlich schwach. 

Stärkste DAX-Aktie waren dagegen erneut Wirecard, die ihre Erholung mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 120,25 Euro fortsetzten. Damit profitierten sie weiterhin von dem Leerverkaufsverbot durch die BaFin. 

Heidelbergcement übertrifft Markterwartungen 

Heidelbergcement hat im vierten Quartal bei steigenden Einnahmen operativ weniger verdient als im Vorjahreszeitraum, die Markterwartungen damit aber übertroffen. Mit der Schuldentilgung und der Optimierung des Portfolios kam der DAX-Konzern im vergangenen Jahr gut voran. "Vor allem diese Kombination aus besseren Zahlen und etwas stärkerem Schuldenabbau verblüfft etwas angesichts der Konjunkturängste zum Jahresende", sagte ein Händler. Auf der negativen Seite sei aber klar der Kostendruck von der Rohstoffseite erkennbar. Der Kurs legte um 3,6 Prozent zu. 

Zu einem Aufatmen kam es bei den Autoaktien. Denn die nach dem Feiertag befürchteten US-Verkaufsaufträge blieben aus. "Mit einer Einstufung der US-Autoimporte als Bedrohung der nationalen Sicherheit wird aber weiter gerechnet", so ein Händler. Andererseits stützte der fortgesetzt schwache Euro die Stimmung etwas. VW zogen um 0,3 Prozent an, BMW stiegen um 0,6 Prozent und Daimler um 0,1 Prozent. 

Tom Tailor lässt Übernahmeangebots-Preis deutlich hinter sich 

Seit langem begleiten die Chinesen den Niedergang des Modehändlers Tom Tailor. Nun hat Fosun den Anteil im Rahmen einer Barkapitalerhöhung auf 35,35 Prozent erhöht und gibt in der Folge ein Übernahmeangebot ab. Dieses liegt bei 2,26 Euro je Aktie. Die Aktie legte deutlich stärker um 11,3 Prozent auf 2,40 Euro zu. Tom Tailor sieht derzeit im Kerngeschäft nach Meinung von Hauck & Aufhäuser solide aus, nachdem das Modeunternehmen im Dezember einen Großteil der Marke Bonita abgeschrieben hat. 

Borussia Dortmund macht es ihren Fans an der Börse nicht einfach. Nach einem torlosen Remis gegen den Tabellenletzten Nürnberg und dem fünften sieglosen Pflichtspiel nacheinander handelte die BVB-Aktie 2,1 Prozent leichter. 

Im MDAX profitierten Gerresheimer mit einem Plus von 0,6 Prozent von mehreren positiven Analystenstimmen. Der Finanzchef wechselt zu Prosiebensat1, die ihr Minus deshalb etwas eindämmen konnten und noch 3,4 Prozent verloren. Morphosys fielen um 3,1 Prozent, nachdem der Firmenchef den Eintritt in den Ruhestand angekündigt hatte. Sartorius stiegen mit einer kräftigen Dividendenerhöhung um 2,7 Prozent auf 153,20 Euro.

(Quelle: finanzen.net)

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