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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 19. Oktober 2018

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 19. Oktober 2018 Indizes vom 18.10.2018 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. An den Börsen in Europa ging es am Donnerstag weiter nach unten. Bislang kann die Berichtssaison in Europa und vor allem in Deutschland nicht überzeugen. Nachdem am Vortag Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) enttäuscht hatten, hat nun Heidelbergcement mit einer Gewinnwarnung für die nächste negative Überraschung gesorgt. Aber auch die Quartalszahlen von SAP konnten nicht auf ganzer Linie überzeugen. Dazu kamen die erneuten Abgaben an der Wall Street. Der DAX schloss 1,1 Prozent tiefer bei 11.589 Punkten, der Euro-Stoxx-50 gab um 1,0 Prozent auf 3.212 Punkte nach.

Tagesverlierer im DAX waren Heidelbergcement. Die Aktie sackte um 8,6 Prozent ab, nachdem der Baustoff-Hersteller seine Prognose für das operative Ergebnis gesenkt hat. Grund sind höhere Energiekosten. Für die Analysten von Davy kommt die Warnung zwar nicht ganz überraschend, allerdings sei das Ausmaß größer als gedacht. Bryan Garnier geht davon aus, dass die Konsenserwartungen noch nicht in ausreichendem Umfang gesunken sind, so dass mit weiterem Druck auf den Kurs zu rechnen sei. 

 

 

Besser lief es in der vierten Reihe beim Anbieter ökologischer Bauprodukte, Steico. Er hat Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten deutlich gesteigert. Die Aktie stieg um 18,2 Prozent. 

 

Für SAP ging es nach der Zahlenvorlage um 5,9 Prozent nach unten. Das deutsche Technologieschwergewicht hat mit seinen Drittquartalszahlen bei der operativen Marge die Erwartungen nicht erfüllen können. Der leichten Anhebung des Ausblicks wurde keine große Bedeutung beigemessen. Bei Linde rankten sich dagegen Spekulationen um Fortschritte bei der Fusion mit Praxair. Für die Aktie ging es um 2,7 Prozent nach oben.

Spanische Banken nach Gerichtsurteil unter Druck 

Für die Aktien der spanischen Banken ging es deutlicher nach unten. So verloren Bankia 5,1 Prozent, Caixabank 4,5 Prozent, Sabadell 6,7 Prozent und Santander 2,9 Prozent. Nach Aussage eines Marktteilnehmers belastet ein Urteil des spanischen Verfassungsgerichts, dass die jeweiligen Banken, und nicht deren Kunden, bestimmte Steuern im Zusammenhang mit Immobilienkrediten zahlen müssen. 

Jefferies zufolge ist es derzeit unklar, ob gegen das Urteil Berufung eingelegt werden kann - möglicherweise vor europäischen Gerichten -, oder ob die Entscheidung rückwirkend Zahlungen der Banken erzwingt. Die potenzielle Belastung der Gewinne könnte nach Einschätzung von Jefferies die spanischen Banken zu Anpassungen ihrer Kreditpreise veranlassen. 

Hoffnung auf Trendwende treibt Carrefour 

Der Kurs von Carrefour reagierte sehr positiv auf die Bekanntgabe von Umsatzzahlen und stieg um 9,3 Prozent. Analysten sehen erste Anzeichen für eine positive Trendwende bei dem Einzelhändler und hoben hervor, dass Carrefour mit seinem Kostensenkungsprogramm auf Kurs ist. 

Unilever kamen um 0,8 Prozent zurück. Nach Einschätzung von Jefferies hat der Konzern die Erwartungen verfehlt. Bernstein beschreibt die Zahlen von Nestle als im Rahmen der Erwartungen liegend. Jedoch sei der Weggang des erfolgreichen Chefs für das Geschäft in der Region Asien-Ozeanien-Afrika eine Enttäuschung. Die nestle-Aktie gewann 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern Novartis blickt nach Umsatzzuwächsen im dritten Quartal etwas optimistischer auf das Gesamtjahr. Der Kurs gewann 1,9 Prozent. 

Für Ericsson ging es um 6,2 Prozent nach oben. Nach Einschätzung von Liberum sind sowohl Umsatz, die Bruttomarge, der operative Gewinn sowie der Gewinn je Aktie über den Schätzungen ausgefallen. Die Branche profitiere von Investitionen in den neuen 5G-Kommunikationsstandard. 

Negative Nachrichten von Autozulieferer SHW 

Unterschiedlicher konnten die Nachrichten aus dem deutschen Automobilsektor kaum sein. Das Geschäft beim Autovermieter Sixt (plus 12,6 Prozent) brummt, Autos werden häufiger gemietet und weniger gekauft. Nach guten Zahlen für das dritte Quartal hat das Unternehmen die Prognose angehoben. 

Auf der anderen Seite stuft der Autozulieferer SHW (minus 16,2 Prozent) die bisherigen Ziele für 2019 als nicht mehr erreichbar ein. Sowohl für den Umsatz als auch die operative Marge wurde die Prognose gesenkt.

(Quelle: finanzen.net)

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