Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 12. März 2019

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 12. März 2019 Indizes vom 11.03.2019 (C) finanzen.net

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 12. März 2019

FRANKFURT/MAIN.

Der Dax (DAX 30) hat sich am Montag etwas von dem Rückschlag in der vergangenen Woche erholt. Positive Aussagen der USA und China zum Fortgang der Gespräche im Handelskonflikt stützten. Am Ende rückte der deutsche Leitindex um 0,75 Prozent auf 11 543,48 Punkte vor. Der MDAX, der Index der mittelgroßen Werte, stieg um 1,07 Prozent auf 24 561,22 Zähler.

China hatte sich am Wochenende positiv über den Verlauf der Verhandlungen mit den USA geäußert. Seitens der Vereinigten Staaten sagte Larry Kudlow, der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, dass bis April eine Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit möglich sei. Rund um den Brexit wird es an diesem Dienstag wieder spannend, denn dann stimmt das britische Parlament erneut über den Austrittsvertrag Großbritanniens aus der Europäischen Union ab.

 

 

Ferner standen Konjunkturdaten im Blick, insbesondere nachdem zuletzt weitere Anzeichen für eine schwächere Weltwirtschaft die Kauflust an den Börsen gedämpft hatten. Das locke nun wieder erste Anleger an, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners.

 

So überraschten Exportdaten positiv, denn die Ausfuhren der deutschen Wirtschaft stagnierten im Januar auf dem Niveau vom Dezember. Hier waren Analysten im Mittel von einem Rückgang ausgegangen. Die Einzelhandelsdaten der Vereinigten Staaten für Januar lagen ebenfalls über den Erwartungen und dämpften die Sorgen vor einer konjunkturellen Abkühlung. Das Minus des Monats Dezember wurde allerdings nicht wettgemacht.

Ein Marktbeobachter sprach darüber hinaus von einem Wechselspiel zwischen Aktien- und Rentenmarkt, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Niedrigzinsversprechen in der vergangenen Woche verlängert hatte. Da zuletzt der Rentenmarkt gut lief, sei nun der Aktienmarkt wieder dran.

Unter den Einzelwerten richteten sich die Blicke erneut auf die Finanzinstitute. Die Papiere der Commerzbank gewannen als klarer MDax-Favorit gut 7 Prozent und die der Deutschen Bank (Deutsche Bank) im Dax rund 5 Prozent. Allerdings hatten beide in der vergangenen Woche wegen des weiter andauernden Zinstiefs in Europa deutlich an Wert verloren. Nun gaben wieder hochkochende Fusionsspekulationen den Kursen neue Nahrung. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" gab es zwischen beiden erste "inoffizielle Kontakte in sehr kleiner Runde". Wie die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise weiter berichtete, sind diese allerdings noch nicht in einem mitteilungspflichtigen Stadium. Nach Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) loten derzeit die beiden Institute die aktuelle Lage aus.

Um 1,52 Prozent zogen die Post-Aktien (Deutsche Post) an. So kann sich der Logistikkonzern der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge auf einen womöglich deutlichen Anstieg seines Briefportos freuen. Das Bundeskabinett will laut dem Blatt am Mittwoch eine neue Verordnung verabschieden. Änderungen an dem vom Bundeswirtschaftsministerium vorbereiteten Entwurf habe es in der Ressortabstimmung nicht mehr gegeben.

Die Anteilsscheine von LEG (LEG Immobilien) stiegen um gut 1 Prozent. Die Immobiliengesellschaft hatte Analysten zufolge "solide Geschäftszahlen" präsentiert.

Auf europäischer Bühne legte der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) um 0,63 Prozent auf 3304,44 Punkte zu. Auch der CAC 40 in Paris und der Londoner FTSE 100 verzeichneten Gewinne. In New York rückte der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) zum Handelsschluss in Europa um 0,30 Prozent vor.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,03 Prozent am Freitag auf minus 0,02 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) fiel um 0,07 Prozent auf 142,50 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,02 Prozent auf 166,23 Zähler vor. Der Kurs des Euro stieg: Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1244 (Freitag: 1,1222) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8894 (0,8911) Euro.

(Quelle: finanzen.net)

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