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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 16. Februar 2019

Samstag, 16 Februar 2019 04:19
Publiziert in Wirtschaft
veröffentlicht von
Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 16. Februar 2019 Indizes vom 15.02.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Europas Börsen sind am Freitag mit kräftigen Kursgewinnen ins Wochenende gegangen. Stützend wirkte ein besserer Empire State Index aus den USA. Dieser lag im Februar bei 8,8, die Prognose nur bei 7,0. Eine schwache US-Industrieproduktion wurde dagegen ignoriert. Auch die Hoffnung auf einen positiven Verlauf der Handelsgespräche zwischen China und den USA half. Daneben wirkte der kleine Verfall auf Indizes, der am Mittag stattfand, nicht länger als Bremsklotz an den Börsen. 

Der DAX stieg 1,9 Prozent auf 11.300 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 1,8 Prozent auf 3.241 nach oben. Positiv bei den Handelsgesprächen wurde gewertet, dass der chinesische Präsident Xi Jinping die amerikanische Handelsdelegation getroffen hat, genauso wie die Ankündigung, dass die ursprünglich auf zwei Tage angesetzten Verhandlungen in der kommenden Woche fortgesetzt werden sollen. In der US-Innenpolitik scheint daneben eine erneute Haushaltssperre erst einmal vom Tisch zu sein. 

 

 

 

Gespanntes Warten auf Erklärung aus China 

Die Verhandlungsführer Chinas und der USA arbeiten offenbar an einer gemeinsamen Erklärung, so Insider. Die Erklärung wird voraussichtlich Fragen im Zusammenhang mit Pekings Angeboten zum Kauf von mehr amerikanischen Waren und Dienstleistungen behandeln. Zudem dürfte es um eine schnellere Marktöffnung Chinas in Bereichen wie Finanzdienstleistungen und Produktion gehen und besseren Schutz von geistigen Eigentumsrechten der USA. 

 

Nach Zahlen, die sich im Rahmen der Erwartungen bewegten, ging es für die Allianz-Aktie um 3,2 Prozent nach oben. Stützend wirkte vor allem die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms im Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Die neue Prognose für den operativen Gewinn 2019 bewegt sich nach Einschätzung der Analysten der Citigroup im Rahmen der Erwartung.

Sonderdividende stützt RBS 

Royal Bank of Scotland (RBS) stiegen nach Geschäftszahlen um 2,4 Prozent. Der Gewinn ist mit 286 Millionen Pfund laut Davy deutlich über der Konsensschätzung von 80 Millionen Pfund ausgefallen. Das habe aber vor allem an geringeren Impairment-Kosten gelegen. Stützend dürfte vor allem die Ankündigung einer Sonderdividende von 7,5 Pence gewirkt haben, die zusätzlich zur regulären Dividende von 3,5 Pence ausgezahlt werden soll. 

Für Scout24 ging es um 10,9 Prozent nach oben auf 46 Euro. Hier trieb ein Übernahmeangebot von Hellman & Friedman sowie Blackstone über 46 Euro je Aktie, das von Scout24 auch begrüßt wurde. Ein früheres Gebot in Höhe von 43,50 Euro je Aktie hatte das Unternehmen noch abgelehnt. 

Commerzbank profitierten etwas von der Nachricht, dass die EZB die Kapitalanforderungen für die Bank gesenkt hat. So wurde die Pillar-2-Anforderung um 0,25 Punkte auf 2 Prozent gesenkt. Auch hat die deutsche Aufsicht wegen eines erfolgreichen Risiko- und Bilanzabbaus bei der Bank zunächst davon abgesehen, den Kapitalpuffer für systemrelevante Institute auf 1,5 Prozent von 1 Prozent zu erhöhen. Commerzbank gewannen 5,5 Prozent, wobei der Sektor insgesamt gesucht war. So gewannen Deutsche Bank 4,6 Prozent, der Sektor 2,7 Prozent. 

Medienunternehmen Vivendi und TF1 überraschen positiv 

In Paris sprangen Vivendi um 5,6 Prozent nach oben. Die Geschäftszahlen enthielten keine negativen Überraschungen. Positive Fantasie schürte, dass der zum Verkauf stehende Streaming-Dienst UMG ein sehr gutes viertes Quartal abgeliefert hat. Die Aktien der französischen Senderkette TF1 legten um 2,2 Prozent zu, nach ebenfalls gut ausgefallenen Geschäftszahlen. Im MDAX stiegen Prosieben um 1,6 Prozent, RTL gewannen 1 Prozent. 

Kein gutes Haar ließen die Citi-Analysten an den Zahlen von Eutelsat. So kamen die Umsätze im zweiten Quartal deutlicher zurück als erwartet. Zu dem Minus trugen alle drei Geschäftsbereiche bei. Auch beim EBITDA schrammte das Unternehmen im ersten Halbjahr knapp an der Markterwartung vorbei. Damit benötige das Unternehmen nun ein gutes zweiten Halbjahr, um das Jahresziel noch zu erreichen. In Paris ging es für die Aktie um 6 Prozent nach unten.

(Quelle: finanzen.net)

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