Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 22. Februar 2018

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 22. Februar 2018 Indizes vom 21.02.2019 (C) finanzen.net

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 22. Februar 2018

FRANKFURT/MAIN. Die Börsen in Europa retteten am Donnerstag nach einem Jahreshoch am Mittag ein kleines Plus. Die Hoffnung auf einen Durchbruch bei den chinesisch-amerikanischen Handelsgesprächen stützte die Stimmung. Allerdings ist auch zu erkennen, dass nahe dem Jahreshoch die Luft so langsam dünner wird. Dies liegt unter anderem daran, dass nicht alle jüngsten Wirtschaftsdaten überzeugten.

So hat das Wachstum in der deutschen Wirtschaft im Februar insgesamt zugelegt. Allerdings kaschierte der Aufschwung im Servicesektor die beschleunigte Talfahrt in der Industrie. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone bleibt trotz einer leichten Beschleunigung im Februar gedämpft. In den USA hat sich die Lage der Industrie in der Region Philadelphia im Februar stark eingetrübt. Da halten die Anleger erst einmal ihr Geld beisammen. Für den DAX ging es um 0,2 Prozent auf 11.423 Punkte nach oben. Im Verlauf markierte der Index bei 11.454 Punkten ein Jahreshoch. Der Euro-Stoxx-50 legte um 0,1 Prozent auf 3.264 Punkte zu. 

 

 

Berichtssaison macht die Musik 

Am Aktienmarkt wirbelte die Berichtssaison die Kurse durcheinander. Starke Geschäftszahlen kamen von Bouygues, die Aktien des französischen Mischkonzerns gewannen nach einem überraschend guten vierten Quartal 3,6 Prozent. Barclays schlossen kaum verändert, die Kapitalquote sehe bei der britischen Bank besser aus als erwartet, hieß es. Vallourec haussierten um 24 Prozent, nach dem ersten positiven Cashflow seit 2015. Hier wurden viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, wie ein Blick auf die hohe Short-Quote in der Aktie belegt. 

Deutsche Telekom legten um 0,4 Prozent zu. Die Geschäftszahlen der Telekom lagen nahe an den Erwartungen, wobei der weiter steigende freie Cashflow positiv für die Dividendensicherheit gesehen wird. Für das vergangene Jahr wird die Dividende auf 70 Cent angehoben von 65 Cent. Besser läuft es bei dem spanischen Wettbewerber Telefonica. Der Kurs stieg um 1,2 Prozent. So habe Telefonica beim Betriebsergebnis, die Erwartungen klar geschlagen, hieß es am Markt.

Moeller-Maersk wiederum fielen nach enttäuschenden Zahlen um über 10 Prozent. Die Analysten von Berenberg sehen in dem 2019er Ausblick einen "Schock". 

Anleger glauben nicht an Juve-Sieg im Rückspiel 

An der Börse ist die Meinung eindeutig. Nach der 0 : 2 Niederlage gegen Atletico Madrid könnte bereits beim Rückspiel das Champions-League-Aus für Juventus Turin drohen. "Die Chancen für ein Weiterkommen der Madrilenen sind sehr gut", so ein Marktteilnehmer. Die Juventus-Aktie schloss 11 Prozent im Minus. 

Für die Aktie des britischen Versorgers Centrica ging es um knapp 12 Prozent nach unten. Analysten äußerten harsche Kritik an den 2018er Zahlen. So stellen die Analysten von Jefferies negativ heraus, dass der bereinigte Gewinn je Aktie sowohl den Unternehmensausblick wie den Marktkonsens nicht erreicht habe. Die Analysten der UBS verweisen darauf, dass der 2019er Cashflow unter Druck geraten werde. Die Analysten der Citi befürchten, dass die Dividende im kommenden Jahr in der Folge sinken dürfte. Alles in allem keine Argumente, die Aktie zu kaufen. 

Prognose von Siltronic könnte Branche belasten 

Nach der Gewinnwarnung von Siltronic (minus 8,9 Prozent) senkte die Credit Suisse die Umsatz- und EBIT-Schätzungen für 2019 und 2020. Die Analysten bleiben bei ihrer Einschätzung, dass der Kapazitätsaufbau schnell vonstatten gehe bei einer gleichzeitigen Nachfrageverlangsamung. Das berge das Risiko eines Überangebots und in der Folge einer Preiskorrektur für die Branche. 

Nach dem Verfehlen der eigenen Margenprognose im abgelaufenen Jahr lassen politische und wirtschaftliche Unsicherheiten sowie hauseigene Produktionsprobleme den Lkw-Zulieferer SAF-Holland (minus 7,6 Prozent) für 2019 vorsichtiger werden.

(Quelle:finanzen.net)

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