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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 7. Februar 2019

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 7. Februar 2019 Indizes vom 06.02.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN.

Nach dem deutlichen Plus am Vortag haben die Börsen in Europa am Mittwoch wieder ein paar Punkte abgegeben. Die Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump in der Nacht lieferte kaum Impulse für die Märkte. Wohlwollend wurden die Nachrichten zu den Handelsgesprächen zwischen den USA und China aufgenommen. Kommende Woche wollen Handelsminister Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin nach Peking reisen, um das Fristende des Stillhalteabkommens 1. März für einen Gesprächsabschluss einhalten zu können. Für die Einzelwerte lieferte die Berichtssaison einmal mehr die Impulse. Der DAX gab um 0,4 Prozent auf 11.325 Punkte nach. Der Euro-Stoxx-50 notierte 0,1 Prozent tiefer bei 3.213 Punkten.

Daimler steht vor Herausforderungen 

Daimler stellte mit einem Minus von 1,8 Prozent den Verlierer im DAX. Die Analysten von Evercore ISI lasen aus den 2018-Geschäftszahlen von Daimler, dem Ausblick und den Kommentaren des Vorstandes heraus, dass der Automobilhersteller 2019 und 2020 vor signifikanten Herausforderungen steht. In der Folge senken die Experten ihre Gewinnschätzungen für die beiden Jahre. Zudem will der DAX-Konzern die Dividende deutlicher als erwartet auf 3,25 Euro je Aktie kürzen. 

 

Das Veto der EU-Kommission zur Zusammenführung der Bahnsparten von Alstom und Siemens Mobility überraschte den Markt nach Ansicht der Citi-Analysten nicht mehr. Derzeit allerdings würden Alstom-Aktien nahe des zentralen "No Deal" Szenarios der Citi-Analysten gehandelt - demnach sei diese Entscheidung bereits zuvor in den Kurs eingearbeitet worden. Siemens dürfte alle vorliegenden Optionen prüfen, "aber wir halten die Abspaltung der Mobilitätssparte aus dem Konzern für eine wahrscheinliche Möglichkeit, einschließlich eines Verkaufs", so die Analysten. Die Aktien von Siemens handelten 1 Prozent im Minus, Alstom dagegen 4,1 Prozent im Plus. 

 

Als sehr stark wurden die Geschäftszahlen der französischen Softwareschmiede Dassault Systemes an der Börse eingestuft. Die Aktien sprangen in Paris um 10 Prozent nach oben. Der Umsatz stieg im vierten Quartal auf organischer Basis um 10 Prozent, der Gewinn je Aktie legte um 24 Prozent zu. Dazu gesellte sich die positive Nachricht eines Fünfjahresvertrages mit Airbus für die 3D-Platform von Dassault.

Munich Re nach Zahlen gesucht 

Nach Zahlenausweis ging es für Munich Re um 0,8 Prozent nach oben. Nach Angaben der Citigroup war der operative Gewinn über der Konsensschätzung ausgefallen. Bei der niederländischen ING Groep waren die Geschäftszahlen etwas besser als erwartet hereingekommen, wie es im Handel hieß. Der Nettogewinn wurde deutlich gesteigert. Vor Steuern habe der adjustierte Gewinn klar über den Analystenerwartungen gelegen. ING gewannen 6,1 Prozent. 

Carlsberg legten um 3,7 Prozent zu dank starker Geschäftszahlen zum Gesamtjahr und einem höher als erwartet ausgefallenen Aktienrückkaufprogramm. Die Analysten von Jefferies unterstrichen, dass Carlsberg mit dem Volumen von 4,5 Milliarden Kronen mehr als das Doppelte der Konsenserwartung zurückkaufen wolle. Zudem sei das Volumenwachstum mit 9 Prozent in Asien sehr stark ausgefallen. 

Delivery Hero stiegen um 2,6 Prozent. Das Unternehmen habe mit dem Umsatz im vierten Quartal die Konsensschätzung ebenso übertroffen wie die unternehmenseigene Zielspanne, merkte die Citigroup an. Bechtle gaben nach Zahlenvorlage um 1 Prozent nach, diese wurde im Handel als leicht besser als prognostiziert eingeschätzt. Am Vortag wurde bekannt, dass IBM einen Teil des Servicegeschäfts an Bechtle ausgelagert hat, was das Papier gestützt hatte.

(Quelle: finanzen.net)

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