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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 26. Januar 2019

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 26. Januar 2019 Indizes vom 25.01.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN.

An den Börsen in Europa ging es am Freitag nach oben. Zuversichtlich stimmten am Morgen bereits neue Liquidität und Stimuli für den Bankensektor in China. Daneben stützte die Aussicht auf weiterhin niedrige Zinsen in Europa. Eine erste Zinserhöhung rücke nun in weite Ferne und werde nicht vor Mitte 2020 erwartet, hieß es im Handel. Zudem wird darauf gehofft, dass sich die USA und China in der kommenden Woche im Handelsstreit annähern. Der Government-Shutdown kann der Wall Street derweil nichts anhaben, vielmehr legte sie seitdem zweistellig zu.

Der DAX gewann 1,4 Prozent auf 11.282 Punkte und handelte damit auf dem höchsten Niveau seit Anfang Dezember. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,2 Prozent auf 3.163 nach oben. Unter den Branchen lagen die zyklischen Sektoren an der Spitze. Der Stoxx-Rohstoffindex gewann 3,3, der Autoindex 2,4 und der Index der Bauwerte 1,4 Prozent. 

 
 
 
 
 
 

 

Gerry Weber insolvent 

Der Aktienkurs deutete es bereits an, mit Gerry Weber geht es bergab. Vor einem Jahr kostete die Aktie noch 9,32 Euro, am Freitag wurde sie zum Pennystock, der im Tagestief auf 43 Cent fiel. Zum Handelsschluss notierte die Aktie rund 65 Prozent niedriger bei 61 Cent. Der Modekonzern ist insolvent. Die Gespräche mit Finanzierungspartnern über eine nachhaltig tragfähige Finanzierung, die ursprünglich bis Ende Januar angesetzt waren, sind gescheitert. Man wolle den Konzern "im Zuge der laufenden Restrukturierung" sanieren. Gibt es kein frisches Geld, wird es wohl schwierig, hieß es an der Börse. 

 

Aber es gab auch positive Nachrichten. In den neuen Geschäftszahlen von Ericsson sahen Händler eine Wende zum Besseren. "Die Verluststrecke scheint zu Ende zu gehen und die Restrukturierung trägt Früchte", so ein Teilnehmer. Der Umsatz zog im vierten Quartal an, ebenso die Bruttomarge vor Restrukturierungsaufwendungen. Ericsson stiegen 3,2 Prozent.

Fevertree verliert Fans in Brexitland 

Die meisten Gin-Tonic-Liebhaber kennen die kleinen Fläschchen mit dem Fever-Tree auf dem Halsetikett. Gin ist das Trendgetränk der vergangenen Jahre und Fevertree häufig der Begleiter. Doch momentan schwächeln die Wachstumsraten in Großbritannien und die Analysten von Jefferies, lange Zeit Fans der Aktie, stuften den Wert auf Hold herunter. Auch wenn Fevertree weiterhin Marktanteile gewinnt, dürften über den Basiseffekt nicht mehr so hohe Zuwachsraten zu erzielen sein. Fevertree erzielt in Großbritannien bisher rund 52 Prozent des Umsatzes. Die Aktie verlor in London 10 Prozent auf 2.649 Pence. 

Für Vodafone ging es um 4,9 Prozent nach unten. Der Telekomkonzern hat im dritten Quartal deutlich an Umsatz verloren. "Mit dem ständigen Konzernumbau bzw. unentwegten Milliardenübernahmen und -Verkäufen tut sich Vodafone unsere Erachtens keinen Gefallen und schadet damit nur der Aktienkursentwicklung", hieß es von den Analysten von Independent Research. 

Givaudan enttäuscht 

Givaudan verloren nach schwächeren Zahlen 3,7 Prozent. Der Aromastoffhersteller litt nach der Übernahme des Unternehmens Naturex unter höheren Finanzierungskosten. Zudem belasteten ungünstige Wechselkurseffekte, vor allem im Argentinien-Geschäft. Für die Aktie des Mitbewerbers Symrise ging es 1,3 Prozent nach unten. 

Renault stiegen nach einer Kaufempfehlung aus dem Hause der Citi Bank um knapp 5 Prozent. Das Kursziel bei 78,60 Euro bietet ein Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent. Renault ragt nach Überzeugung der Citi-Analysten aus einer in einer düsteren Lage befindlichen Autobranche hervor - als attraktive Investmentchance. Begründet wird das mit der Bewertung, die auf dem niedrigsten Niveau seit 2013 angekommen sei. 

In Wien verteuerten sich die Aktien der Erste Group Bank um 7,4 Prozent, nachdem das Geldhaus überzeugende 2018er Geschäftszahlen vorgelegt und die Dividende erhöht hat.

(Quelle: finanzen.net)

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