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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 16. März 2019

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 16. März 2019 Indizes vom 15.03.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Nach einem volatilen Verlauf haben Europas Börsen am Freitag fester geschlossen. Geprägt wurde das Geschehen vom großen Verfall von Futures und Optionen auf Indizes und Einzelwerte. Dieser wirkte kurstreibend, wenn auch am Nachmittag vereinzelt Gewinnmitnahmen einsetzten. Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 11.686 Punkte, er hatte bei 11.725,66 ein neues Jahreshoch markiert. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 1,3 Prozent auf 3.386 nach oben - das neue Hoch lag hier bei 3.394,32 Punkten.

Neben dem Verfall standen laut Thomas Altmann von QC Partners weiterhin der Brexit und die chinesisch-amerikanischen Handelsgespräche im Blick: "Die Börsianer hoffen jetzt auf eine Annahme von Theresa Mays Brexit-Deal im dritten Votum", sagte der Vermögensverwalter. Von den noch auf dem Tisch liegenden Optionen sei der geordnete Austritt gemäß Mays Brexit Deal die beste Option für Wirtschaft und Börse. Eine Handelsvereinbarung zwischen China und den USA könne immer noch platzen, mit dann negativen Folgen für die Märkte, warnte er.

Das britische Parlament hat am Donnerstagabend wie erwartet für eine Verzögerung des Brexit-Austrittstermins gestimmt. Dem muss Brüssel aber noch zustimmen. Premierministerin Theresa May will den mit Brüssel ausgehandelten Austrittsvertrag, den die Abgeordneten bereits zweimal ablehnten, nun bis kommenden Mittwoch erneut im Unterhaus zur Abstimmung stellen. Am Donnerstag und Freitag kommender Woche findet der nächste EU-Gipfel statt. 

Wirecard brechen nach Citigroup-Studie ein 

 

Wirecard verloren 8,8 Prozent auf 105,00 Euro. Die Aktie wurde von Citi-Research zum Verkauf gestellt worden. Die Analysten haben das Kursziel für die Aktie des Bezahldienstleisters, der seit Wochen mit Vorwürfen über fragwürdige Bilanzpraktiken konfrontiert wird, auf 100 von 144 Euro stark gesenkt. Hinzu kamen Presseberichte, wonach Behörden in Singapur nun auch das Wirecard-Geschäft in Indien überprüfen sollen.

Andere Technologiewerte waren gesucht: SAP gewannen 2,4 Prozent und Infineon 4 Prozent. Neben dem Verfall spielte hier Charttechnik eine Rolle. Für Chipwerte positiv war zudem ein optimistischer Sektor-Ausblick von Broadcom. STMicroelectronics gewannen an der Pariser Börse 5 Prozent. 

BMW schlossen nach Veröffentlichung gemischter Geschäftszahlen mit leichten Aufschlägen von 0,4 Prozent. Die Ergebnisse sind zwar laut Citigroup über den Schätzungen ausgefallen, allerdings gäben die Senkung der Dividende sowie der schwache Cashflow im vierten Quartal Anlass zur Sorge. 

Um 4,9 Prozent nach unten ging es für Hennes & Mauritz (H&M) in Stockholm. Die vorgelegten Geschäftszahlen lägen zwar nur etwas unter der Erwartung, jedoch bewerte der Markt die Zahlen von H&M oft nur relativ zu denen von Inditex, hieß es im Handel. Zudem hätten H&M an den Vortagen stärker zugelegt. Daher sei wieder zurück in Inditex umgeschichtet worden, die um 3,6 Prozent stiegen und die am Mittwoch nach Vorlage eigener Geschäftszahlen stark zurückgefallen waren. 

Juventus freuen sich über Viertelfinalauslosung 

Die Aktien des italienischen Fußballmeisters Juventus Turin zogen nach der Viertelfinalauslosung in der europäischen Champions League um 1,8 Prozent an. Dem Klub aus der italienischen Serie A wurde Ajax Amsterdam in der Runde der besten acht europäischen Vereinsmannschaften zugelost. Händler erklärten den Kursanstieg damit, dass Anleger die Italiener gegen die Niederländer als klaren Favoriten ansehen. 

Deutlich besser als befürchtet fielen die Zahlen von Shop Apotheke Europe aus. "Die Aktie ist in den letzten Monaten vom Radarschirm vieler Anleger verschwunden und könnte jetzt wieder dazugekauft werden", sagte ein Händler. Für Shop-Apotheke ging es rund 6 Prozent nach oben. 

Am Abend werden die Indizes angepasst. In Deutschland sind der MDAX und der SDAX davon betroffen. Neu in den MDAX kommen Dialog Semiconductor und Knorr-Bremse, während Salzgitter und Schaeffler in den SDAX absteigen. In den SDAX aufsteigen werden Adva Optical, Amadeus Fire, Baywa und Varta. Entnommen werden Medigene, Tele Columbus, DMG Mori und VTG. Aus dem Stoxx-600 fallen Software AG heraus.

(Quelle:finanzen.net)

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