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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 23. Mai 2019

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Täglich aktuelle Börsennachrichten aus Frankfurt/Main (C) finanzen.net Täglich aktuelle Börsennachrichten aus Frankfurt/Main (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Bei einem insgesamt ruhigen Geschäft haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch kaum verändert geschlossen. Nachdem die Indizes am Mittag noch auf Tageshoch notierten, kamen sie im Verlauf unter Druck, um am Abend an die Nulllinie zurückzukehren. Nach dem Ende der Berichtssaison stehen mangels sonstiger Impulse vielfach Hauptversammlungen und damit die im Anschluss fällig werdenden Dividenden im Fokus. Am Abend könnte die US-Notenbank mit ihrem jüngsten Sitzungsprotokoll für frische Impulse sorgen. Der DAX schloss 0,2 Prozent höher bei 12.169 Punkten, der Euro-Stoxx-50 verabschiedete sich mit 3.387 Punkten kaum verändert aus dem Tag.

Am Devisenmarkt stand das Pfund unter Druck und fiel auf 1,2660 Dollar. Der jüngste Vorschlag des Brexit-Abkommens von Premierministerin Theresa May ist auf negative Resonanz und Ablehnung gestoßen, mithin dürfte er an der erwarteten neuerlichen Abstimmungsniederlage kaum etwas ändern. Auch nichts an der Einschätzung, dass das Risiko für einen harten Brexit zuletzt gestiegen ist.

Royal Mail mit starken Zahlen - Marks & Spencer leiden unter Kapitalerhöhung

Von starken Zahlen sprach ein Händler mit Blick auf Royal Mail. Dass die britische Post angekündigt hat, die Dividende für das Fiskaljahr 2020 zu senken und einen Fünfjahres-Turnaround-Plan gegen die sinkenden Gewinne aufgesetzt hat, könnte zwar einige Aktionäre enttäuschen, es könnte aber auch neue Interessenten anlocken, hieß es von Alliance Bernstein. Royal Mail schlossen 5 Prozent im Plus.

Für Marks & Spencer ging es dagegen um 9,4 Prozent nach unten. Neil Wilson von Markets.com zufolge hat der Einzelhändler erneut an vielen Fronten enttäuscht und das Gesamtjahresergebnis beruhige die Bedenken hinsichtlich des Restrukturierungsplans nicht. Nach Einschätzung des Analysten ist zudem der Einstieg bei Ocado teuer. Marks & Spencer hat dafür nun eine Kapitalerhöhung angekündigt, was ebenfalls auf den Kurs drückte.

Im SDAX gaben Ado Properties um 0,8 Prozent nach. Für die Analysten von Jefferies sind deutlich höhere Investitionen erforderlich, um das angestrebte Wachstum bei den Mieterträgen zu erreichen. Ado habe den vorsichtigen Jahresausblick bestätigt, der unter anderem eine niedrigere Gewinnmarge vorsehe aufgrund höherer Wartungs- und Betriebskosten.

Wirecard weiter auf dem Weg nach oben

Wirecard zogen um weitere 5,9 Prozent auf 158,85 Euro an. Mit dem ersten Anstieg über 150 Euro seit Anfang Februar hat die Aktie laut Marktteilnehmern den Chartausbruch bestätigt. Puma stiegen um 2,2 Prozent auf 558,00 Euro. Goldman Sachs hat hier das Kursziel angehoben von 606 auf 665 Euro, begründet mit den zuletzt starken Quartalszahlen. Dialog Semiconductor fielen dagegen um 4,2 Prozent zurück, nachdem das Bankhaus Lampe die Kaufempfehlung für das Papier zurückgezogen hat.

Die Deutsche Börse veranstaltete ihren Investorentag in London. Der Börsenbetreiber liegt bei den geplanten Kostensenkungen über dem eigenen Ziel, sagte Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer. Die Aktie stieg um 1,9 Prozent.

Commerzbank weiteten am Tag der Hauptversammlung die Verluste aus, der Kurs fiel um 3,1 Prozent. Laut CEO Martin Zielke gibt es auch von der ING kein Fusionsangebot. Damit verflüchtigt sich nun die Fusionsspekulation. Bereits zuvor waren die Spekulationen um eine Übernahme durch den Unicredit skeptisch beurteilt worden.

Bei der Daimler-Hauptversammlung übergibt der scheidende Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche sein Amt nach mehr als 13 Jahren an den bisherigen Entwicklungschef Ola Källenius. Investoren kritisierten dort die zuletzt schwache Entwicklung der Rendite und Aktie. "Sie haben das ramponierte Image des Sterns wieder auf Hochglanz poliert und mit der Kernmarke Mercedes-Benz die Krone im Premiumsegment zurückerobert", sagte Analyst Janne Werning von Union Investment. "Aus Aktionärssicht können wir heute dennoch nur eine gemischte Bilanz der Ära Zetsche ziehen." Daimler tendierten 2,5 Prozent leichter.

(Quelle: finanzen.net)

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