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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 12. November 2019

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Indizes vom 11.11.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 11.11.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag mehrheitlich im Minus geschlossen. Teilnehmer sprachen von einer Konsolidierung nach dem Plus der Vorwoche. Gedrückt wurde die Stimmung der Investoren zum einen durch die Auseinandersetzungen zwischen der Demokratie-Bewegung und der Staatsmacht in Hongkong. Hinzu kam, dass US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China zuletzt wieder schärfere Töne angeschlagen hatte. "Es ist und bleibt offen, ob es überhaupt zu einem Deal kommen wird", sagte Marktstratege Thomas Altmann von QC Partners. "Wieder einmal haben die Anleger die Sektoren zu früh knallen lassen", so der Vermögensverwalter.

Der DAX fiel um 0,2 Prozent auf 13.198 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schloss knapp behauptet bei 3.697 Punkten. Das britische Pfund schoss bereits am Mittag nach oben. Grund waren Aussagen von Nigel Farage, dem Vorsitzenden der Brexit-Partei. Er sagte, die Brexit-Partei werde in konservativ beherrschten Wahlkreisen nicht antreten. Damit erhöhten sich laut Marktteilnehmern die Chancen auf einen Wahlsieg der Tories und auf eine Umsetzung des Brexitplans des britischen Premierministers Boris Johnson.

Wahlergebnis in Spanien belastet leicht

Spaniens Wahlausgang sorgte für eine erneute Verunsicherung, weil die Bildung einer klaren Regierungsmehrheit schwer möglich erschien. Die Lage sei gegenüber vor der Wahl noch vertrackter geworden, hieß es. Die Sozialisten blieben nach der Parlamentswahl zwar die stärkste Kraft, die "Ultrarechte" gewann dagegen am stärksten hinzu und verdoppelte die Anzahl ihrer Sitze. "Die politische Unsicherheit ist nach wie vor die größte Gefahr für spanische Staatsanleihen", hieß es von der DZ Bank. Die Anleger wurden etwas vorsichtiger, die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen legte um 3 Basispunkte auf nun 0,42 Prozent zu, der IBEX schloss knapp im Minus.

Ein Blick auf die Sektoren zeigte, dass sich die Anleger defensiver positionierten. So notierten der europäische Gesundheitssektor sowie die Branchenindizes der Lebensmittelhersteller und Versorger im Plus. Der Sektor der Rohstoffwerte stellte mit einem Abschlag von 1,4 Prozent dagegen den größten Verlierer, die Automobilwerte gaben im Schnitt um 0,3 Prozent nach.

Der Kauf von Ungerer in den USA passte nach Einschätzung von Vontobel in die M&A-Strategie von Givaudan. Nach Einschätzung der Analysten dürfte Givaudan die Sektorkonsolidierung damit weiter vorantreiben. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, die Analysten schätzten diesen aber auf 600 bis 800 Millionen Franken. Die Analysten bestätigten die Kaufempfehlung für das Papier. Givaudan notierten 0,5 Prozent im Minus.

Nach überzeugenden Geschäftszahlen ging es für die Aktie der britischen Bäckereikette Greggs um gut 16 Prozent nach oben. Für die Analysten von AJ Bell war Gregg mehr als ein "One-Trick Pony". Die Analysten stellten fest, dass das Umsatzwachstum erfreulicherweise von dem Plus der Kundenbesuche getragen werde. Dies belege auch das anhaltende Interesse der Kunden an den veganen Wurstbrötchen, die ihre Fans gefunden haben. Greggs, die mehr als 2.000 Filialen in ganz Großbritannien betreibt, verzeichnete in den sechs Wochen per 9. November einen Anstieg der Gesamtumsätze um 12 Prozent, womit diese seit Geschäftsjahresbeginn um 13,4 Prozent bzw 9,2 Prozent auf vergleichbarer Basis gewachsen sind.

Teamviewer auf Wachstumskurs

Aus Deutschland legten lediglich einige kleinere Unternehmen legten ihre Geschäftszahlen vor, so der Börsenneuling Teamviewer. Die Commerzbank-Analysten verwiesen darauf, dass sich das Wachstum zuletzt sogar noch beschleunigt habe. Die Aktie legte 3,6 Prozent zu. Bei Talanx verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote im dritten Quartal, den Ausblick hatte das Versicherungsunternehmen allerdings nur bestätigt. Der Kurs schloss 1,1 Prozent im Plus. Nach endgültigen Geschäftszahlen legte LPKF um 7,2 Prozent zu, das Unternehmen steigerte die Netto-Cash-Position von 1,1 Millionen Euro Juni auf 12,4 Millionen Ende September. Die Gewinnwarnung des Tages lieferte Manz, die Aktie schloss 5,7 Prozent im Minus. Rheinmetall wurden von Berenberg auf "Halten" von "Kaufen" abgestuft, der Kurs gab um 0,4 Prozent nach

(Quelle: finanzen.net)

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