Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 5. Februar 2019

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 5. Februar 2019 Indizes vom 04.02.2019 (C) finanzen.net

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 5. Februar 2019

FRANKFURT/MAIN. An Europas Börsen haben sich die Anleger auch am Montag zurückgehalten. Die Wirtschaftsdaten blieben auch zu Wochenbeginn schwach. Das Ifo-Wirtschaftsklima im Euroraum fiel nach den Ergebnissen des Ifo World Economic Survey (WES) vom ersten Quartal 2019 von plus 6,6 auf minus 11,1 Punkte und lag somit zum ersten Mal seit 2014 unter null. Laut Händlern nimmt das Risiko einer Korrektur an den Börsen zu. Der DAX verlor 4 auf 11.177 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab 0,2 Prozent auf 3.165 nach.

Seid im Dezember noch der Teufel an die Wand gemalt worden, scheine nun eine gewisse Selbstgefälligkeit bei den Investoren einzusetzen, was auch an unterdurchschnittlichen Absicherungsquoten abzulesen sei, warnte Berenberg. Nachdem der S&P-500 den schwächsten Dezember seit 1931 verbucht habe, weise er dieses Jahr die beste Januar-Performance seit 1987 auf. Und mit einem steigenden US-Aktienmarkt dürfte die Angriffslustigkeit von US-Präsident Donald Trump wieder zunehmen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Aktienmarktrücksetzer steige wieder. 

 

 

 

In den kommenden Tagen dürfte erneut der bevorstehende Brexit in den Vordergrund rücken. Die britische Premierministerin Theresa May will nach Brüssel reisen und das Austrittsabkommen nachverhandeln, dabei dürfte es vor allem um den nordirischen Backstop gehen. Ob es dabei substanziell Neues geben wird, bleibt abzuwarten. 

Wirecard erholen sich deutlich 

Nachdem der Aktienkurs von Wirecard in der Vorwoche stark unter den Betrugsvorwürfen zweier Artikel der "Financial Times" gelitten hatte, haussierte er am Montag um 13,7 Prozent auf 123,40 Euro. Der Zahlungsdienstleister sah sich einer irreführenden Berichterstattung über mögliche Bilanzierungsverstöße ausgesetzt.

Weder eine interne Untersuchung der Compliance-Abteilung noch eine unabhängige Prüfung durch eine Rechtsanwaltskanzlei hätten bisher eine "schlüssige Feststellung für ein strafbares Fehlverhalten von Führungskräften oder Mitarbeitern des Unternehmens gefunden", teilte der DAX-Konzern mit. 

Die Analysten der DZ Bank hatten ihre Kaufempfehlung für Wirecard mit einem Kursziel von 200 Euro bestätigt, die Kollegen der HSBC waren mit einem Kursziel von 240 Euro noch optimistischer. Hier wurde die Kaufempfehlung ebenfalls bestätigt. 

Keine Übernahme von Panalpina durch DSV 

Für Julius Bär ging es 4,4 Prozent nach unten. An der Börse wurde bemängelt, dass das schweizerische Finanzunternehmern die 2019er-Prognose der Bruttomarge um 4 Basispunkte auf nunmehr 86 Basispunkte gesenkt hatte. Grund seien unter anderem eine niedrigere Kundenaktivität und auch zusätzliche Rechts- und Restrukturierungskosten gewesen. 

Thyssenkrupp verloren 2,1 Prozent oder 0,33 auf 15,56 Euro. Grund war hier der Start von Warnstreiks in der Branche. Sie könnten sich in den kommenden Wochen noch deutlich ausweiten, so die Befürchtung. Daneben schüttete der Konzern eine Dividende von 0,15 Euro aus. 

Die angestrebte Übernahme des schweizerischen Logistikkonzerns Panalpina durch den dänischen Wettbewerber DSV stand vor dem Aus. Die Ernst Göhner Stiftung - mit 46 Prozent der Aktien größter Anteilseigner - lehne die aktuelle Offerte aus Dänemark ab, teilte Panalpina mit. Stattdessen werde Panalpina darin bestärkt, unabhängig ihre Wachstumsstrategie weiter zu verfolgen, auch mit Hilfe von Fusionen und Übernahmen. Panalpina verloren 11,7 Prozent, DSV 2,1 Prozent. 

Stabilus kappt die Prognose 

Geschäftszahlen kamen aus der zweiten Reihe. So erzielte Rational im Geschäftsjahr 2018 Umsätze von 778 Millionen Euro. Dies entsprach einer Steigerung von 11 Prozent oder 76 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Damit erfüllte das Unternehmen die unterjährig angehobene Wachstumsprognose von 10 bis 12 Prozent. Die LBBW sprach von einem optimistischen Ausblick für 2019. Nach der seit Jahresbeginn starken Entwicklung gab das Papier allerdings 2,1 Prozent nach. 

Zudem legte Stabilus bereits Ergebnisse für das erste Quartal vor. Vor allem der Umsatzausblick sei etwas stärker gesenkt worden als gedacht, hieß es. Statt rund 5 Prozent erwartete Stabilus nur noch rund 2 Prozent Zuwachs. An der Börse ging es für die Aktie um 10,6 Prozent nach unten. 

Gut kam an der Börse der Ausblick von Compugroup an, die Aktie legte um 9,7 Prozent zu. Für 2019 erwartete das Unternehmen einen Umsatz zwischen 720 und 750 Millionen Euro, was rund 5 Prozent oberhalb der Konsensschätzung lag. Das EBITDA sollte zwischen 190 und 205 Millionen Euro betragen, hier lag der Konsens bei 176 Millionen Euro.

(Quelle: finanzen.net)

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