Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 6. April 2019

Samstag, 06 April 2019 04:49
Publiziert in Wirtschaft
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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 6. April 2019 Indizes vom 05.04.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Ein starker US-Arbeitsmarktbericht hat am Freitag für leicht steigende Kurse an Europas Aktienmärkten gesorgt. Der DAX schaffte wieder den Sprung über die Marke von 12.000 Punkten. Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat US-Präsident Donald Trump zudem Hoffnungen auf eine rasche Lösung geschürt - dies trieb vor allem konjunktursensible Aktien wie Öl-, Rohstoff- und Chemiewerte weiter nach oben.

Der DAX gewann 0,2 Prozent auf 12.010 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 3.447 Punkte. 

 
 

 

Der US-Arbeitsmarktbericht wurde positiv aufgenommen. Mit 196.000 Stellen im März stieg er stärker als erwartet. Damit konnte er beweisen, dass der schwache Februar nur ein witterungsbedingter Ausreißer nach unten war. Zugleich war er aber nicht hoch genug, um neue Zinserhöhungssorgen aufkommen zu lassen. "Das ist ein Arbeitsmarktbericht ganz nach dem Geschmack der Börsianer", sagte Thomas Altmann von QC Partners. Vor allem der langsamere Anstieg der Löhne nehme Druck von der US-Notenbank. 

Rally der Konjunkturwerte geht weiter 

 

Ungebremst weiter ging es mit der Rally der konjunkturnahen Aktien. Viele institutionelle Anleger waren hier falsch positioniert, stellten die Analysten von Merrill Lynch fest. Sie hätten auf Stagnation und nicht auf eine zyklische Erholung gesetzt. Seit den überraschend guten Einkaufsmanagerindizes aus China am Montag gingen hier Umschichtungen weiter. Der Ölsektor war mit einem Plus von 0,9 Prozent Tagesgewinner. Für Rohstoffwerte ging es im Schnitt um 0,8 Prozent nach oben und der Chemie-Sektor gewann ebenfalls 0,8 Prozent.

Die Aktien von Rio Tinto und Anglo American stiegen um bis zu 2,2 Prozent. Die Total-Aktie legte um 0,8 Prozent zu. Leidtragende der Umschichtungen waren defensive Aktien: Deutsche Telekom verloren 0,5 Prozent, Vodafone gaben 2,5 Prozent ab, Vonovia fielen um 0,3 Prozent und Eon um 0,1 Prozent. 

Im Chemie-Sektor stiegen die Aktien der Schweizer EMS-Chemie nach besseren Zahlen um 5,9 Prozent. Der Umsatz lag mit 604 Millionen Franken deutlich über der Markterwartung. "Das Unternehmen hat sich in einem schwierigen Umfeld gut behauptet", sagte ein Teilnehmer. Der Ausblick sehe nun sogar konservativ aus, da das Unternehmen weiterhin den Nettoumsatz wie auch das EBIT nur auf Vorjahresniveau sehe. Im DAX zogen Covestro um 0,6 Prozent an und BASF rückten um 0,5 Prozent vor. 

Das Kursminus beim schweizerischen Versicherer Zurich Insurance von 4,4 Prozent bzw. 14,60 Franken war nur optischer Natur. Das Unternehmen schüttete 19 Franken Dividende aus und schloss damit sogar im Plus. 

Das Geschäft des Flugzeugbauers Airbus hat nach einem mauen Jahresauftakt im März kräftig angezogen. Allerdings verbuchte der Boeing-Konkurrent auch weitere Stornierungen. Der Auftragsbestand zum Quartalsende beläuft sich auf 7.357 Maschinen - zum Jahresende 2018 waren es mit 7.577 Flugzeugen noch 220 mehr gewesen. An der Börse wird auf den hohen Auftragsbestand geschaut, der die Auslastung für die kommenden Jahre sichert. Die Aktie gewann 0,7 Prozent. 

Stagecoach nach Zwischenbericht schwach 

Für den britischen Verkehrsunternehmer Stagecoach ging es 5,8 Prozent abwärts. Zwar ist das Unternehmen mit dem bisherigen Geschäftsverlauf zufrieden, die Analysten von Jefferies sind aber vorsichtig. Dabei verweisen sie auf zu erwartende steigende Kosten sowie die Überkapazitäten des Busangebots im Großraum London und senken die Einstufung auf "Underperform". 

Eine Platzierung drückte Befesa um 4,2 Prozent. Bei einem Platzierungspreis von 37,20 Euro hat sich Finanzinvestor Triton von 4,5 Millionen Aktien getrennt.

(Quelle:finanzen.net)

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