Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 26. Februar 2019

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 26. Februar 2019 Indizes vom 25.0.2.2019 (C) finanzen.net

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 26. Februar 2019

FRANKFURT/MAIN. Die Hoffnungen auf ein Ende des US-chinesischen Handelsstreits haben zum Wochenauftakt auch die europäischen Börsen etwas angetrieben. Der DAX stieg am Montag um 0,4 Prozent auf 11.505 Punkten und markierte neue Jahreshochs, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,3 Prozent auf 3.280 Punkte zu. Größter Gewinner unter den Branchen waren die Autotitel, deren Sektorindex um 2,0 Prozent anzog.

Allerdings waren die Umsätze sehr niedrig. "Das Geschäft ist sehr ruhig", sagte ein Teilnehmer. Das spreche gegen eine Ernst zu nehmende Attacke des DAX auf den Abwärtstrend bei etwa 11.570 Punkten. Darüber wäre der Weg Richtung 11.700 Punkte frei, so technische Analysten. 

US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit China die am kommenden Freitag auslaufende Frist verlängert. Angesichts der produktiven Gespräche verschob er die Frist, nach deren Ablauf Strafzölle auf chinesische Waren drastisch erhöht werden könnten. Da die Autotitel als einer der großen Verlierer der protektionistischeren Handelspolitik gelten, wurden sie nun favorisiert. Im DAX lagen VW mit einem Plus von 3,0 Prozent an der Gewinnerspitze - gemeinsam mit Adidas. Die als abhängig von der Autobranche geltenden Infineon und Thyssenkrupp zogen um jeweils gut 2 Prozent an. Adidas stiegen um 3 Prozent auf 210,30 Euro: Wells Fargo soll den Titel auf "Outperformer" hochgestuft haben mit einem Kursziel von 240 Euro. 

Mailand mit Rating-Bestätigung fest 

Gewinner unter den Länderbörsen war Mailand. Der MIB-30 zog um 0,9 Prozent an. Entgegen mancher Erwartungen wurde die Kreditwürdigkeit des Landes von der Rating-Agentur Fitch nicht abgestuft. Damit blieb die Bonität zwei Stufen oberhalb des Ramsch-Niveaus. Die Renditen für italienische Staatsanleihen gaben kräftig nach. Vor allem am kurzen Ende brachen sie ein. So sank die Rendite für zweijährige Titel auf 47 Basispunkte nach zuvor 52. Von der Entspannung profitierten unter anderem die Banken, so Uncredit mit einem Plus von 2,9 Prozent.

Covestro enttäuscht beim Ausblick 

Der Kunststoffhersteller Covestro blickt nach einem sehr schwachen vierten Quartal in eine düstere Zukunft. 2019 ist mit einem weiteren deutlichen Rückgang der Ergebnisse zu rechnen. Im vierten Quartal machten Produktionsausfälle und höhere Logistikkosten wegen des niedrigen Rhein-Pegels dem Unternehmen zu schaffen, bereits Ende November hatte der Konzern deswegen seine Ziele gekippt. Der Nettogewinn brach um 86 Prozent auf 79 von 566 Millionen Euro ein. Analysten hatten mit 85 Millionen Euro etwas mehr Gewinn erwartet. Der Kurs gab um 3,2 Prozent nach. 

Die Aktien des britischen Verlagshauses Pearson verloren 5,4 Prozent. Die steigenden Kosten könnten die Einsparungen schon bald wieder neutralisieren, warnt Berenberg. 

Dagegen stiegen PostNL um 8,9 Prozent. "Die Zahlen sind ok", sagte ein Händler zu den Geschäftsdaten. "Der Clou ist aber das Gebot für Sandd", ergänzte er. PostNL will das Netzwerk-Unternehmen kaufen und stellt hohe Synergien in Aussicht. 

Roche auf Einkaufstour 

Roche standen mit einer Übernahme im Blick, die an der Börse als sinnvolle Ergänzung eingestuft wird, wenngleich die Akquisition als teuer gilt. Die Schweizer verstärken sich im Bereich Biopharma mit einem Zukauf in den USA. Der Konzern bietet insgesamt rund 4,8 Milliarden Dollar in bar für Spark Therapeutics. Je Aktie beläuft sich die Offerte auf 114,50 Dollar, das entspricht einem Aufschlag von 112 Prozent auf den Schlusskurs von Spark Therapeutics am Freitag. Sparks Therapeutics ist auf die Entdeckung und Entwicklung von Gentherapien für genetische Krankheiten spezialisiert. Der Kurs von Roche konnte sich knapp behaupten. 

Mit einem Übernahmegebot ging es für die Aktie von VTG um 7,1 Prozent nach oben auf 53 Euro. Die Morgan-Stanley-Tochter Warwick, die bereits rund 71 Prozent der VTG-Anteile hält, will den Waggonvermieter von der Börse nehmen. Warwick hat nun ein Abfindungsangebot an die restlichen Aktionäre in Höhe von 53 Euro je Aktie unterbreitet. Zudem verpflichtete sich Warwick, nach dem geplanten Delisting im zweiten Quartal eine Kapitalerhöhung im Volumen von 290 Millionen Euro zu unterstützen, mit der das bestehende Hybridkapital teilweise refinanziert werden soll. Die Aktie des Wettbewerbers Aves One legte um 2,5 Prozent zu.

(Quelle: finanzen.net)

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