Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 5. März 2019

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 5. März 2019 Indizes vom 04.03.2019 (C)finanzen.net

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 5. März 2019

FRANKFURT/MAIN. Europas Aktienmärkte sind am Montag wenig verändert in die neue Woche gestartet. Die Hoffnungen auf ein Ende des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits trieben die Kurse kaum noch. Die bekannten Annahmen wie ein Treffen der beiden Präsidenten zum Monatsende seien längst eingepreist, hieß es im Handel. Von der Berichtssaison gab es keine Impulse. Den nächsten größeren Impuls könnte nun die EZB-Sitzung am Donnerstag liefern. Der DAX verlor 0,1 Prozent auf 11.593 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gewann 0,2 Prozent auf 3.317.

Derweil warnt Berenberg vor einem Wiederaufflammen des US-europäischen Konflikts. US-Drohungen, auf europäische Autoimporte Zölle zu erheben, könnten nun jederzeit aktuell werden. US-Präsident Donald Trump habe bis zum 17. Mai Zeit, um auf den Bericht des US-Handelsministeriums zu reagieren, ob EU-Autoimporte die nationale Sicherheit bedrohen. Nach Ansicht der Analysten dürfte der US-europäische Handelskonflikt mehr Zeit für eine Lösung benötigen. 

 

 

 

Medienaktien erholen sich weiter 

Weiter nach oben ging es bei Europas Medienaktien. Einer der Kurskatalysatoren sei weiter der weniger schlecht ausgefallene Ausblick des britischen Werbekonzerns WPP vergangene Woche und die damit verbundene Hoffnung auf eine Bodenbildung in der Werbebranche. Auch am Montag ging es mit WPP um weitere 0,8 Prozent nach oben, Publicis gewannen 0,9 Prozent. Daily Mail kletterten in London sogar um 4,5 Prozent nach oben, hier trieb zudem die Ankündigung einer Cash-Sonderausschüttung. 

Die Nachricht, dass Eli Lilly eine deutlich preiswertere Version ihres Insulinmittels Humalog in den USA auf den Markt bringen wird, drückte Novo Nordisk um 0,3 Prozent. Das Generikum namens Lispro werde nur etwa halb so teuer sein wie das Originalprodukt. Die Dänen sind selbst ein großer Insulin-Produzent. Einer der Gründe für die Entscheidung von Eli Lilly könnte der wachsende politische Druck in den USA wegen steigender Insulin-Preise sein. Im US-Senat wurde deswegen eine Kommission einberufen. 

FMC mit neuen US-Kostensenkungsplänen unter Druck 

Auf der Verliererseite im DAX stachen Fresenius Medical Care (FMC) mit einem Abschlag von 2,2 Prozent heraus. Sie litten unter neuen Bestrebungen in den USA zur Kostensenkung bei Dialyse-Behandlungen. Bayer profitierten dagegen von einer FDA-Empfehlung. Die US-Gesundheitsbehörde habe Sorafenib den "Orphan-Drug-Status" zur Behandlung bestimmter Tumor-Erkrankungen bewilligt. Die Aktie legte um 1,3 Prozent zu. 

Linde wurden weiter gemieden und verloren 1,9 Prozent, nachdem das Unternehmen am Freitag etwas vorsichtiger beim Ausblick geworden war. Der Gasekonzern stellt sich auf ein langsameres Umsatzwachstum 2019 im Vergleich zum Vorjahr ein. "Das sind bislang aber mehr gerissene Stop-Marken als ein echter Verkaufsdruck", so ein Händler. Lufthansa gaben 1,8 Prozent nach - hier belastete die Charttechnik sowie ein sich erholender Ölpreis. 

Novartis verloren nur optisch. Dem Minus von 2,06 Franken stand ein Dividendenabschlag von 2,85 Franken gegenüber. 

Borussia Dortmund mit Kurseinbruch - Advent soll Interesse am Methacrylat-Geschäft von Evonik haben 

Die sportliche Talfahrt drückte nun auch an der Börse auf den Aktienkurs von Borussia Dortmund. Der Kurs brach um 10,2 Prozent ein. Grund war das verlorene Bundesliga-Spiel gegen Augsburg. Daraufhin ist der FC Bayern nun in der Tabelle nach Punkten gleichgezogen, nachdem der BVB zwischenzeitlich einen Vorsprung von neun Punkten hatte. Die Meisterschaft gilt deshalb wieder als offen. Im DFB-Pokal musste Dortmund bereits die Segel streichen, im Champions-League-Achtelfinale hat der BVB das Hinspiel bei Tottenham mit 0:3 verloren. 

Die Evonik-Aktie legte im späten Handel zu und schloss um 2,5 Prozent fester. Hier stützte ein Bericht der "FT", laut dem der Private-Equity-Investor Advent das Methacrylat-Geschäft übernehmen könnte. Die Transaktion könnte ein Volumen von 3 Milliarden Euro haben. 

Euro weiter unter Druck 

Am Devisenmarkt gab der Euro zu Wochenbeginn weiter nach und steht zu Börsenschluss bei 1,1330 Dollar. Möglicherweise litt der Euro unter der Erwartung einer taubenhaften EZB-Sitzung. Der EZB-Rat dürfte bei seinen Beratungen über neue langfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO) für Banken diskutieren. Analysten halten es zudem für sicher, dass der volkswirtschaftliche Stab der EZB seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr spürbar senken wird. 

 

Die Rendite 10-jähriger griechischer Staatsanleihen fiel am Morgen mit 3,62 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 2006. Hintergrund war die Bonitätshochstufung durch Moody's um gleich zwei Stufen auf "B1" mit stabilem Ausblick am späten Freitag. Die griechische Regierung will die gute Stimmung nutzen, um Anleihen mit 10-jähriger Laufzeit in den kommenden Tagen am Markt zu platzieren. Die Rendite der 10-jährigen Anleihen zog am Nachmittag aber schon wieder an. 

(finanzen.net)

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