Log in

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 15.Januar 2020

(0 Stimmen)
Indizes vom 14.01.2020 (C) finanzen.net Indizes vom 14.01.2020 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die europäischen Börsen haben sich am Dienstag erneut behauptet. Der DAX und die anderen Indizes pendelten um ihre Vortagsschlussstände. Der DAX stieg geringfügig um 5 auf 13.456 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schloss 0,1 Prozent im Minus bei 3.775 Punkten. Nachdem die Indizes deutlichere Anfangsverluste wieder aufgeholt hatten, gingen im Verlauf auch kleinere Gewinne wieder verloren. "Trotzdem bleibt die Situation positiv", so ein Händler. Er verwies darauf, dass der Index der 600 wichtigsten europäischen Unternehmen - der Stoxx-600 - weiter nahe an seinem neuen Rekord liegt.

Der DAX steht weiterhin nur knapp unter seinem Rekordstand vom Januar 2018 von 13.597 Punkten. "In der Nähe des Allzeithochs wollen viele Anleger noch nicht einsteigen, sondern warten einen möglichen Ausbruch ab", sagte ein Händler zum deutschen Markt.

JP Morgan und Citi stützen Stimmung in der Banken-Branche

Etwas gestützt wurde die Stimmung von den Quartalszahlen von JP Morgan und von der Citigroup, die besser ausgefallen sind als erwartet. Der Stoxx-Banken-Index notierte schließlich gut behauptet, nachdem er am Vormittag noch zeitweise den größten Verlierer gestellt hatte. Im DAX stiegen Deutsche Bank um 2,3 Prozent.

Stärkster DAX-Titel waren Wirecard mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 118,90 Euro. "Wirecard profitiert stark vom Kauf von Plaid durch Visa", so ein Händler. Visa zahlt über 5 Milliarden Dollar für das erst sechs Jahre alte Fintech-Startup.

Goldman treibt Adidas und Puma auf Rekorde - Fresenius Verlierer Nummer 1

Adidas und Puma stiegen Hand in Hand auf neue Rekordstände. Goldman hat das Ziel für Adidas auf 350 von 310 Euro erhöht. Der Kurs stieg um 1,3 Prozent auf 313,25 Euro. Puma gewannen 2,7 Prozent auf 75,40 Euro, nachdem Goldman Sachs das Kursziel auf 90 von 81 Euro erhöht hatte.

Auf der anderen Seite fielen Fresenius um 2,9 Prozent, JP Morgan meinte, auf einer Investorenveranstaltung sei der Ausblick eher vorsichtig gewesen. BASF gaben 1,5 Prozent ab, Infineon 1,4 Prozent.

RAG fährt Beteiligung an Evonik weiter herunter

Deutlich im Minus lagen Evonik, die rund 4 Prozent abgaben auf 25,51 Euro. Die RAG-Stiftung hat sich von einem größeren Paket Evonik-Aktien getrennt; das belastete den Kurs. Im Rahmen einer Privatplatzierung wurden Aktien im Wert von 632,5 Millionen Euro verkauft zu 25,30 Euro je Aktie. RAG verkaufte damit rund 5,4 Prozent des Evonik-Aktienkapitals, hält jedoch weiter eine Beteiligung von rund 58,9 Prozent an dem Chemiekonzern.

Quartalszahlen aus der zweiten Reihe

Auch in Europa kommt die Berichtssaison so langsam in Fahrt. Als relativ gut wurden die Zahlen von Hella bezeichnet. Für die Aktie des Autozulieferers ging es nach anfänglich deutlicheren Gewinnen um 0,4 Prozent nach unten. Hella hat den Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigt. Umsatz- und Gewinnkennziffern liegen etwa im erwarteten Rahmen.

Nach Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2019/20 gaben Südzucker um 0,1 Prozent nach. "Die Erwartungen dürften angesichts der erhöhten Prognose im Dezember und der Kursrally höher gewesen sein", vermutete ein Händler. Zudem sei man von den Zahlen der Tochter Cropenergies am Vortag verwöhnt worden. Vorübergehend hatten die Südzucker-Aktien allerdings noch deutlich stärker nachgegeben.

Varta drehen ins Plus - Kurseinbruch bei Salzgitter

Varta beendeten ihre Talfahrt. Der Aktienkurs stieg um 0,4 Prozent auf 81,40 Euro, nachdem der Kurs zunächst seine Talfahrt bis auf 73 Euro fortgesetzt hatte. Dann griffen offensichtlich Schnäppchenjäger zu, hieß es im Handel. Ausgelöst worden war die Talfahrt von einer Analyse, in der vor dem Auftreten von Konkurrenz aus China auf dem Batteriemarkt gewarnt wurde. Die Varta-Aktie hatte 2019 zu den absoluten Kursraketen in Deutschland gezählt mit einem Anstieg von knapp 25 auf zeitweise 125 Euro.

Unter Druck geraten sind Salzgitter mit einer Abschreibung über 200 Millionen Euro. Der Kurs fiel um 11,8 Prozent. Die Abschreibung ist zwar nicht liquiditätswirksam, belastet aber die Eigenkapitalquote.

Capgemini stiegen um 2,1 Prozent. Der französische Technologie-Konzern hat das Gebot für Altran zwar erhöht, aber lediglich um 50 Cent auf 14,50 Euro.

(Quelle: finanzen.net)

Schreibe einen Kommentar