Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 13. Februar 2019

Mittwoch, 13 Februar 2019 05:14
Publiziert in Wirtschaft
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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 13. Februar 2019 Indizes vom 12.02.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN.

An den Börsen in Europa ist es am Dienstag erneut nach oben gegangen. Damit setzte sich die am Montag begonnene Erholung weiter fort. Für Zuversicht sorgte, dass es im US-Haushaltsstreit eine Grundsatzeinigung geben soll. Allerdings fehlen Details und vor allem ist unklar, ob US-Präsident Donald Trump der Einigung auch zustimmen wird.

Daneben verwiesen Marktteilnehmer auf die Aussicht besserer Konjunkturdaten aus China. Im Januar sei der Handel wieder gewachsen, war aus dem chinesischen Handelsministerium zu hören. Hoffnung dominierte zudem vor dem Treffen der Chefverhandler im US-chinesischen Handelsstreit ab Donnerstag. Für die Einzelwerte lieferte die Berichtssaison die Impulse. Einmal mehr enttäuschte Thyssenkrupp, die Aktie stellte mit einem Abschlag von 2 Prozent den Verlierer im DAX. Der DAX gewann 1,0 Prozent auf 11.126 Punkte, während es für den Euro-Stoxx-50 um 0,8 Prozent auf 3.191 Punkte nach oben ging. 

 

 

Thyssenkrupp enttäuschend 

Für Thyssenkrupp ging es nach schwachen Zahlen gegen den breiten Markt nach unten. Wie die Analysten von Jefferies anmerkten, ist das bereinigte operative Ergebnis im Stahlgeschäft deutlich unter den Erwartungen ausgefallen. Neben der schwächeren Nachfrage aus dem Autosektor habe sich der niedrige Wasserstand des Rheins belastend bei den Stahlauslieferungen bemerkbar gemacht. 

 

"Mit Wirecard brauche ich den Portfolio-Managern momentan nicht zu kommen", so ein Marktteilnehmer. Auf Grund der hohen Volatilität bei gleichzeitig schwieriger Nachrichtenlage hielten sich die Entscheider momentan bei der Aktie zurück. Nach einem Tageshoch bei 107,85 Euro und einem Tief bei 95,32 Euro schloss sie mit 101,85 Euro im Minus. 

Kräftige Erholung bei den Autoaktien 

Klarer Tagessieger bei den Branchen war der Autosektor mit einem Plus von 2,8 Prozent. Zu verdanken war dies in erster Linie dem französischen Reifenhersteller Michelin. Dessen Geschäftszahlen kamen sehr gut an. Zwar fiel der Nettogewinn etwas unter der Erwartung aus, der Umsatz jedoch darüber. Der Ausblick der Franzosen klinge zudem zuversichtlich, hieß es an der Börse. 

Seitens der Citi-Analysten wurde hervorgehoben, dass Michelin weiter in der Lage sei, Premium-Preise zu verlangen und gleichzeitig Marktanteile zu gewinnen. Barclays hat das Kursziel für die Aktie auf 125 von 120 Euro erhöht. Michelin schossen um 13 Prozent nach oben auf 102,60 Euro. Die Kurse der Zulieferer Faurecia und Continental gewannen 4,8 bzw 3,5 Prozent. 

Als im erwarteten Rahmen liegend wurden die finalen Zahlen von Metro bezeichnet. Die Analysten der DZ Bank haben das Kursziel auf 15,30 von 11,70 Euro deutlich angehoben und begründeten dies mit den sich abzeichnenden Verbesserungstendenzen im wichtigen Russland-Geschäft. Metro zogen um 3,7 Prozent an. 

Kering der Primus inter pares 

Als stark wurden die Zahlen des französischen Luxuskonzerns Kering bezeichnet. Nicht nur seien die Erwartungen für 2018 übertroffen worden, auch der Ausblick sei zuversichtlich. Der Nettogewinn verdoppelte sich und die Dividende wird kräftig erhöht auf 10,50 nach 6,00 Euro. Für die Analysten der Societe Generale ist sie der Top-Wert in dem Sektor. Nachdem die Aktie zunächst etwas überraschend nachgab, schloss sie 3,3 Prozent im Plus. 

Eine deutlich besser als erwartet ausgefallene Marge trieb Randstad um knapp 5 Prozent an. In Zürich legte der Kurs des Wettbewerbers Adecco um 3 Prozent zu. 

 

Nach der Gewinnwarnung von TUI (minus 5,4 Prozent) in der abgelaufenen Woche waren die Erwartungen bereits niedrig, wie die UBS betont. Aber angesichts der schwieriger als erwarteten Marktbedingungen in der Pauschalreisesparte hat der Touristikkonzern dennoch die Prognosen verfehlt.

(Quelle: finanzen.net)

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