Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 15. August 2018

Mittwoch, 15 August 2018 05:16
Publiziert in Wirtschaft
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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 15. August 2018 Indizes vom 14.08.2018 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. An den europäischen Aktienmärkten hat sich am Dienstag keine einheitliche Tendenz durchgesetzt. Der DAX schloss nahezu unverändert mit 12.359 Punkten, auch der Euro-Stoxx-50 kam mit einem Schlussstand von 3.409 Punkten kaum von der Stelle.

Während konjunkturabhängige Aktien und Finanztitel verkauft wurden, legten so genannte defensive Aktien aus der Nahrungsmittelbranche, dem Pharma-Sektor, Hersteller von Konsumgütern des täglichen Bedarfs oder auch Versorger zu. Regelrechte Kurseinbrüche gab es bei einigen Titeln der zweiten Reihe am deutschen Markt, MDAX und TecDAX schlossen im Minus. 

 

 

"Die Situation sieht immer noch wacklig aus", sagte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Zwar deuteten neue Wirtschaftsdaten aus Deutschland und der Eurozone auf weiteres Wachstum hin. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich zuletzt aber etwas abgekühlt. Und trotz einer leichten Erholung der Lira misstrauten Händler der Situation in der Türkei. Sie sprachen von einer Atempause statt von einer Wende. 

Die DZ Bank hat wegen der erhöhten globalen Unsicherheiten ihr Kursziel für den DAX reduziert. Sie erwartet den deutschen Leitindex bis Jahresende nur noch bei 12.600 Punkten nach bislang 13.700 Punkten.

Im DAX fielen BMW um 1,0 und Daimler um 1,4 Prozent. Dagegen waren auch hier so genannte defensive Aktien gefragt: Beiersdorf und Eon gewannen je 1,4 Prozent, und RWE führten die Gewinnerliste mit einem Plus von 3,6 Prozent an. Die niedrigen Strompreise aus der Vergangenheit haben den Energiekonzern RWE im ersten Halbjahr zwar belastet. Dennoch ist die Ergebnisseite etwas über den Schätzungen der Analysten ausgefallen. 

Kurseinbrüche bei Ceconomy, Aareal, HHLA und Tele Columbus 

Dagegen fielen im MDAX Ceconomy um 9,2 Prozent. Der andauernd starke Wettbewerb wie auch hohe Lagerbestände trübten das Bild. Und die Boykottaufrufe der Türkei gegen US-Elektronik beschleunigten die Talfahrt, da Media Saturn die Produkte in der Türkei verkauft. 

Aareal Bank brachen um 5,2 Prozent ein. Die Zahlen für das zweite Quartal entsprachen zwar im Großen und Ganzen den Erwartungen, der Ausblick für Aareon drückte aber auf den Kurs. Hier rechnet der Konzern noch mit einem Vorsteuergewinn von 37 bis 38 Millionen Euro. Bisher hatten die Erwartungen für das Systemhaus bei rund 40 Millionen gelegen. 

Die Halbjahreszahlen von Nordex sind nach Einschätzung eines Händlers noch schlechter als befürchtet ausgefallen. Für das TecDAX-Papier ging es um 2,0 Prozent nach unten. Cancom brachen im TecDAX um 9,2 Prozent ein. Damit gaben sie die Gewinne vom Montag mehr als ab. 

Nach Zahlen fielen HHLA um 5,7 Prozent. "Hamburg verliert Container-Umsätze an Rotterdam und Antwerpen", so Pierre Gröning, Analyst bei Hauck & Aufhäuser. Während diese Häfen jüngst ein Umschlags-Plus von 6 Prozent vermeldeten, stagnierte dieser in Hamburg. 

Scout 24 sackten um 6,5 Prozent auf 43,06 Euro ab. Die Analysten von Oddo halten einen Kurs von 28 Euro für angemessen. Tele Columbus brachen um 11 Prozent ein auf das neue Allzeit-Tief von 3,98 Euro. Das Unternehmen hat die Zahlen-Vorlage verschoben. 

Symrise mit besserem organischen Umsatzwachstum 

Symrise wiederum stiegen um 5,3 Prozent. Die Zweitquartalszahlen sind nach Einschätzung von Davy besser als erwartet ausgefallen. Positiv hoben die Analysten das organische Umsatzwachstum von 10,6 Prozent hervor, das über der Konsensschätzung von 8,1 Prozent gelegen habe.

(QUELLE:FINANZEN.NET)

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