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Börsen-und Wirtschaftsnachrichten vom 17. Oktober 2018

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Börsen-und Wirtschaftsnachrichten vom 17. Oktober 2018 Indizes vom 16.10.2018 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die Erholung an Europas Börsen setzte sich am Dienstag fort. Im Handel war von Shorteindeckungen die Rede, vereinzelt seien auch bei ausgewählten Titeln auch Schnäppchenjäger unterwegs gewesen. Daneben verwies QC Partners auf den bisher ordentlichen Verlauf der US-Berichtssaison. Negative Überraschungen seien bislang im Wesentlichen ausgeblieben - das verbessere die Stimmung. Sowohl Goldman Sachs als auch Morgan Stanley haben am Dienstag mit ihren Zahlen die Erwartungen übertroffen. Ein schwacher ZEW-Index wurde weitgehend ignoriert. Der DAX gewann 1,4 Prozent auf 11.777 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 1,5 Prozent auf 3.257 Punkte zu.

Tesco standen mit Abgaben von 3,4 Prozent gegen den Trend stark unter Druck. Grund waren die jüngsten Kantar-Zahlen: Laut diesen ist der Marktanteil des Einzelhändlers in Großbritannien in den 12 Wochen bis zum 7. Oktober um 0,6 Prozentpunkte auf 27,4 Prozent gesunken. Der Anteil von Sainsbury (minus 1 Prozent) ging um 0,4 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent zurück. Marks & Spencer gaben um 2,3 Prozent nach. Die etablierten Einzelhändler leiden unter dem Druck der Discounter sowie der zunehmenden Bedeutung des Online-Handels. Für Ocado ging es denn auch um 5,5 Prozent nach oben - der Online-Retailer konnte seinen Marktanteil leicht ausbauen.

Auch Volvo hat ein Emissionsproblem 

Volvo fielen um 4,4 Prozent, nachdem der Lkw-Hersteller eingeräumt hatte, dass er einen Fehler bei einer Motorkomponente gefunden hat, die die Emissionen kontrolliert. Als Folge könnten die Motoren die Emissionsgrenzwerte für Stickoxide überschreiten. Der Hersteller von Lastwagen, Bussen und Baumaschinen erklärte weiter, die meisten der betroffenen Motoren seien in Nordamerika und Europa verkauft worden. "Die Kosten für die Behebung des Problems könnten mehrere Millionen Kronen betragen", schätzte Michael Hewson, Aktienstratege bei CMC Markets. 

 

Die Aktie von Tomtom sackte um 16,4 Prozent ab. Zwar hat das niederländische Unternehmen den Ausblick nach oben genommen, zugleich allerdings berichtet, dass ein Vertrag mit Volvo beendet wurde. Dies wird an der Börse negativ gewertet.

Der britische Tabakriese British American Tobacco ruderte bei den erwarteten Umsätzen im Bereich Next Generation Products leicht zurück. Zu dieser Produktreihe zählen beispielsweise Tabak-Verdampfer oder E-Zigaretten. In der Produktkategorie rechnet das Unternehmen jetzt mit einem Umsatz von 900 Millionen Pfund nach zuvor einer Milliarde Pfund. BAT fielen in London um 4,6 Prozent. 

VW steigen trotz Audi-Strafe 

Die VW-Aktie gewann 2,1 Prozent. Der Konzern muss in Deutschland wegen des Dieselskandals eine weitere Millionenstrafe zahlen. Das Bußgeld von insgesamt 800 Millionen Euro wurde gegen die Premiumtochter Audi wegen nicht den Vorgaben entsprechender Dieselmotoren verhängt. Die Analysten von Evercore stuften die Strafe aber als überschaubar ein. Positiv sei, dass das Prozessrisiko damit etwas gesunken sei. 

Techwerte erholten sich: So gewannen Infineon 4,5 Prozent und waren Tagesgewinner im DAX, für SAP-Aktien ging es immerhin um 3 Prozent nach oben. Europaweit gewannen Techwerte 3,3 Prozent. Elmos machten einen Satz von 16,7 Prozent. Wegen der starken Entwicklung im dritten Quartal hat Elmos Semiconductor die Prognose für die EBIT-Marge im laufenden Jahr kräftig auf 17 bis 19 Prozent erhöht. Bislang waren 13 bis 17 Prozent veranschlagt. 

Talanx senkt die Prognose 

Nach Senkung der Prognosen ging es für Talanx um 5,1 Prozent nach unten. "Die Gewinnwarnungkommt nicht ganz überraschend", sagte ein Aktienhändler. Denn bereits im zweiten Quartal habe das Industriegeschäft mit einem Anstieg bei der Combined Ratio für negative Schlagzeilen gesorgt. Nach einer unverändert zu hohen Großschadensbelastung in der Industrieversicherung erwartet der Versicherer nun 2018 ein Konzernergebnis von rund 700 Millionen Euro nach 850 Millionen Euro zuvor. Noch liegt der Konsens der Analysten mit 862 Millionen Euro deutlich darüber. 

Daneben sorgten Analystenaussagen für Kursbewegungen. Für die Aktie von Wacker Chemie ging es um 3,3 Prozent abwärts. JP Morgan hat den Wert nach Angaben von Händlern auf "Underweight" gesenkt. Dagegen rückten Siltronic um 5,9 Prozent vor. Das Analysehaus Oddo Seydler hat die Aktie mit "Buy" gestartet. Kion sprangen um 9,3 Prozent nach oben, nachdem die UBS die Aktie auf "Kaufen" erhöht hatte. Die Drägerwerk-Aktie setzte die Abgaben vom Vortag fort. Nach der Gewinnwarnung folgten nun Kurszielsenkungen von Analysten. Die Titel fielen um weitere 3,5 Prozent.

(Quelle: finanzen.net)

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