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Börsen-und Wirtschaftsnachrichten vom 18. September 2019

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Indizes vom 16.09.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 16.09.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. An den europäischen Aktienmärkten hat sich am Dienstag keine einheitliche Tendenz durchgesetzt. DAX und Euro-Stoxx-50 traten auf der Stelle: Der DAX gab um 0,1 Prozent auf 12.373 Punkte nach, der Euro-Stoxx-50 zog geringfügig um 0,1 Prozent auf 3.521 Punkte an. "Das Warten auf die US-Notenbank lähmt den Handel", so ein Marktteilnehmer. Dabei handelten die Marktteilnehmer den Trend der Vorwoche zurück: Das Geld floss nun wieder in konjunkturunabhängige Aktien, Zykliker und Banken litten dagegen unter Gewinnmitnahmen.

Unter Druck gerieten auch die Ölwerte, deren Index um 0,8 Prozent zurückging. Die Ölpreise fielen um etwa 5 Prozent zurück, als bekannt wurde, dass Saudi-Arabien die Produktion innerhalb von zwei bis drei Wochen normalisieren will. 

In Europa zogen die Indizes der Versorger, der Nahrungsmittel- und Getränkehersteller sowie der Pharmakonzerne um ein halbes bis ein Prozent an, auch Immobilien-Aktien tendierten fest. Die Aktien der Hersteller von Konsumgütern für den täglichen Bedarf sowie Technologietitel legten ebenfalls etwas zu.

Dagegen litten die in der vergangenen Woche gesuchten zyklischen Aktien unter Gewinnmitnahmen: Der Stoxx-Index der Autoaktien fiel um 1,2 Prozent, der Index der Banken um 2 Prozent und der Index der Rohstoff-Titel um 1,7 Prozent.

Im DAX gaben Deutsche Bank 2,5 Prozent ab, Heidelbergcement 2,4 Prozent, Covestro 2,3 Prozent und BASF 2,1 Prozent. Auf der Gewinnerseite stiegen SAP und RWE um je 1,7 Prozent, Beiersdorf zogen um 1,9 Prozent an. Größter DAX-Gewinner waren die Aktien der Immobiliengesellschaft Vonovia mit einem Plus von 2,6 Prozent.

Fiskalpolitische Impulse und großer Zinsschritt für Umdenken nötig

Der Trend der vergangenen Woche aus defensiven Wachstumstiteln in konjunkturabhängige Aktien wurde auch von der neuen Umfrage von Merrill Lynch (ML) unter den internationalen Fondsmanagern noch nicht bestätigt. Die Fondsmanager setzten demnach im September weiter auf Aktien, die in einem Umfeld langsamen Wachstums und niedriger Zinsen outperformen.

Für ein Umdenken seien fiskalpolitische Impulse nötig: aus Deutschland und aus China, fordern die Fondsmanager. Und zusätzlich käme bei ihnen eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed um 50 Basispunkte gut an.

Die zweitägige Sitzung der Fed startete am Dienstag, am Mittwoch nach Handelsschluss in Europa wird das Ergebnis präsentiert. An der Börse wird aber nur mit einer Senkung der Leitzinsen um 25 Basispunkte gerechnet, und das auch nur, weil der Handelsstreit zwischen den USA und China die globalen Wirtschaftsaussichten eintrübt. "Entscheidend für die Börsen wird der Zinsausblick", erwartet Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners.

Die Rendite der zehnjährigen Treasurys zeigte sich im Vorfeld der Fed-Sitzung volatil. Die Bundesanleihen mit vergleichbarer Laufzeit notierten kaum verändert, der Euro erholte sich etwas auf 1,1060 Dollar.

Platzierung belastet Zalando

Gedrückt durch eine Platzierung tendierte die Aktie des Online-Modehändlers Zalando fast 10 Prozent schwächer. Mit 41 Euro notierte die Aktie deutlich unter dem Platzierungspreis von vermutlich 42,50 Euro. Seit Jahresbeginn liegt sie aber immer noch gut 80 Prozent im Plus. Der schwedische Großaktionär Kinnevik verkaufte am Vorabend 13,13 Millionen Aktien.

Instone hebt Prognosen an

Gute Nachrichten kamen aus dem Immobiliensektor. Dort hat die Instone Real Estate Group die Prognosen für den 2019er Umsatz und das operative Ergebnis deutlich angehoben. Der Vorstand geht nun von bereinigten Umsatzerlösen zwischen 700 und 750 nach zuvor 500 bis 550 Millionen Euro und einem bereinigten Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern zwischen 110 und 125 nach zuvor 85 bis 100 Millionen Euro aus. Für die Aktie ging es um knapp 6 Prozent nach oben.

ADO Properties stiegen um 5,4 Prozent. Positiv wurde gesehen, dass das Immobilienunternehmen über den möglichen Verkauf von rund 5.800 Wohneinheiten sowie zugehörigen Gewerbeeinheiten und Stellplätzen verhandelt.

Compugroup erholten sich um 5,2 Prozent. Das TecDAX-Unternehmen will vom 18. September bis zum 20. März Aktien im Wert von aktuell 48,4 Millionen Euro zurückkaufen.

 

(Quelle: finanzen.net)

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