Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 2. März 2019

Samstag, 02 März 2019 06:06
Publiziert in Wirtschaft
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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 2. März 2019 Indizes vom 01.03.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Gute Wirtschaftsdaten aus China haben zum Wochenausklang die Börsen in Europa gestützt. Der Caixin-Einkaufsmanager-Index stieg im Februar auf 49,9 nach zuvor 48,3 und hat damit fast wieder die Expansionsschwelle von 50 Punkten erreicht. Ein schwächerer ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe aus den USA drückte dann aber am Nachmittag auf die Kurse. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 11.602 Punkten - bei 11.677 hatte er zuvor ein neues Jahreshoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,4 Prozent auf 3.312 Punkte - hier wurde bei 3.330 Punkten eine neue Jahresbestmarke erreicht.

In der Eurozone blieb der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Zweitlesung etwas über der Schätzung, er lag mit 49,3 im Februar aber noch unter der Expansionsschwelle. Die Blicke richten sich bereits auf die EZB-Sitzung in der kommenden Woche, auf der die Währungshüter angesichts der jüngsten Wachstums-Verlangsamung in der Eurozone neue Langfristtender (LTRO) bekannt geben könnten. 

 

 

Entspannung bei Air France-KLM 

Air France-KLM erholten sich nach dem jüngsten Abverkauf mit Aufschlägen von 5,4 Prozent deutlich. Die Aktie profitierte von einer Annäherung zwischen Frankreich und den Niederlanden. Die Finanzminister beider Länder haben erklärt, dass sie gemeinsam an einer Stärkung der Airline und deren Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wollen. Die Nachricht wurde von den Anlegern mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, nachdem die Niederlande vor wenigen Tagen völlig überraschend eine Beteiligung aufgebaut hatten, um ein Gegengewicht zum Einfluss des französischen Staats zu bilden. 

Für die Aktie des britischen Werbegiganten WPP ging es um 4,9 Prozent nach oben. Die Citigroup sprach von beruhigenden Viertquartalszahlen. Für Erleichterung sorgte vor allem der Ausblick. Das Unternehmen stellt ein organisches Wachstum von minus 1,5 bis minus 2 Prozent in Aussicht. Die Konsensprognose liegt bei minus 2 Prozent. Das deutet auf eine Stabilisierung des schwierigen Werbemarktes hin, was die Aktien auch der Wettbewerber antrieb: Publicis stiegen um 2,1 Prozent und Lagardere um 1,8 Prozent.

Starke Zahlen der italienischen Luxusmarke Moncler trieben den Sektor nach oben. Moncler sprangen in Mailand um 11,1 Prozent, Kering stiegen um 3,2 Prozent, LVMH um 1,5 Prozent, Ferragamo um 1,6 Prozent. Analysten hatten zuletzt Zweifel gehabt, ob Moncler den starken Wachstumspfad weiter aufrechterhalten könne. Dies sei nun erneut unter Beweis gestellt worden. Der Gewinn für 2018 lag deutlich über Erwartung und erfreut die Analysten. Dazu habe sich Moncler am Vortag in einem Analysten-Call auch zuversichtlich für 2019 geäußert. 

Rheinmetall-Zahlen kommen gut an 

Gegen den Trend verloren Linde 1,3 Prozent. Belastend wirkte hier ein schwächerer Ausblick für das fusionierte Unternehmen. Der Gaskonzern geht für 2019 von einem schwächeren Umsatzwachstum als im Vorjahr aus. Für Fresenius ging es nach der zuletzt guten Entwicklung um 1,2 Prozent nach unten. 

Die Zahlen von Rheinmetall wurden positiv bewertet. Während der Umsatz die Erwartungen getroffen hatte, lag der operative Gewinn deutlich darüber. "Das spricht für die Profitabilität des Unternehmens", sagte ein Händler. Der Kurs gewann 9,9 Prozent. 

Merck KGaA erhöhten sich um 1,9 Prozent. Versum hat sich weiter für die geplante Fusion mit Entegris ausgesprochen und lehnt eine Übernahme durch die Darmstädter ab. Im Handel hieß es, dass die Anleger offenbar nicht mehr an einen Bieterstreit für Versum glauben. 

Sixt schlossen mit einem Plus von 8,2 Prozent. Die neue Digitalstrategie des Unternehmen kam an der Börse gut an. Deutschlands größter Autovermieter geht künftig mit einer neuen Mobilitätsplattform an den Markt, mit der alle Angebote, also Autovermietung, Carsharing und Fahrdienste, in einer App angeboten werden. Beobachter sehen Sixt damit gegenüber anderen Anbietern der Branche mit einem Vorsprung.

(Quelle: finanzen.net)

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