Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 14. Juni 2019

Freitag, 14 Juni 2019 05:11
Publiziert in Wirtschaft
veröffentlicht von
Indizes vom 13.06.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 13.06.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Europas Börsen sind am Donnerstag mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. "Uns fehlen momentan die Impulse, dies belegt auch das niedrige Handelsvolumen", so ein Marktteilnehmer. Für vorsichtigen Optimismus sorgt unverändert das Hoffen auf Zinssenkungen in den USA in diesem Jahr. Auf der anderen Seite belastet der US-Protektionismus, der globale Handelsbarrieren aufbaut. Den nächsten wichtigen Impuls dürfte erst die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche liefern. Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 12.169 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,1 Prozent auf 3.391 Punkte zu.

Der Ölpreis zog nach Berichten an, zwei Öltanker seien im Golf von Oman in Brand geraten - die US-Marine sprach von Angriffen. "Wir wissen, dass sich die geopolitischen Spannungen in der Region verschärfen und Bedenken hinsichtlich kurzfristiger Lieferausfälle aufkommen", sagte Marktstratege Neil Wilson von Markets.com. Der Preis für ein Barrel der global gehandelten Sorte Brent stieg in der Folge bis Börsenschluss um mehr als 2 Prozent, notierte zwischenzeitlich aber noch deutlich fester.

Am Devisenmarkt wertete der Franken auf, nachdem die Schweizer Nationalbank (SNB) die Zinsen zwar wie erwartet unverändert gelassen hat, zugleich aber die Inflation-Prognose erhöhte. Außerdem sprach sie davon, dass die Konjunktur Fahrt aufgenommen habe. Zugleich betonte sie abermals die Notwendigkeit von Interventionen, um einem zu starken Franken vorzubeugen. Der Euro fiel von Ständen um 1,1244 vor den Aussagen auf 1,1216 zurück.

5G-Auktion zu Ende

Die Frequenzauktion für den künftigen Mobilfunkstandard 5G in Deutschland ist beendet. Nach 497 Runden legte keiner der vier Bieter mehr eine erhöhte Offerte für einen der 41 angebotenen Frequenzblöcke vor. Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica Deutschland sowie 1&1 Drillisch zahlen insgesamt 6,55 Milliarden Euro für die bis 2040 laufenden Lizenzen.

"Die hohen Kosten für die Auktion sind ein Rückschlag für die Branche", sagte ein Jefferies-Analyst. Dennoch reagierten die Anleger mit einer gewissen Erleichterung, insbesondere bei Aktien kleinerer, finanzschwächerer, Anbieter. Das Papier von 1&1 Drillisch legte um 0,4 Prozent zu, der Kurs der Mutter United Internet stieg um 1,4 Prozent. Telefonica Deutschland schaffte ebenfalls ein Plus von 1,4 Prozent. Deutsche Telekom gaben dagegen um 0,1 Prozent nach - hier spielte der Ausgang der 5G-Auktion keine Rolle genauso wenig wie für Vodafone (minus 0,2 Prozent).

Marks & Spencer fielen um 1,5 Prozent, nachdem eine Kapitalerhöhung nur zu 85 Prozent gezeichnet worden ist.

11880 machten hingegen einen Satz von 8,7 Prozent auf 1,87 Euro nach einer Übernahmeofferte durch United Vertical Media. United Vertical bietet 1,87 Euro je Aktie.

Interesse an Varta-Kapitalerhöhung gut

Das Interesse an der Kapitalerhöhung von Varta war extrem hoch. Positiv wurde an der Börse gewertet, dass es beim Platzierungspreis von 46,70 Euro keinen Abschlag gegenüber dem Schlusskurs gegeben habe. Der Erlös dient der Finanzierung einer Ausweitung der Produktionskapazitäten im stark wachsenden Bereich der wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen. Varta zogen um 5,6 Prozent an.

Negativ bewertete ein Marktteilnehmer die Turbulenzen bei Aurubis, die Aktie verlor 8 Prozent. Wie das MDAX-Unternehmen mitteilte, hat der Aufsichtsrat den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schachler einstimmig mit sofortiger Wirkung freigestellt. Zudem stoppten Vorstand und Aufsichtsrat ein internes Investitionsprojekt des Konzerns. Das Ergebnis des dritten Quartals wird davon mit etwa 30 Millionen Euro belastet. Ursprünglich hatte das Projekt ab 2022/23 EBITDA-Beiträge von 80 Millionen Euro heben sollen.

Wacker Chemie zeigten sich ebenfalls sehr schwach, der Kurs verlor 4,8 Prozent. Händler verwiesen auf eine Gewinnwarnung von Elkem (minus 14,5 Prozent). Der norwegische Wettbewerber teilte mit, der Silikonmarkt entwickle sich schwächer als erwartet - besonders in China.

(Quelle: finanzen.net)

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