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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 23. Oktober 2019

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Indizes vom 22.10.2109 (C) finanzen.net Indizes vom 22.10.2109 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. An den europäischen Börsen hat sich am Dienstag keine einheitliche Tendenz durchgesetzt. In London zogen die Kurse an, der DAX und der französische CAC-40 bewegten sich wie der Euro-Stoxx-50 kaum von der Stelle. Trotzdem blieben Marktteilnehmer erst einmal optimistisch: "Der Markt setzt weiter auf einen guten Verlauf der Handelsgespräche und einen geregelten Brexit", so ein Händler. Damit seien die Perspektiven auf neue Jahreshöchststände gut. Während im DAX Conti stark gesucht waren, standen bei den Branchen in Europa die lange vernachlässigten Öl-Aktien auf der Gewinnerseite ganz oben. Laut Berichten erwägt die Opec für ihr Dezembertreffen deutlichere Senkungen der Produktion.

Der zugehörige Stoxx-Branchenindex gewann 1,3 Prozent. Gestützt wurde er vor allem von den Schwergewichten Total, BP und Royal Dutch Shell, die alle zwischen 1,5 und 2 Prozent zulegten. Im Fahrwasser zog der Index der Versorger um 0,7 Prozent an.

Daneben gewann der Index der Autohersteller und ihrer Zulieferer 0,8 Prozent, gestützt vor allem von starken Aufschlägen der Conti-Aktien. Dagegen fiel der Index der Reise-Aktien um 1 Prozent. Hier verloren Tui 7,1 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Aktien abgestuft hatte.

"Das Umfeld verlangt nach Maßnahmen - und Conti handelt"

Conti gewannen 4,1 Prozent. Das Unternehmen will nun das Antriebsgeschäft abspalten und an die Börse bringen. Auch hohe Wertberichtigungen von 2,5 Milliarden Euro konnten den Kurs nur vorübergehend noch einmal drücken. Positiv merkte ein Händler auch an, dass der Umsatz von 11,1 Milliarden Euro im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen habe. "Das Umfeld verlangt nach Maßnahmen - und Conti handelt", so ein Händler.

RWE stiegen im Fahrwasser der festen Öl-Aktien um 1,5 Prozent. Henkel legten um 1,3 Prozent zu. Auf der anderen Seite gaben FMC um 5,9 Prozent nach und Fresenius um 2,7 Prozent. Berenberg hat sich vor den Quartalszahlen skeptisch zu den Aussichten von Fresenius Medical Care (FMC) geäußert. Auch Wirecard, Infineon und Deutsche Bank gaben deutlicher nach.

Software AG und Morphosys stark im Plus - Kurseinbruch bei Technotrans

"Bei der Software AG sind einige auf dem falschen Fuß erwischt worden", so ein Aktienhändler zu den Zahlen des Konzerns. Die Umstrukturierung laufe deutlich besser als vom Konsens erwartet. Der Kurs stieg um 7,8 Prozent.

Morphosys gewannen 6,2 Prozent. Biogen stützte die Stimmung für die Biotech-Werte, der Kurs gewann in den USA zeitweise fast 40 Prozent. Biogen legt nun doch sein Alzheimer-Medikament den Zulassungsbehörden vor. Zumindest im frühen Stadium habe "Aducanumab" das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt.

Dagegen brachen Technotrans mit einer Gewinnwarnung um 22 Prozent ein. Der Konzernumsatz sowie das EBIT lagen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres deutlich unter den Prognosen. König & Bauer fielen um 6,2 Prozent und Heideldruck um 3,4 Porzent. Technotrans unterstützt die Druckindustrie mit Lösungen zum Kühlen und Befeuchten.

Just Eat gewannen in London 24 Prozent auf 732 Pence. Prosus will das Unternehmen für 710 Pence je Aktie übernehmen. Davon profitierten auch Branchentitel wie Delivery Hero, die im MDAX um 3,4 Prozent stiegen.

Novartis nach guten Zahlen gefragt

Im Bankensektor hat die UBS gute Zahlen vorgelegt. Der Gewinn je Aktie sei über den Erwartungen ausgefallen, auch habe sich das Wealth Management gut entwickelt, heißt es im Handel. Der Kurs schloss unverändert.

Auch bei Novartis war im Handel von besseren Geschäftszahlen die Rede. Der Pharmakonzern hat zudem die Prognose angehoben. Für die Aktie ging es um 1 Prozent nach oben.

AMS trotz guter Zahlen schwach - Kühne & Nagel fest

"Letztendlich haben sich die Anteilseigner durchgesetzt," so ein Aktienhändler zu der Nachricht, dass der Schweizer Mobilfunkanbieter Sunrise die geplante Generalversammlung abgesagt hat. Damit sei die Kapitalerhöhung für den Kauf von UPC vom Tisch. Freenet notierten behauptet, Sunrise zogen um 2,5 Prozent an.

AMS litten trotz guten Ausblicks unter Gewinnmitnahmen, der Kurs fiel um 3,7 Prozent. "Die Unsicherheiten um Osram stehen Kurssteigerungen entgegen", so der AMS-Vorstand. AMS will Osram übernehmen.

Kühne & Nagel zogen um 5,2 Prozent an. Zwar habe der Logistikkonzern die Umsatzerwartung um 1,7 Prozent verfehlt, so Bernstein. Dafür habe das EBIT die Prognose aber gleich um 12 Prozent übertroffen. Hintergrund sei die gute Kostenkontrolle des Unternehmens in einem weiterhin schwierigen Makroumfeld.

(Quelle:finanzen.net)

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