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DFB veröffentlicht Nachhaltigkeitskonzept zur UEFA EURO 2024

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DFB veröffentlicht Nachhaltigkeitskonzept zur UEFA EURO 2024 Deutscher Fussball Bund

FRANKFURT/ MAIN. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sein Nachhaltigkeitskonzept zur UEFA EURO 2024 veröffentlicht. DFB-Präsident Reinhard Grindel, Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius, Bewerbungsbotschafter und DFB-Ehrenspielführer Philipp Lahm sowie die frühere Nationalspielerin und DFB-Integrationsbotschafterin Celia Šašić hatten das 74 Seiten umfassende Dokument am 24. April gemeinsam mit den weiteren Bewerbungsunterlagen in der Zentrale der Europäischen Fußball-Union in Nyon in der Schweiz übergeben. Im Gegensatz zum offiziellen Bid Book war das Nachhaltigkeitskonzept nicht von der UEFA gefordert und wurde vom DFB unter breiter Beteiligung vieler Stakeholder aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zusätzlich erarbeitet.

Reinhard Grindel sagt: “Nachhaltigkeit ist eines der Leitmotive unserer Bewerbung. Im transparenten Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteuren haben wir ein umfassendes Konzept entwickelt, das Maßstäbe setzt und schon jetzt wichtige Prozesse in Gang gesetzt hat. Denn unsere Bewerbung ist ein Angebot an alle, sich aktiv zu beteiligen, mit- und voneinander zu lernen und gemeinsam dieses europäische Fest zu gestalten. So können wir neue und dauerhafte Brücken zwischen den Fußballverbänden und den Menschen in Europa bauen. Das Nachhaltigkeitskonzept wird uns als Wertekompass für unsere weiteren Aktivitäten auf dem Weg zur EURO 2024 dienen.”

Celia Šašić sagt: “Wir haben in Deutschland alle Voraussetzungen für ein perfekt organisiertes, aber auch nachhaltiges Turnier. Wir wollen zeigen, dass es möglich ist, umweltfreundlich und ressourcenschonend eine Sportgroßveranstaltung aufzuziehen. Unser Nachhaltigkeitskonzept, das mir besonders am Herzen liegt, wurde mit breiter Unterstützung aus der Gesellschaft erarbeitet und wird daher von vielen starken Schultern getragen.”

In mehreren Dialogforen hatte der DFB Vertreterinnen und Vertreter von Sportverbänden und -vereinen, Nichtregierungsorganisationen, Kommunen, Bundesministerien, Unternehmen, der Kirche und anderen religiösen Gemeinschaften, gemeinnützigen Stiftungen, der Wissenschaft und Wirtschaft zusammengebracht. Im Diskurs wurden gemeinsam die acht Handlungsfelder Jugend, Fans, digitale Innovation, Vielfalt, Menschenrechte, Umwelt, Gesundheit und Fairplay identifiziert, in denen Fußball und Gesellschaft in vielfältiger Weise dauerhaft von einem Turnier in Deutschland profitieren sollen. Dazu sowie zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, den sogenannten Sustainable Development Goals (SDG), sollen die im Nachhaltigkeitskonzept dargestellten 24 innovativen Leuchtturmprojekte, darunter etwa das barrierefreie und inklusive Stadionerlebnis für alle, beitragen.

Darüber hinaus sollen für jeden der zehn Spielorte, mit denen sich der DFB bei der UEFA beworben hat, im Dialog mit den örtlichen Stakeholdern eigene lokale Nachhaltigkeitskonzepte entwickelt werden. In einigen Städten hat dieser Prozess unter frühzeitiger Einbindung der Bevölkerung und unter Beteiligung einer breit angelegten zivilgesellschaftlichen Initiative bereits begonnen.

Der frühere Nationalspieler und heutige DFB-Integrationsbeauftragte Cacau sagt: “Deutschland ist ein großartiges Land. 2009 habe ich die Staatsbürgerschaft erworben und lebe heute mit meiner Frau und meinen drei Kindern in der Nähe von Stuttgart. Die EURO 2024 bietet die einmalige Chance, unsere Werte zu teilen und die Zukunft zu gestalten – nachhaltig und partizipativ, modern und dabei nah an der Basis des Fußballs.”

Der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, heute DFB-Botschafter für Vielfalt, ergänzt: “Der Fußball kann die nachhaltige Entwicklung in Deutschland und Europa dank seiner gesellschaftlichen Kraft nicht nur begleiten, sondern mitgestalten. Deshalb wollen wir in sechs Jahren wie 2006 ein weltoffenes und buntes Fußballfest im Herzen Europas veranstalten, das auch dank der zahlreichen im Nachhaltigkeitskonzept beschriebenen Maßnahmen positiv in die Gesellschaft wirkt.”

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