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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 28. Septmeber 2019

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Indizes vom 27.09.2019 (C9 finanzen.net Indizes vom 27.09.2019 (C9 finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. An den europäischen Aktienmärkten haben die Kurse am Freitag angezogen. Der DAX stieg um 0,8 Prozent auf 12.381 Punkte, der Euro-Stoxx-Index legte um 0,4 Prozent auf 3.546 Punkte zu. Rückenwind kam vom Euro, der weiterhin deutlich unter der Marke von 1,10 Dollar notierte. Damit kamen konjunkturabhängige oder zyklische Aktien zurück auf die Kauflisten.

Am Morgen erreichte der Euro gegen den Dollar ein neues Jahrestief bei 1,0904, zum Handelsschluss in Europa stand er bei rund 1,0945 Dollar. Sollte die Gemeinschaftswährung nachhaltig unter die Marke von 1,0926 Dollar fallen, könnte ein Absturz bis 1,05 Dollar folgen, vermuten die Experten von MUFG. Das Haus sagte, dass gegenläufige Wirtschaftsdaten auf beiden Seiten des Atlantiks den Dollar gegen den Euro stützen. Kurzfristig könnten auch Käufe vor dem Quartalsende den Dollar stützen, wie die Analysten von CBA erwarten.

Der schwächere Euro gab vor allem dem exportlastigen deutschen Aktienmarkt Auftrieb. Ähnlich stark wie der DAX stieg nur der Londoner FTSE-100, der 1 Prozent gewann. Ein No-Deal-Brexit dürfte zumindest für dieses Jahr vom Tisch sein, nachdem sich "Brexit-Boris" selbst in die Sackgasse manövriert hat.

Auch BASF sorgt für gute Stimmung

Im DAX stiegen BASF um 2,5 Prozent. Das Geschäft scheint sich zu stabilisieren, der Konzern bestätigte auf seinem Kapitalmarkttag die Jahresprognose. Das war ein weiterer Grund für die freundliche Stimmung bei konjunkturabhängigen Aktien. Covestro gewannen 3 und Siemens 1,7 Prozent, Lufthansa verbesserten sich um 3,3 Prozent. Auf europäischer Ebene zogen die Kurse der Rohstoff- und Stahl-Aktien deutlich an, ihr Sektoren-Index stieg um 1,7 Prozent. Thyssen legten um 2,3 Prozent zu, und die ebenfalls sehr konjunkturabhängigen Heidelberger Druck erholten sich um 8,5 Prozent.

Im Minus lagen in Europa lediglich die Indizes der vergleichsweise konjunkturunabhängigen Versorger und Pharma-Konzerne. Im DAX fielen Infineon um 1,9 Prozent. Der US-Chiphersteller Micron hatte von einer nachlassenden Nachfrage nach Smartphones und Speicherchips gesprochen. Zudem hatte Metzler Infineon auf Verkauf gesenkt. Aixtron und ASML notierten leichter, STMicro zogen um 1,4 Prozent an.

Commerzbank drehen ins Plus - Höheres Angebot beflügelt Osram

Im MDAX stiegen Commerzbank um 0,6 Prozent. Die Bank hatte trotz der Kosten für den Konzernumbau den Dividendenausblick bekräftigt und erhofft sich von der Comdirect-Integration Synergien. Den freien Aktionären der Comdirect werden 11,44 Euro je Aktie geboten, was der Ankündigung entspricht, aber einen deutlichen Abschlag gegenüber dem Schlusskurs von 12,04 Euro vom Vortag bedeutet. Der Kurs gab um 2 Prozent auf 11,80 Euro nach.

Osram verbesserten sich um 5,3 Prozent auf 40,77 Euro. AMS hat das Übernahmeangebot erhöht - auf 41 Euro von 38,50 Euro. Nun wartet der Markt, ob Bain und Advent ein neues Angebot abgeben. Die AMS-Aktie fiel um 2,2 Prozent, das Unternehmen plant eine milliardenschwere Kapitalerhöhung.

Rheinmetall ist in Nord- und Südamerika Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die IT-Infrastruktur der Werke des Unternehmensbereichs Automotive in Brasilien, Mexiko und den USA ist seit dem späten Abend des 24. September 2019 von einer Schadsoftware-Attacke betroffen, wie das Unternehmen mitteilte. Die Aktie sank um 1,2 Prozent.

In der dritten Reihe gaben Ado Properties anfängliche Gewinne ab und schlossen unverändert. Der Immobilienkonzern verkauft ein Portfolio in Berlin. Dabei geht es um 5.800 Wohneinheiten. Der Kaufpreis für die Anteile beträgt 920 Millionen Euro, unter dem Strich bleiben rund 580 Millionen Euro. Außerdem hat Ado mit diesem Geschäft seinen Wohnungsbestand in Berlin gesenkt, wo Immobilienbesitzern ein politischer Gegenwind ins Gesicht bläst.

In der Ölbranche steht ein größerer Deal im Blick. Der US-Energiekonzern Exxon Mobil Corp verkauft Upstream-Geschäfte in Norwegen für 4,5 Milliarden US-Dollar an eine Tochter des italienischen Wettbewerbers Eni. Deren Aktie legte um 0,9 Prozent zu, etwa so viel wie der Branchenindex der Öl- und Gaswerte.

Von Analystenseite kam Druck auf Gea, die Aktie fiel um 2,4 Prozent. Die Experten von JP Morgan hatten sie auf "Underweight" abgestuft.

(Quelle:finanzen.net)

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