Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 7. März 2019

Donnerstag, 07 März 2019 05:35
Publiziert in Wirtschaft
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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 7. März 2019 Indizes vom 06.03.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Etwas leichter sind Europas Aktienmärkte am Mittwoch aus dem Handel gegangen. In dem impulsarmen Handel erreichte der Euro-Stoxx-50 zwischenzeitlich ein neues Jahreshoch, schloss aber einen Punkt tiefer bei 3.326 Zählern. Der DAX litt derweil unter schwachen Autoaktien und fiel um 0,3 Prozent auf 11.588 Punkte.

Aus der Fülle an Konjunkturdaten des Tages ließ sich keine einheitliche Tendenz ableiten. Der US-Arbeitsmarkt war wie erwartet stark, wie der ADP-Arbeitsmarktbericht zeigte. Das US-Handelsbilanzdefizit fiel jedoch deutlich höher als erwartet aus. Die gesenkten Wachstumsperspektiven durch die OECD waren erwartet worden.

Die Augen der Marktteilnehmer sind nun auf die EZB-Sitzung am Donnerstag gerichtet. "Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Mario Draghi bereits morgen eine TLTRO-Runde, also extrem billige längerfristige Kredite für Banken, verkünden wird", sagte Thomas Altmann von QC Partners. Am Abend blickte man auf die US-Notenbank und ihr "Beige Book". Anleger erhofften sich weitere Hinweise über den Zustand der US-Wirtschaft. 

Autowerte von Schaeffler gebremst - Südeuropas Banken vorn 

 

Schwach tendierten fast alle Autowerte in Europa. Mit dem hohen US-Defizit steige die Wahrscheinlichkeit von Strafzöllen gegen die hiesigen Hersteller, so mahnende Stimmen im Handel. Die DAX-Werte litten dazu noch unter dem schwachen Ausblick von Schaeffler, deren Aktien um 6,2 Prozent fielen. "Die Risiken nehmen weiter zu, die Konjunktur wird sich weiter abkühlen", gab sich Schaeffler-CEO Klaus Rosenfeld bei Vorstellung der Jahresbilanz pessimistisch. Zusätzlich stehe die Branche unter erheblichem Wettbewerbsdruck.

Auch Zulieferwerte wie Valeo fielen daher um 2,7 Prozent und Faurecia um 1,9 Prozent, Continental im DAX gaben um 1,1 Prozent nach, VW und Daimler um je 1,3 Prozent. Nur Fiat Chrysler sprangen um deutliche 3,6 Prozent nach oben. Hier trieben Aussagen des Konzerns, man wolle zwar Maserati nicht verkaufen, sei aber offen für Allianzen und Fusionen. 

Kursgewinner in Europa waren vor allem starke Bankentitel aus Südeuropa. Griechische Bankenwerte wie Piräus und National Bank of Greece stiegen 13 und 7,4 Prozent an. Treiber war hier weiter die erfolgreiche Platzierung der ersten Staatsanleihe seit der Finanzkrise durch Griechenland am Vortag. 

Zudem stützte die gesenkte OECD-Prognose, die TLTRO-Maßnahmen der EZB wahrscheinlicher machte. Besonders Banken der Peripherie wurden als deren Nutznießer gesehen. Entsprechend stiegen besonders Werte aus Spanien und Italien, so Santander, Mediobanca und andere um bis zu 1,9 Prozent. Die nordeuropäischen Bankentitel wiesen hingegen zumeist leichte Minuszeichen auf. Im DAX stiegen Deutsche Bank aber um 1,4 Prozent. 

Gesucht waren auch Tabak-Aktien wie British American Tobacco (BAT), die 5,2 Prozent stiegen, und Imperial Brands mit einem Plus von 1,4 Prozent. Der Chef der US-Gesundheitsbehörde und erklärte Tabakgegner Scott Gottlieb geht in den Ruhestand. Jefferies wertete die Nachricht insbesondere für BAT positiv, da die Analysten eine niedrigere Wahrscheinlichkeit des Mentholverbots sahen. 

Gute Zahlen von Dialog und Brenntag 

Dialog Semiconductor profitierten von guten Geschäftszahlen und stiegen um 4,7 Prozent. Laut Barclays signalisiert vor allem der Ausblick auf 2019, dass das Management optimistisch auf die Umsatzentwicklung in einer Phase des Abnabelns von Apple blicke. Gute Geschäftszahlen gab es auch bei Brenntag und ließ die Aktien 3,5 Prozent steigen. Das Unternehmen hatte die Prognosen erfüllt und hob die Dividende an. Hier kam aus Sicht von Independent Research eine gute regionale und produktseitige Diversifizierung zum Tragen.

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