Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 2. April 2019

Dienstag, 02 April 2019 05:23
Publiziert in Wirtschaft
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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 2. April 2019 Indizes vom 01.04.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN.Hoffnungen auf ein Ende der konjunkturellen Talfahrt haben zu Wochenbeginn auch die europäischen Börsen gestützt. Der DAX gewann 1,4 Prozent auf 11.682 Punkte, und der Euro-Stoxx-50 zog um 1,0 Prozent an auf 3.385 Punkte. Händler sprachen von einer China-Rally: Dort stieg der Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor im März auf den höchsten Stand seit sechs Monaten und zugleich wieder über die Expansionsschwelle von 50. Das trieb auch in Europa die konjunkturabhängigen Werte schnell nach oben. Ein starker US-Einkaufsmanager-Index rundete das Bild am Nachmittag ab.

Besonders stark im Markt lagen Aktien, die zuletzt noch unter der Sorge um eine Schwäche Chinas gelitten hatten. In Europa gewann der Stoxx-Branchenindex der Autoaktien 3,3 Prozent. Noch stärker im Markt lag nur der Index der Rohstoff-Aktien mit einem Plus von 3,6 Prozent. 

 
 

 

Im DAX sprangen Infineon um 4,6 Prozent nach oben. "Infineon müssen als Autozulieferer betrachtet werden und nicht als klassischer Chip-Wert", sagte ein Händler. Da Vorstandschef Ploss im Rahmen der Infineon-Warnung vergangene Woche besonders auf den beschleunigten Rückgang des Autoabsatzes in China im Februar als Problemquelle hingewiesen habe, trieben nun umgekehrt auch die Hoffnungen auf eine Erholung in China den Kurs. 

Entsprechend stark zeigten sich auch andere Autozulieferern wie Valeo und Faurecia, die um bis zu 6,9 Prozent stiegen. Continental legten um 5,2 Prozent zu. Thyssenkrupp standen sowohl als Stahl- als auch Automotive-Wert im Blick, der Kurs gewann 5,8 Prozent und war so der Tagesgewinner im DAX.

Chipwerte profitieren von Foxconn-Vorlage 

Eine starke Vorlage von Foxconn trieb Dialog Semiconductor und Siltronic auf Erholungskurs. Dialog gewannen 4,4 und Siltronic 6,0 Prozent. Foxconn stiegen in Taiwan um das Tageslimit von 10 Prozent und profitierten damit von den nachbörslichen Zahlen von Freitag. Foxconn ist Auftragsfertiger für Apple, von daher ist die Übertragbarkeit zum Beispiel zu Dialog laut Händlern stark. 

Auch STMicro lagen mit einem Plus von 4,3 Prozent sehr fest im Markt. Der Stoxx-Technologie-Index gewann 1,3 Prozent. 

Kurseinbruch bei Easyjet 

Ins Minus fielen die Aktien einiger Fluggesellschaften. Gegen den positiven Gesamtmarkt verloren die Aktien von Easyjet 9,7 Prozent und zogen auch andere Aktien der Reisebranche nach unten. Da Easyjet die eigene Zurückhaltung vor allem mit dem Brexit begründete, verloren besonders die englandlastigen Werte. Ryanair gaben 2,4 Prozent ab und Thomas Cook 5,5 Prozent. 

Wenig gefragt waren auch Aktien aus vergleichsweise konjunkturunabhängigen Branchen. So verlor der Stoxx-Index der europäischen Versorger 0,3 Prozent. Auch der Index der Nahrungsmittel-Werte schloss 0,3 Prozent im Minus. 

Dänische DSV übernimmt Panalpina für 4,6 Milliarden Franken 

Der dänische Logistikkonzern DSV hat sich mit der Schweizer Panalpina nach wochenlangem Ringen nun auf eine Übernahme im Volumen von 4,6 Milliarden Franken geeinigt. Die Dänen haben ihre Offerte für Panalpina erneut verbessert. Laut Panalpina ist jetzt auch die Ernst Göhner Stiftung bereit, dem Zusammengehen zuzustimmen. Im Gegensatz zu Cevian Capital und Artisan Partners hatte die Stiftung, die 46 Prozent der Panalpina-Aktien hält, eine Übernahme zunächst abgelehnt. Panalpina legten um 15 Prozent zu, DSV um 0,8 Prozent. 

Athen auf Jahreshoch - Banken sehr fest 

Die Börse in Athen hat neue Jahreshöchststände erklommen. Der ATHEX gewann 2,1 Prozent. Besonders stark gefragt waren Aktien der griechischen Banken. Hier gewannen Piraeus Bank 16,3 Prozent und National Bank of Greece 12,5 Prozent. Der griechische Staat will nach dem jüngsten Emissionserfolg nun wahrscheinlich eine weitere Anleihe am Markt platzieren. Die Rendite fünfjähriger Anleihen fiel auf 2,58 Prozent, damit lag sie wieder in der Nähe des jüngsten langjährigen Tiefststandes.

(Quelle: finanzen.net)

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