Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 27. Februar 2019

Mittwoch, 27 Februar 2019 05:38
Publiziert in Wirtschaft
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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 27. Februar 2019 Indizes vom 26.02.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. 

Die Börsen in Europa haben am Dienstag erneut im Plus geschlossen. Bereits seit Tagen scheinen die internationalen Investoren vermehrt am europäischen Aktienmarkt zu kaufen. So ging es für den DAX bereits den sechsten Handelstag in Folge nach oben. Die Berichtssaison lieferte zudem frische Impulse. So stiegen BASF nach einem soliden Ausblick mit einem Plus von 4,3 Prozent auf den höchsten Stand seit vier Monaten und markierten zudem ein Jahreshoch. Der DAX schloss 0,3 Prozent höher bei 11.541 Punkten, im Tagestief stand der Index schon bei 11.442 Punkten. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,3 Prozent auf 3.289 Punkte nach oben.

Im Fokus stand zudem der bevorstehende Brexit sowie der Weg, den Premierministerin Theresa May nun einschlagen will. May will dem britischen Parlament die Möglichkeit einräumen, den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU zu verschieben, sollten die Parlamentarier ihren Deal mit der EU weiter ablehnen. May strebt aber nur einen kurzen und begrenzten Aufschub des Austrittdatums aus der EU an. Der an der Börse gefürchtete "No-Deal-Brexit" verliert damit an Schrecken und sorgt damit für Käufe in der Währung. Das Pfund stieg in Folge zum Euro auf den höchsten Stand seit 20 Monaten. 

 
 

 

BASF profitiert vom Ausblick 

Positiv bewerteten Händler die Perspektiven von BASF. "Der Ausblick ist okay", so ein Marktteilnehmer. BASF rechnet mit einem Anstieg des EBIT vor Sondereffekten von 1 bis 10 Prozent. Der Konsens geht dagegen nur von einem Plus von 1 Prozent aus. Zu den Zahlen zum vierten Quartal hieß es, diese sähen auf den zweiten Blick besser aus als auf den ersten. BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller sieht das Unternehmen technisch und kommerziell gut positioniert, um vom wachsenden Geschäft mit Batteriematerialien zu profitieren. 

 

Auch aus Europa gab es Zahlen. Der Kurs des Minen-Unternehmens Fresnillo brach um 8,3 Prozent auf 894,60 Pence ein. Ein Händler sprach von schwachen Zahlen. Hohe operative Kosten hätten dazu geführt, dass das EBITDA die Schätzungen um etwa 10 Prozent verfehlt habe.

Die Jahreszahlen von Peugeot wurden laut NordLB am Markt wenig euphorisch aufgenommen. Zwar seien die Vergleichswerte durch die Konsolidierung von Opel-Vauxhall verzerrt. Zum ersten Mal seit 20 Jahren hatte Opel-Vauxhall wieder schwarze Zahlen geschrieben. Doch habe das suspendierte Iran-Geschäft besonders stark belastet. Die Aktie schloss 2,9 Prozent leichter. 

Für die Aktie von Travis Perkins ging es um 12,5 Prozent aufwärts, nachdem das Unternehmen gute Zahlen für das Schlussquartal 2018 vorgelegt hat. Beim Gewinn übertraf der britische Betreiber von Baumärkten nach Aussage der Barclays-Analysten die Markterwartung um 6 Prozent. Vor allem das Geschäft mit nicht gewerblichen Kunden verlief dabei sehr gut. 

Liaison zwischen Ocado und Marks & Spencer erlebt 2. Frühling 

Für Ocado ging es an der Londoner Börse um 11,7 Prozent nach oben. Der Online-Händler für Nahrungsmittel führt Gespräche mit Marks & Spencer über ein mögliches Joint Venture. Für Ocado sind dies gute Nachrichten. Erst vor rund zwei Wochen geriet die Aktie schwer unter Druck, nachdem ein Warenlager in Andover abbrannte. Ocado entwickelt vollautomatische Warenlager-Technologien. Entsprechend negativ wurde das Feuer in dem Vorzeige-Warenlager von den Anlegern zur Kenntnis genommen. Marks & Spencer zogen um 3,2 Prozent an. 

 

Mit einem Minus von 13,5 Prozent kam die Aixtron-Aktie unter die Räder. Nach einem überzeugenden Geschäftsjahr verfehlte der Anlagenbauer beim Ausblick die Markterwartung deutlich und wurde in Folge an der Börse abgestraft. Auch bei GFT Technologies verstimmte der Ausblick. Das Geschäft mit den Großkunden bekommt das Unternehmen nicht in den Griff und hat die Mittelfristprognose gleich komplett kassiert. An der Börse schloss die Aktie, die sich innerhalb eins Jahres bereits halbiert hat, 7,1 Prozent tiefer.

(Quelle: finanzen.net)

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