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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 4. Dezember 2019

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Indizes vom 03.12.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 03.12.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Europas Börsen haben am Dienstag überwiegend mit negativen Vorzeichen den Handel beendet. Belastend wirkte die zunehmende Angst vor einer Verschärfung des internationalen Handelskonflikts. In London hat US-Präsident Donald Trump erklärt, dass es wahrscheinlich besser sei, bis nach den Wahlen im kommenden Jahr für einen US-chinesischen Deal zu warten. Am Vortag hatte Trump neue Strafzölle gegen Argentinien und Brasilien angekündigt und zudem stehen Strafzolldrohungen gegen Frankreich im Raum.

Was den US-chinesischen Handelskonflikt angeht, ist hier der 15. Dezember der nächste wichtige Termin. Sollte bis dahin keine Einigung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften getroffen werden, drohen weitere US-Zölle auf Importe aus China. Neue Zölle dürften an den Finanzmärkten sehr negativ gewertet werden. Der DAX schaffte nach dem Ausverkauf vom Vortag ein Plus von 0,2 Prozent auf 12.989 Punkte. Für den Euro-Stoxx-Index ging es dagegen um 0,4 Prozent auf 3.611 Punkte nach unten. 

An der Pariser Börse fiel der Aktienindex CAC-40 gleich um 1 Prozent. Frankreich drohen US-Strafzölle auf Importe im Wert von bis zu 2,4 Milliarden Dollar, weil es US-Präsident Trump nicht gefällt, dass Internetkonzerne wie Google oder Apple in Frankreich Steuern zahlen müssen. Dabei geht es um eine 3-prozentige Digitalsteuer auf Umsätze.

Französische Luxusgüterhersteller werden verkauft

Das setzte vor allem den Aktien von Luxusgüterherstellern zu. So ging es für LVMH kräftig um 1,5 Prozent abwärts, für Kering sogar um 1,9 Prozent.

Airbus schlossen 4,4 Prozent tiefer, nachdem die Welthandelsorganisation WTO erneut Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer bemängelt hat. Von US-Repräsentanten hieß es daraufhin, es gebe keine Grundlage, die bisherigen US-Zölle gegen Airbus zu mindern.

Die Aktie des spanischen Ölkonzerns Repsol gab um 0,4 Prozent nach, nachdem das Unternehmen eine Wertberichtigung über 4,8 Milliarden Euro mitgeteilt hatte. Als Grund gaben die Spanier künftig steigende Kosten für CO2-Emissionen und gleichzeitig fallende Öl- und Gaspreise wegen der Dekarbonisierung der Wirtschaft an.

Agnelli-Vehikel übernimmt Gedi

Gedi haussierten nach der Übernahme durch Exor, das Investmentvehikel der Agnelli-Familie. Exor zahlt der Holding CIR 0,46 Euro je Anteilsschein für einen Anteil von 43,78 Prozent an der italienischen Verlagsgruppe. Exor hält bereits 6 Prozent der Gedi-Anteile und will nach Abschluss der Transaktion ein öffentliches Gebot für die noch ausstehenden Aktien lancieren. Gedi stiegen um 60,2 Prozent auf 0,46 Euro.

MTU erholten sich um 3,6 Prozent. "Der Zolltarifschock gestern hat vom guten Kapitalmarkttag abgelenkt", so ein Händler. MTU habe sich vor Analysten als aussichtsreich und trotz der Kursrally immer noch attraktiv bewertet präsentiert.

Defensive Titel wie Vonovia (plus 1,2 Prozent) waren gesucht wie auch Beiersdorf (plus 1,3 Prozent). Für Deutsche Börse ging es um 0,8 Prozent nach oben - die gestiegene Volatilität dürfte einen höheren Absicherungsbedarf der Anleger zur Folge haben, was den Eschbornern zu Gute kommen sollte. Tagesverlierer waren Deutsche Bank mit Abgaben von 2,1 Prozent - die Aktie folgte dem europäischen Sektortrend.

 

(Quelle: finanzen.net)

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