Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 1. März 2019

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 1. März 2019 Indizes vom 28.02.2019 (C) finanzen.net

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 1. März 2019

FRANKFURT/MAIN. Besser als erwartet ausgefallene US-BIP-Zahlen haben am Donnerstag leicht positive Akzente am europäischen Aktienmarkt gesetzt. Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal 2018 mit plus 2,6 Prozent stärker gewachsen als erwartet. Allerdings hat sich die Dynamik gegenüber dem dritten Quartal spürbar abgeschwächt. Der Chicago-Einkaufsmanagerindex fiel dagegen viel besser als erwartet aus.

Die Anleger warteten aber vor allem auf den Ausgang der US-chinesischen Handelsgespräche. US-Finanzminister Steven Mnuchin sprach von Fortschritten. Final sei aber noch nichts. Der DAX gewann 0,2 Prozent auf 11.516 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stieg deutlicher um 0,5 Prozent auf 3.298 Punkte, auch gestützt von anziehenden Banken-Notierungen. Am Devisenmarkt gab der Euro nach den US-Daten auf 1,1380 Dollar nach, zuvor stand er bei rund 1,1420 Dollar. 

 

 

 

Rolls-Royce-Zahlen von Trent-Problemen belastet - Aston Martin brechen ein 

Luxusautobauer Aston Martin brachen um 21,4 Prozent ein. Die Kosten für den Börsengang haben den Gewinn trotz steigenden Umsatzes aufgefressen. Gute Zahlen vom Brauereikonzern AB Inbev ließen die Aktien hingegen um 4,1 Prozent steigen. Zwar brach der Nettogewinn wegen Sondereffekten wie erwartet ein, beim bereinigten Gewinn (EBITDA) seien die Analystenerwartungen aber übertroffen worden, hieß es. Rentokil legten nach besseren Zahlen um 6,7 Prozent zu. 

Um 2,8 Prozent abwärts ging es nach roten Zahlen vom britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce. Für das Gesamtjahr 2018 wurde trotz boomender Konjunktur bei Flugzeugbauern und Airline-Betreibern ein Minus vor Steuern von fast 3 Milliarden Pfund erzielt. Die Kosten für die Problembeseitigung mit den Trent-Triebwerken musste der Hersteller selber tragen. Zudem zieht sich Rolls-Royce aus dem Wettbewerb um Boeings neues "New Midsize Airplane" (NMA) zurück.

Bei ABB gefallen die Margen nicht 

Beim Zeitarbeitsvermittler Adecco hinterließ derweil die Konjunkturabkühlung Spuren, der Umsatz ging um 2 Prozent zurück. Entsprechend fielen die Aktien um 3,2 Prozent. Beim schweizerischen Maschinenbauer ABB ging es um 2,4 Prozent abwärts. Hier wurden die Margen kritisiert, der Auftragseingang ist aber nicht so schwach ausgefallen wie erwartet. 

Vivendi profitierten von erneuten Spekulationen um ihre Musiksparte. Der Kurs gewann 5,4 Prozent. Am Markt hieß es, KKR und Tencent könnten ein Gebot für diese abgeben und sie mit 20 Milliarden Euro bewerten. Die Gerüchte seien nicht neu, würden jedoch immer konkreter werden. 

Bei Zalando werden Shorts geschlossen 

Zalando machten einen Satz um 23,8 Prozent. Baader sprach von starken Viertquartalszahlen und einem "sehr vielversprechenden" Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019. Highlights des Jahres 2018 seien der 20-prozentige Umsatzanstieg und die um 14,4 Prozent auf 26,4 Millionen gestiegen Zahl der aktiven Kunden. Hinzu komme ein Anstieg der Bestellungen um 28,4 Prozent auf 4,4 je Kunde nach 3,9 und 3,5 in den beiden Vorjahren. Die Zalando-Story sei intakt. Im Handel war zudem von Short-Eindeckungen die Rede. 

Dagegen gaben Aumann nach Zahlen um 8,0 Prozent nach. Ergebnisse und Ausblick enttäuschten. Der Ausblick dürfte analystenseitig zu niedrigeren Gewinnschätzungen führen, so die Citigroup. Die EBIT-Konsensschätzung könne möglicherweise um 15 Prozent sinken, lege man für "leichtes Wachstum" einen Wert von etwa 5 Prozent zugrunde. 

Dürr und Isra Vision nach Zahlen gesucht 

Dürr gewannen 7,6 Prozent. "Die Zahlen liegen überwiegend über den Erwartungen", so ein Händler. Auch der Ausblick sei in Ordnung. Kion verloren dagegen 3,1 Prozent. Jefferies sprach zwar von guten Zahlen für das vierte Quartal. Für 2019 sei die Unternehmensprognose für die Aufträge jedoch sehr vorsichtig gehalten. Auch Hauck & Aufhäuser sprach von einem konservativen Ausblick. 

Nach besseren Zahlen stiegen Isra Vision gleich um 16,9 Prozent. In nahezu allen Regionen entwickelten sich die Geschäfte positiv und die starke Kundennachfrage lasse auch in den kommenden Monaten eine Fortsetzung der guten Auftragslage erwarten, so das Unternehmen.

(Quelle: finanzen.net)

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