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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 3. April 2019

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 3. April 2019 Indizes vom 02.04.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN.Die Kurse an den europäischen Aktienmärkten haben am Dienstag die jüngsten Gewinne noch weiter ausgebaut. Der Euro-Stoxx-50 legte um 0,3 Prozent auf 3.396 Punkte zu. Bis auf die Telekommunikations-Aktien schlossen alle Branchenindizes mehr oder weniger deutlich im Plus. Besonders gefragt waren die konjunkturabhängigen Auto-Aktien, deren Stoxx-Branchenindex um 1,3 Prozent stieg.

Die Auto-Aktien trieben vor allem im DAX die Aufholjagd voran, der konjunktur- und autolastige deutsche Leitindex gewann 0,6 Prozent auf 11.755 Punkte. Damit hat er die 200-Tage-Linie wieder überwunden und schloss nur noch knapp unter dem Jahreshoch vom 19. März bei 11.823 Punkten.

"Jetzt steigt der DAX sogar, wenn die Wall Street im Minus ist", sagte Holger Struck von hs-live-trading. Die Anleger seien unterinvestiert und bauten nun Positionen auf. 

 

Das Brexit-Drama bremste die Börsen damit kaum noch. Für den Brexit-Koordinator des Europaparlaments, Guy Verhofstadt, ist ein harter Brexit nunmehr "fast unvermeidlich", wie er am Vorabend auf Twitter mitteilte. Am Mittwoch habe Großbritannien "eine letzte Chance". An der Börse ist der "harte Brexit" aber weiterhin nicht eingepreist und dürfte zu deutlichen Verwerfungen am Kapitalmarkt führen. Die Börse glaubt jedoch offensichtlich auch weiter an einen marktfreundlichen Ausgang. 

Die Nachfrage nach den Autotiteln profitierte von den guten Konjunkturdaten vom Wochenanfang: Sowohl in China als auch in den USA hatten gute Einkaufsmanager-Indizes die Stimmung für konjunkturabhängige Aktien angeheizt. Am Dienstag gewannen BMW 2,2 Prozent. Unter den Zulieferern stiegen Continental um 2,3 Prozent, mit Valeo ging es um 2,8 Prozent voran. 

Neue Rekordmarken setzten Adidas. Der Kurs stieg um 1,1 Prozent auf den neuen Höchstkurs von 221,65 Euro, nachdem Goldman Sachs die Kaufempfehlung bekräftigt und das Kursziel auf 245 von 240 Euro erhöht hat. 

Henkel und Deutsche Post abgestuft - Ryanair leiden unter Top-Ten-Liste 

Die Verliererseite im DAX wurde von Henkel angeführt. Die Titel fielen um 2 Prozent auf 88,80 Euro. Die Analysten von Warburg haben die Kaufempfehlung zurückgezogen und raten nur noch zum "Halten", das Kursziel haben sie auf 97 von 105 Euro zurückgenommen. Auch Deutsche Post standen mit einem Minus von 1,5 Prozent auf der Verliererseite ganz oben. Hier waren es die Analysten der Citibank, die den Titel auf "Halten" von "Kaufen" abgestuft haben. 

In London gaben Ryanair weitere 3 Prozent ab. Ryanair ist in die Top-Ten der größten Luftverschmutzer der Denkfabrik Sandbag aufgenommen worden. Damit hat es erstmals ein Nicht-Kraftwerksbetreiber in diese wenig schmeichelhafte Liste geschafft. 

Im DAX notierten Lufthansa 1,1 Prozent fester. Im Plus lagen auch Wizz Air. Sie profitierten von einem guten Ausblick und legten in London um 4,8 Prozent zu. 

Salzgitter setzt auf steigende Preise - Thyssen mit "verdienter" Verschnaufpause 

In der dritten Reihe stiegen Salzgitter um 6,4 Prozent. Der Chef des Stahlkonzerns rechnet im laufenden Jahr mit steigenden Stahlpreisen. Das zog auch Vallourec deutlich um 2,7 Prozent nach oben. 

Thyssenkrupp gewannen 0,6 Prozent. Das Unternehmen will zusammen mit Tata Steel der EU-Kommission weitere Zugeständnisse machen. Dies mache die Trennung vom Stahlbereich wahrscheinlicher, hieß es am Markt. 

In der vierten Reihe stiegen Medigene um 5,6 Prozent. Hier beflügelten positive Nachrichten zu einer vorklinischen Studie des Medikaments PRAME TCR-T gegen Lungenkrebs. 

 

Die wieder zunehmende Risikobereitschaft zeigte sich am Dienstag auch in den Kryptowährungen. Bitcoin wurde am Morgen erstmals in diesem Jahr über 5.000 Dollar gehandelt.

 

(Quelle: finanzen.net)

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