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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 25. April 2019

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 25. April 2019 Indizes vom 24.04.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Zur Wochenmitte lieferte die Berichtssaison in Europa einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden Wochen. Die Walldorfer Softwareschmiede SAP überraschte dabei positiv, Akzo Nobel aus den Niederlanden scheiterte dagegen an der hohen Erwartung. Wirecard standen erneut im Fokus. Zunächst sorgte der Einstieg der japanischen Softbank für einen Vertrauensbonus, am Nachmittag übernahmen dann die Shortseller nach einem erneuten Artikel der Financial Times (FT) wieder das Zepter.

Der DAX gewann, getrieben vom Plus der SAP-Aktie, 0,6 Prozent auf 12.313 Punkte. Zwischenzeitlich notierte der Index mit 12.350 Punkten auf einem neuen Jahreshoch. Der Euro-Stoxx-50 schloss mit 3.503 Punkten knapp im Minus, zwischenzeitlich markierte auch er ein Jahreshoch. 

 
 

 

SAP überzeugte mit Zahlen - Profitabilität soll weiter erhöht werden 

Nach starken Zahlen schlossen SAP 12,5 Prozent höher, zwischenzeitlich notierten sie auf Allzeithoch. Das Unternehmen will nach dem überraschend guten Wachstum im ersten Quartal das Geschäft in den kommenden Jahren noch stärker auf Profitabilität trimmen und hat dazu ein umfassendes Paket geschnürt. Ziel ist es, bis 2023 die operative Marge jährlich um durchschnittlich 1 Prozentpunkt erhöhen. Nach Einschätzung der Citigroup befindet sich die Umstrukturierung von SAP auf einem guten Weg. 

Für die Wirecard-Aktie ging es um 8,5 Prozent nach oben. Die Aktie profitierte zunächst vom Abschluss einer strategischen Partnerschaft mit dem japanischen Softbank-Konzern. Dieser steigt mit 900 Millionen Euro über eine Wandelanleihe bei Wirecard ein, was am Markt als Vertrauensbeweis für das angeschlagene Unternehmen gewertet wurde.

Am Nachmittag sorgte dann erneut ein Artikel der FT für Verkäufe. Die britische Zeitung verwies dabei auf Unterlagen, wonach ein großer Teil des Umsatzes wie auch des Gewinns von nur wenigen Geschäftspartnern generiert werde. Am Donnerstag veröffentlicht Wirecard endgültige Geschäftszahlen für 2018. An der Börse wird nicht ausgeschlossen, dass das Unternehmen beim Ausblick positiv überrascht. 

Credit Suisse schlossen nach anfänglichen Gewinnen kaum verändert. "Die Zahlen liegen deutlich über den Erwartungen, und das überrascht bei dem Umfeld positiv", sagte ein Händler. Besonders der Bereich "Global Markets" habe unerwartet gut abgeschnitten. Der europäische Bankensektor verlor 1,0 Prozent, belastet von den wieder gesunkenen Anleihezinsen. 

Bei der DWS stehen die Interessenten Schlange 

Positiv beurteilten Teilnehmer angebliche Fusionsgespräche zwischen den Vermögensverwaltungssparten der Deutschen Bank (DWS) und der Schweizer UBS. Allerdings hieß es auch, es gebe keine Garantie für einen erfolgreichen Abschluss der Gespräche. Es gibt jedoch auch andere Interessenten für die DWS. Angeblich haben auch die Allianz und Amundi ein Auge auf die DWS geworfen. DWS gewannen 1,7 Prozent, die UBS schloss kaum verändert. 

Volvo gewannen 2,9 Prozent. "Die Zahlen sind gut", sagte ein Marktteilnehmer. Der Nettogewinn liege klar über den Erwartungen. Volvo hat im ersten Quartal 10,62 Milliarden Kronen verdient, fast 30 Prozent mehr als erwartet. Die Margen stiegen deutlich. Besonders in China habe sich das Geschäft besser entwickelt als erwartet. Für den Autosektor insgesamt ging es indes nach einer Gewinnwarnung von Nissan um 1,3 Prozent nach unten. Renault wurden mit einem Abschlag von 3,6 Prozent in Mitleidenschaft gezogen. 

Novartis hebt die Gewinnprognose an 

Novartis hat im ersten Quartal den Umsatz und das Ergebnis gesteigert und zudem die Prognose für das operative Ergebnis 2019 angehoben. Am Aktienmarkt kamen die Zahlen gut an. Die Aktie legte um 2,4 Prozent zu. Citi rechnet damit, dass der Markt seine Gewinnschätzungen je Novartis-Aktie um 2 bis 4 Prozent erhöhen wird. 

Akzo Nobel verloren dagegen 3,7 Prozent. Das operative Ergebnis ist zwar um 9 Prozent auf 163 Millionen Euro gestiegen. Die Analysten hätten allerdings 176 Millionen Euro erwartet, hieß es am Markt. 

Vinci stiegen um 1,8 Prozent. "Der Umsatzanstieg ist stark", so ein Händler. In den drei Monaten per Ende März stieg der Umsatz auf 9,7 Milliarden Euro, von 8,85 Milliarden Euro im gleichen Vorjahresquartal. Den Ausblick hat das Unternehmen bekräftigt.

(Quelle:finanzen.net)

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