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Börsen-und Wirtschaftsnachrichten vom 8. August 2018

Börsen-und Wirtschaftsnachrichten vom 8. August 2018 Indizes vom 7. August 2018 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Europas Börsen konnten sich am Dienstag erholen. Neue belastende Nachrichten zum Thema Handelsstreit gab es nicht. Das Sentiment wurde zudem gestützt von den deutschen Produktionsdaten für Juni. Sie gingen zwar um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, hier sei aber nach den schwachen Auftragseingängen des Vortages deutlich Schlimmeres befürchtet worden, hieß es im Handel.

 

Der DAX stieg 0,4 Prozent auf 12.648 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,6 Prozent auf 3.504 nach oben. Die laufende Berichtssaison lieferte aufs Neue die Impulse für die Einzelwerte. Aus dem DAX legten Commerzbank, Deutsche Post sowie Beiersdorf ihre Quartalszahlen vor. Gute Quartalszahlen der Automobilzulieferer Schaeffler (plus 8,3 Prozent) wie auch Elringklinger (plus 4,8 Prozent) verbesserten das Sentiment für den Sektor, für den Subindex der europäischen Automobilwerte ging es um 0,9 Prozent nach oben. 

Pandora senkt Ausblick - Aktie bricht ein 

Moeller-Maersk stiegen 6,4 Prozent trotz Senkung der Prognose für das laufende Jahr. Der Reedereikonzern erwartet im laufenden Jahr wegen des schwachen Ausblicks für die Frachtraten und wegen der hohen Treibstoffpreise nur noch ein EBITDA von 3,5 bis 4,2 Milliarden US-Dollar. Bislang hatten die Dänen 4 bis 5 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Die Senkung der Prognose kam allerdings nicht unerwartet. Daneben sprachen die Dänen von anziehenden Frachtraten. 

Die dänische Einzelhandelskette für Schmuck, Pandora, hat erneut enttäuscht. Für das laufende Geschäftsjahr senkte das Unternehmen am Vorabend den Umsatz- wie auch den Margenausblick. "Die Abwärtskorrektur schafft eine hohe Unsicherheit über das künftige Umsatz- und Ertragsniveau und strapaziert das Vertrauen der Anleger in das Management", hieß es von den Analysten der Sydbank. Die Aktie brach um 24,4 Prozent ein, der Kurs hat sich seit Mai knapp halbiert.

Keine einheitliche Tendenz lieferten die Quartalszahlen der europäischen Banken. Die Geschäftszahlen der italienischen Unicredit kamen an der Börse gut an, für die Aktie ging es um 2,9 Prozent nach oben. Der Nettogewinn ist nach Aussage eines Analysten mit 1,02 Milliarden Euro rund 5 Prozent oberhalb der Markterwartung ausgefallen. Zudem wurde der Anteil der notleidenden Kredite deutlicher als erwartet gesenkt. 

Qualität der Commerzbank-Zahlen überzeugt nicht 

Für die Aktie der Commerzbank ging es dagegen um 1,5 Prozent nach unten. Die Anleger schienen sich an der Qualität der Zahlen zu stören. So laufe das vielbeachtete Firmenkundengeschäft immer noch nicht, die Kapitalaustattung sei gesunken und die Kosten gestiegen, so ein Händler. Gleichzeitig rücke immer mehr der DAX-Rauswurf ins Blickfeld. Ein anderer Marktteilnehmer stufte den Ausblick für das Firmenkundengeschäft als leicht enttäuschend ein. 

Deutsche Post schlossen dagegen nach Zahlenvorlage 3,8 Prozent fester und waren damit DAX-Gewinner. Die Post hat nach Einschätzung von Berenberg für das zweite Quartal einen Umsatz im Rahmen der Erwartung und ein EBIT nur knapp darunter vorgelegt. Bedeutsamer sei aber die Botschaft, dass die Probleme im Paket- und Postgeschäft (PeP) mit einem gezielten Plan angegangen würden. 

Beiersdorf verloren 0,7 Prozent. Die Geschäftszahlen von Beiersdorf seien zwar leicht besser ausgefallen als vorhergesagt, hieß es im Handel. Den Ausblick habe Beiersdorf aber "nur zur Hälfte" hochgenommen, da nur die Umsatzprognose erhöht worden sei. Dies könnte Diskussionen über Margendruck aufkommen lassen, so ein Händler. 

Zahlen über Zahlen aus der zweiten Reihe 

SGL gewannen 12,7 Prozent. Nach Einschätzung von Baader zeigen die Zahlen, dass sich das Unternehmen weiter in einer Übergangsphase befindet. Allerdings verbessere sich die operative Gewinnentwicklung, vor allem in der Sparte Graphite Materials & Systems (GMS). 

Für eine Erleichterungsrally sorgten die Geschäftszahlen von Wacker Neuson. Gut sei der bestätigte Ausblick. Sehr stark sei vor allem der Umsatzanstieg in Nordamerika, der auf weitere Marktanteilsgewinne schließen lasse, sagte ein Händler. Für die Aktie ging es um 9 Prozent nach oben. 

Die Aktie von Zalando verlor 5,6 Prozent. Im Handel wurde auf den schwachen Umsatz verwiesen. "Nachdem Zalando bereits schwach ins Jahr gestartet ist, enttäuscht das Unternehmen erneut beim Umsatz", so ein Marktteilnehmer. Dieser stieg im zweiten Quartal um 20,9 Prozent, hier lagen die Schätzungen teils deutlich darüber.

(Quelle:finanzen.net)

 

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