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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 6. Februar 2019

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 6. Februar 2019 Indizes vom 05.02.2019 (C) finanzen.net

FRANKURT/MAIN. Positive Wirtschaftsdaten aus der Eurozonehaben Europas Börsen am Dienstag gestützt. "Vor allem beim Composite-PMI für Europa und einzelnen Problemländern wie Frankreich ist es nicht zur befürchteten Abwärtsrevision gekommen", sagte ein Händler zur Revision der Einkaufsmanagerindizes. Daneben hofften Anleger auf marktstützende Nachrichten im Rahmen der Rede an die Nation von US-Präsident Donald Trump an der Nacht zum Mittwoch.

Der DAX gewann 1,7 Prozent auf 11.368 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stieg um 1,6 Prozent auf 3.215 Punkte. Wie Analysten mit Blick auf die "State of the Union"-Rede anmerkten, ist die wichtigste Frage, ob Trump den nationalen Notstand ausrufen wird, um auf diesem Weg - unter Missachtung des US-Kongresses - mit dem Bau der umstrittenen Mauer zu Mexiko beginnen zu können. Ein solcher Schritt verschärfte die politischen Spannungen in Washington noch einmal deutlich. 

 

 

Daneben dürfte sich Trump zur Lage der US-Wirtschaft und möglicherweise zu Nordkorea äußern. Ein zweites Treffen mit Kim wird nicht ausgeschlossen. Der Fokus der Commerzbank lag derweil auf Hinweisen zu den Handelsgesprächen. Eine Einigung zwischen den USA und China werde letztendlich davon abhängen, ob Trump diese möchte oder nicht - vollkommen unabhängig davon, was ökonomisch rational sei. Die "State of the Union" könnte einen Eindruck geben, aus welcher Richtung der Wind aus Washington in dieser Sache derzeit wehe. 

BP mit sehr starken Zahlen 

 

Der Ölkonzern BP hat von guten Geschäften in allen Segmenten profitiert. Die Briten erzielten im vierten Quartal wieder einen Gewinn und übertrafen die Erwartungen der Analysten. Die Aktiva-Verkäufe will BP in den kommenden zwei Jahren fortsetzen, was an der Börse positiv gesehen wurde. BP zogen um 5,2 Prozent an, der Ölsektor legte um 1,8 Prozent zu. Nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen ging es für Intesa Sanpaolo an der Mailänder Börse um 1,6 Prozent nach oben.

Nachdem die Aktie von Dia vor einem Jahr noch bei 4 Euro notiert hatte, kostete sie am Vortag nur noch 43 Cent. Dies zeigte - zumindest am Kurs - die Misere des spanischen Lebensmitteldiscounters. Nun will der Investor Letterone, der knapp 30 Prozent an dem Unternehmen hält, DIA vollständig übernehmen und dann sanieren. Geboten wird 0,67 Euro je Dia-Aktie, diese sprang um 63,1 Prozent auf 0,70 Euro nach oben. 

Infineon hatte der Schwäche der Autobranche und der Abschwächung der Konjunktur in China im ersten Geschäftsquartal zwar noch getrotzt, äußerte sich mit Blick auf die weitere Entwicklung aber vorsichtiger und fuhr ihre Investitionen etwas zurück. Infineon verloren mit dem vorsichtigen Ausblick 0,6 Prozent. 

Salzgitter mit schwachem Ausblick 

Salzgitter brachen nach einem schwachen Ausblick um 8,7 Prozent ein. Der Stahlkonzern sprach von einem sich eintrübenden Sentiment sowie zahlreichen wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten. Salzgitter rechnete für 2019 mit einem Vorsteuergewinn von 125 bis 175 Millionen Euro nach 347 Millionen 2018. Wirecard setzten dagegen die Erholung des Vortages fort und stiegen um weitere 7,3 Prozent - Vorwürfe in der "FT" wegen Bilanzmanipulation, die das Unternehmen dementierte, hatte die Aktie in der Vorwoche einbrechen lassen. 

Nach Quartalszahlen ging es für die Aktie von Pandora um 17,6 Prozent aufwärts. Allerdings war man sich an der Börse nicht sicher, ob es sich nur um einen "dead-cat-bounce" handelte oder mehr. Positiv überrasche klar der Gewinn im vierten Quartal, der von Kosteneinsparungen profitiert habe, so ein Markteilnehmer. 

Die Zahlen des iPhone-Zulieferers AMS (minus 6,9 Prozent) überzeugten nicht. Im Jahresvergleich stieg der Umsatz um 34 Prozent an, Analysten hatten in der Spitze jedoch mit bis zu plus 38 Prozent gerechnet. Für das erste Quartal 2019 erwartete AMS "aufgrund des ungünstigeren Endmarktumfelds" einen Umsatz, der unter der Analystenerwartung lag. Zudem strich das Unternehmen die Dividende. 

Bechtle gewannen 5,8 Prozent. Positiv wurde gewertet, dass IBM einen Teil des Servicegeschäfts an Bechtle ausgelagert hat. Für Qiagen ging es nach Zahlenausweis um 0,3 Prozent nach unten. Der Umsatz habe den Konsens um 2 Prozent verfehlt, die Marge sei leicht unter der Erwartung ausgefallen, hieß es. Allein der bereinigte Gewinn habe geliefert. Auch der Ausblick lese sich etwas pessimistischer als der Konsens.

 

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