Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 15. März 2019

Freitag, 15 März 2019 04:14
Publiziert in Wirtschaft
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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 15. März 2019 Indizes vom 14.03.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. An Europas Börsen ging es am Donnerstag mit den Kursen weiter nach oben. Der Brexit war weiter das Hauptthema. Das Votum vom Vorabend gegen einen ungeregelten Brexit wurde zwar tendenziell positiv gewertet, das Abstimmungsergebnis ist aber nicht rechtsverbindlich und außerdem ist damit weiter nicht klar, wie und wann der Brexit vonstatten gehen soll.

Der DAX gewann leicht 0,1 Prozent auf 11.587. Der Euro-Stoxx-50 stieg deutlich kräftiger um 0,6 Prozent auf 3.342. Bei 3.349,85 wurde sogar ein neues Jahreshoch markiert, was neue Käufer anlockte. Am Abend soll nun über einen Antrag zur Verschiebung des Austrittstermins abgestimmt werden. Ob die EU einer Verlängerung zustimmen wird und unter welchen Umständen, bleibt abzuwarten. Beim Pfund machte sich nach dessen Höhenflug am Vortag etwas Ernüchterung breit, sein Kurs fiel zum Dollar wieder etwas zurück. Etwas belastend für die Stimmung, vor allem im DAX, wirkte ein Bloomberg-Bericht, laut dem das geplante Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit seinem chinesischen Gegenpart Xi Jinping bis mindestens April verschoben werden soll. Das spricht dafür, dass es bei den US-chinesischen Handelsgesprächen offenbar noch einige Hürden zu überwinden gilt.

Bei Lufthansa steigen die Treibstoffkosten Lufthansa gaben um 6,3 Prozent nach, nachdem die Fluglinie die Erwartung an die Treibstoffkosten deutlich erhöht hatte. Der Markt hatte mit einer besseren Absicherung dieser Kostenkomponente gerechnet. Zudem zeuge der Margenausblick von Unsicherheit, so Händler. Nach anfänglicher Schwäche drehten RWE ins Plus und gewannen 1,8 Prozent. Ein Händler verwies auf optimistische Aussagen zu den Energiepreisen. Lanxess gaben nach Zahlen 3 Prozent nach. "Der Ausblick liegt unter den Erwartungen", sagte ein Marktteilnehmer. Nach Einschätzung der Citigroup könnten die Konsensschätzungen für 2019 nach unten angepasst werden. Adidas machten derweil die Verluste vom Vortag mehr als wett und gewannen 3,3 Prozent. Wirecard setzten die volatile Berg- und Talfahrt fort und verloren 3 Prozent. Sixt Leasing knickten um 10,3 Prozent ein, nachdem das Unternehmen die Prognosen gesenkt hatte.

Sowohl für das erste Halbjahr als auch für die kommenden Jahre ist Sixt Leasing nun pessimistischer. Gefeiert wurden dagegen die Zahlen von Wacker Neuson. Der Kurs des Baumaschinenherstellers stieg um 12,6 Prozent. Wacker Neuson konnte nicht nur den Umsatz, sondern auch die Margen deutlich steigern. Gerade erst hatte das Unternehmen eine Sonderdividende angekündigt, worauf der Kurs schon positiv reagiert hatte. Nachrichten aus dem Rüstungssektor bleiben positiv Eine weitere positive Überraschung im Rüstungsgeschäft lieferte - nach Rheinmetall am Vortag - die italienische Leonardo (ehemals Finmeccanica). Margen, Auftragseingänge und Ausblick sind auf einen starken Wachstumskurs abgestellt. Die Rüstungsindustrie befinde sich im Superzyklus, kommentierten Marktbeobachter. Entsprechend sprang der Kurs um 13,2 Prozent an. K+S verteuerten sich um 10,1 Prozent. Zum einen sei das vierte Quartal sehr gut verlaufen und zum anderen gehe der Ausblick in die richtige Richtung, sagten Börsianer. K+S rechne immerhin mit dem ersten positiven freien Cashflow seit 2013. Gea legten um 11 Prozent zu. Hier hofft man auf eine Trendwende. Nach unzähligen Gewinnwarnungen hat Gea nun überraschend die Prognose erhöht. Daneben teilte Gea mit, dass der eigentlich bis Ende 2021 bestellte Vorstand Niels Erik Olsen zurücktritt. Kapitalerhöhung bei Mologen drückt weiter Beim französischen Einzelhändler Casino Guichard ist der Nettogewinn deutlich zurückgegangen, der Ausblick wurde jedoch bestätigt. Die Aktie gab dennoch um 3 Prozent nach. Nach Zahlen ging es für Lagardere um 8 Prozent nach oben. Eine angekündigte Kapitalerhöhung setzte Mologen weiter unter Druck. Der Kurs knickte um 12,8 Prozent ein, nachdem er bereits am Vortag bereits massiv verloren hatte. Am Mittwoch hatte außerdem die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) ihre Liste der 50 größten Kapitalvernichter am deutschen Aktienmarkt vorgestellt. Hier stand das Biotechnologieunternehmen ganz oben mit einem Jahresminus 2018 von 85 Prozent und von 96 Prozent auf Fünfjahressicht.

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