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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 3. Januar 2019

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 3. Januar 2019 Indizes vom 2. Januar 2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die Börsen in Europa wiesen am ersten Handelstag des Jahres noch keine klare Tendenz auf. Während der DAX ein kleines Plus einfahren konnte, gab es auch einige Verlierer. Belastend wirkte am Morgen zunächst die Schwäche der chinesischen Wirtschaft. Die Einkaufsmanager-Indizes waren enttäuschend ausgefallen. Der Caixin-PMI der chinesischen Industrie fiel im Dezember mit 49,7 in den kontraktiven Bereich zurück. Dies war das erste Mal seit Mai 2017. Beim Sub-Index für die neuen Auftragseingänge ging es sogar zum ersten Mal seit Juni 2016 unter die wichtige 50-Punkte-Marke.

Marktteilnehmer sahen nach dem Abverkauf der zurückliegenden Wochen auf dem erreichten Kursniveau wieder Käufer an die Börse zurückkehren. "Wir haben Kunden in ausgesuchten Werten, wie zum Beispiel den Übernahmekandidaten", so ein Aktienhändler. Der DAX legte 0,2 Prozent auf 10.580 Punkte zu, nachdem er im Tief bis auf 10.387 gefallen war. Der Euro-Stoxx-50 verlor dagegen 0,2 Prozent auf 2.995 Punkte, nachdem er am Montag - anders als der DAX - gehandelt worden war und zu Wochenstart ein halbes Prozent zugelegt hatte. 

 

 

Anleihen starten überraschend fest ins neue Jahr 

Gesucht waren am Kapitalmarkt die sogenannten sicheren Häfen, allen voran deutsche Anleihen. Die Zehnjahresrendite lag mit 0,17 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit April 2017. "Viele meiner Kunden überrascht der Kurssprung", so ein Anleihehändler. Sie hätten vielmehr mit dem Ende des Anleihekaufprogramms der EZB mit einer nachlassenden Nachfrage gerechnet. Als Grund für das Interesse wurden die schwachen Einkaufsmanagerindizes aus China, aber auch aus Spanien genannt. 

Rohstoffaktien leiden unter schwachen Daten aus China 

Konjunktursensible Branchen stellten die größten Verlierer. Der Rohstoffsektor verlor europaweit 1,8 Prozent, weil er überproportional vom Rohstoffhunger der chinesischen Wirtschaft abhängt. Ihm folgte der Index der Autoaktien, der 1,5 Prozent nachgab. Auch hier belastete die jüngst gesehene Kaufzurückhaltung der Chinesen. Die als defensiv geltenden Aktien aus dem Pharmabereich sowie Telekomwerte schlossen dagegen im Plus.

Während sich in den USA die Haushaltssperre weiter hinzieht, gibt es im Handelsstreit der USA mit China keine konkreten neuen Entwicklungen. In der kommenden Woche sollen die Handelsgespräche fortgesetzt werden. Ein jüngstes Telefonat zwischen US-Präsident Trump und seinem chinesischen Gegenpart Xi Jinping bezeichnete Trump als "sehr gut". 

Bereits erstes Übernahmegebot des Jahres 

Mit dem Übernahmeangebot der indonesischen Medco Energie Internasional schossen Ophir Energy um knapp 29 Prozent nach oben. Die Citigroup betonte, für 2019 mit einer Belebung bei den Fusionen und Übernahmen in der Öl- und Gasbranche gerechnet zu haben, weil mittelgroße Förder- und Produktionsunternehmen bestrebt seien, Aktivitäten zusammenzulegen. Mit der Akquisition von Ophir - einem Öl- und Gasunternehmen mit Schwerpunkt Afrika - baue Medco nicht nur das Indonesien-Geschäft aus, sondern auch die Aktivitäten in Südostasien, so Analyst Michael Alsford. 

Für die Dia-Aktie ging es an der Madrider Börse nach erfolgreicher Schulden-Refinanzierung um 5 Prozent nach oben. Banco Sabadell sprach von einem reduzierten Risikoprofil. Der Einzelhändler hat sich neue Liquiditätslinien von 215 Millionen Euro gesichert. Mehr als eine kurzfristige Erholung in der Aktie erwarten die Analysten indes nicht angesichts der Unsicherheiten rund um die Bilanz und die Geschäftsentwicklung. 

Nachdem die Aktie von Borussia Dortmund (BVB) bereits 2018 zu den großen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt gehört hatte, startete sie mit einem Plus von gut 6 Prozent in das Jahr. "Der Pulisic-Erlös ist höher als erwartet ausgefallen", so ein Marktteilnehmer. Zudem spiele der Flügelflitzer diese Saison noch in Dortmund zu Ende. Chelsea wird den Spieler bis zum Ende der laufenden Saison unentgeltlich an den Bundesligisten ausleihen. 

Mit einem Plus von gut 8 Prozent starteten die Aktien von Thomas Cook deutlich höher ins Jahr. Im Handel wurde aufs Neue darauf verwiesen, dass Fuson auf dem niedrigen Kursniveau seine Beteiligung ausbauen könnte. Diese Spekulation macht an der Börse immer wieder die Runde

(Quelle: finanzen.net)

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