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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 7.September 2019

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Indizes vom 06.09.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 06.09.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Europas Börsen haben am Freitag erneut mit Aufschlägen geschlossen. Der DAX gewann 0,5 Prozent auf 12.192 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,3 Prozent auf 3.495 nach oben. Mit der Entspannung im Handelsstreit, beim Brexit und in Italien war die Grundstimmung an den Börsen nach wie vor konstruktiv. Auch die Senkung der Reserveanforderungen an Banken durch die chinesische Notenbank stützte leicht.

Die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag setzte keine großen Akzente. Die US-Wirtschaft hat im August 130.000 Stellen geschaffen und damit etwas weniger als die erwarteten 150.000. Die Arbeitslosenquote bleibt indes mit 3,7 Prozent wie erwartet auf einem sehr niedrigen Niveau bei einer anziehenden Lohnentwicklung. Aus den Zahlen ergibt sich kein zusätzlicher Handlungsbedarf für die US-Notenbank. 

Das hat US-Präsident Donald Trump nicht daran gehindert, fast zeitgleich mit Bekanntgabe der US-Daten wieder eine verbale Attacke gegen die Fed zu starten und erneut Zinssenkungen zu fordern. Die Fed habe die Zinsen viel zu früh erhöht und viel zu spät gesenkt. Am Devisenmarkt reagiert der Euro mit leichten Aufschlägen auf 1,1045 Dollar nach Ständen von zuvor rund 1,1020 Dollar auf die Trump-Kommentare.

Thyssenkrupp hat Interessenten für Aufzugssparte

Thyssenkrupp legten um weitere 4,7 Prozent zu, nachdem sich wie vom Markt erwartet der Konkurrent Kone interessiert an der Aufzugssparte gezeigt hatte. "Die Situation bei Thyssenkrupp ist sehr interessant für uns", sagte der Chef des finnischen Aufzugsherstellers, Henrik Ehrnrooth, der Rheinischen Post: "Die Aufzugssparte von Thyssenkrupp würde perfekt zu Kone passen." Allerdings erwarten Händler, dass Kone sehr hart verhandeln wird.

Telenor verloren nach der geplatzten Fusion mit Axiata 3,4 Prozent. Beide Telekombetreiber wollten ihr Asiengeschäft zusammenlegen und wären dadurch zum größten Anbieter in Südostasien aufgestiegen. Die Fusionspläne sind nun an nicht näher spezifizierten "Komplexitäten" gescheitert. Die Unternehmen schließen allerdings eine Transaktion in der Zukunft nicht aus.

Kräftige Kursgewinne bei den Telekombetreibern im TecDAX löste die Aussicht auf "Ratenzahlungen" für den 5G-Netzausbau aus. Die Netzbetreiber haben sich mit dem Bundesverkehrsministerium geeinigt, den Ausbau der 4G-Netze auch in bislang unterversorgten Regionen voranzutreiben. Im Gegenzug dazu erlaubt ihnen Bundesminister Andreas Scheuer (CSU), dass die 5G-Frequenzkosten nicht auf einen Schlag beglichen werden müssen. Bei Drillisch ging es um 11,2 Prozent und bei United Internet um 7,4 Prozent nach oben.

Baustoffhersteller SIG warnt

Für die Aktie von SIG ging es an der Londoner Börse um 6 Prozent nach unten. Die Baustoffhersteller hat gewarnt, dass sich die Bautätigkeiten in Großbritannien und Deutschland abschwächen könnten. Zu einem möglichen Verkauf der Klimaanlagensparte äußerte sich das Unternehmen nicht weitergehend.

Kurzzeitig stärker unter Druck standen Automobilaktien. Hintergrund war eine Kreisemeldung von Dow Jones Newswires, laut der das US-Justizministerium (DoJ) Kartellermittlungen gegen Ford, Honda, BMW und VW wegen der Vereinbarung mit Kalifornien zu Emissionsstandards aufgenommen hat. Das DoJ will prüfen, ob die vereinbarten Standards, die über die Vorschläge der Trump-Regierung hinausgehen, gegen das Kartellrecht verstoßen. BMW schlossen unverändert, Daimler gewannen 0,1 Prozent, während VW 0,3 Prozent nachgaben.

Keine Belastung für die RWE-Aktie war der endgültige Ausstieg der Stadt Bochum aus dem Versorger, den diese am Vorabend vermeldet hatte. Die Kommune hatte schon vor Jahren angekündigt, schrittweise auszusteigen. Die starken Kursgewinne der Aktie seit einem Jahr hätten dies attraktiv gemacht, hieß es. Für die RWE-Aktie ging es um 1,2 Prozent nach oben.

Sodexo verloren 2,7 Prozent nach einer Herunterstufung auf "Underweight" durch Barclays. Die Analysten befürchten zunehmende Konkurrenz für den Caterer durch Internet-Plattformen.

(Quelle:finanzen.net)

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