Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 16.April 2019

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 16.April 2019 Indizes vom 15.04.2019 (C) finanzen.net

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 16.April 2019

FRANKFURT/MAIN. Die Aktienmärkte in Europa starteten kaum verändert in die Karwoche. Die Nachrichtenlage war vergleichsweise dünn. Von den US-chinesischen Handelsgesprächen gab es nichts Neues und der Brexit ist seit der Verschiebung in den Herbst aus den Medien verschwunden. Impulse von der Berichtssaison sind noch schwach: Nachdem JP Morgan am Freitag überzeugt hatte, lieferten die Zahlen von Goldman Sachs nun ein Verkaufsargument. Damit gab der Bankensektor in Europa einen Teil der zuvor gesehenen Gewinne ab und schloss 0,4 Prozent im Plus.

Den Tag beendete der DAX mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent bei 12.020 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 schloss mit 3.450 Punkten nur knapp in positivem Terrain. Am Mittag notierte er mit 3.456 Punkten kurz auf Jahreshoch.

Von dem möglichen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank gab es über das Wochenende kaum Neues. Das Bundesfinanzministerium wehrte sich gegen den Anschein, Deutsche Bank und Commerzbank in eine Fusion zu zwingen. "Ein starker Bankensektor ist in unserem volkswirtschaftlichen Interesse. Dafür setzen wir uns ein. Das bedeutet nicht, dass wir Fusionen treiben", sagte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Deutsche Bank gewannen 0,4 Prozent, Commerzbank 1,3 Prozent. 

Werbung im Blick 

 

Im Blick stand Publicis. Die organische Umsatzentwicklung fiel mit einem Rückgang von 1,6 Prozent zwar schwach aus. Allerdings hatten Analysten bereits vor einem schwachen Quartal gewarnt. Daneben hat der französische Werberiese die Übernahme des Datenanalyseanbieters Epsilon für rund 4,5 Milliarden Dollar bekannt gegeben.

Nach einem positiven Steuereffekt beträgt der Kaufpreis 3,95 Milliarden Dollar und sieht nach Aussage der Liberum-Analysten besonders in finanzieller Hinsicht gut aus. Dies entspreche dem 8,2-fachen des bereinigten EBITDA 2018. Dass es in Presseberichten zuvor Schätzungen von 5 Milliarden Dollar gegeben habe, könne ein Indiz dafür sein, dass das Interesse durch Wettbewerber nicht allzu groß gewesen sei. Publicis gewannen 1 Prozent. 

Der Medienriese Vivendi hat ebenfalls erste Quartalsumsätze vorgelegt. Die Erlöse lagen bei 3,46 Milliarden Euro und damit über der Marktschätzung von 3,36 Milliarden. Die von Vivendi im ersten Quartal geschlagenen Prognosen gehen nach Ansicht der UBS vor allem zurück auf die besonders starke Entwicklung der Musiksparte UMG. Canal+ habe unter den Erwartungen gelegen und Havas die Erwartungen leicht übertroffen. Für die Aktie ging es um 0,3 Prozent nach oben. 

IWG haussierten mit Verkauf von Vermögenswerten 

Positiv wurde an der Börse gewertet, dass der britische Büroflächenvermieter IWG sein Geschäft in Japan für 320 Millionen Pfund an die TKP Group verkauft. "Der Schritt kommt schnell", hieß es von den Analysten von Peel Hunt. Dabei stellten sie heraus, dass der verkaufte Bereich für 11 Prozent des Unternehmenswertes stehe, aber nur 4 Prozent zum EBITDA beigetragen habe. Die Analysten erwarten weitere Verkäufe und eine stärkere Fokussierung auf das Kerngeschäft. Infolge der Erlöse rechnen die Analysten mit einer Sonderdividende oder aber einem Aktienrückkauf. Sie hoben das Kursziel für die Kaufempfehlung auf 400 Pence an, die Aktie legte in London um 21 Prozent auf 334 Pence zu. 

Für die Aktie des französischen Versorgers EDF ging es um 3 Prozent nach oben. Den Grund lieferte ein Bericht in der Zeitung Le Parisien, dass der französische Staat als Großaktionär darüber nachdenke, die freien Aktionäre herauszukaufen. Dabei könnte das Gebot rund 20 Prozent über dem aktuellen Kurs liegen. Es wird erwartet, dass der Aufsichtsrat im Mai über diese Option diskutiert. Bei der aktuellen Bewertung bietet EDF aus Sicht der Jefferies-Analysten ein attraktives Investment. 

Als insgesamt gut wurden die 2018er Jahreszahlen von Bauer bewertet. Vor allem der Margenanstieg des Baumaschinenherstellers werde positiv aufgenommen, hieß es. Während die Umsatzerlöse leicht zurückgingen, wurde das EBIT um 11,7 Prozent gesteigert. Auch der Auftragsbestand legte weiter zu. Daher äußerte sich Bauer auch in der Jahresprognose 2019 optimistisch und kündigte ein Nachsteuerergebnis deutlich über Vorjahr an. Bauer gewannen 1,6 Prozent.

(Quelle.finanzen.net)

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