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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 8. Juni 2019

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Indizes vom 07.06.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 07.06.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht hat die europäischen Börsen am Freitag nur kurz belastet. Die US-Wirtschaft hatte im Mai nicht einmal halb so viele Stellen geschaffen wie erwartet. Daneben wurden die beide Vormonate kräftig nach unten revidiert. Die Daten sprachen dafür, dass die besten Zeiten am US-Arbeitsmarkt, der politisch wichtigsten Kennziffer für den Zustand der US-Wirtschaft, zu Ende sein könnten.

Die Daten hatten die Erwartung von baldigen US-Zinssenkungen indes noch beflügelt. In der Zwischenzeit wurden bis Mitte 2020 drei Zinssenkungen in den USA eingepreist. Stützend wirkten auch Medienberichte, laut denen die Zölle auf einige chinesische Importe erst später mit dem höheren Satz belegt werden sollten. Die Anleger sahen dies als Zeichen der Annäherung. Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 12.045 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 1,2 Prozent auf 3.378 nach oben. Schlechte Konjunkturzahlen kamen am Morgen aus Deutschland, wurden aber ignoriert. Die Produktion im produzierenden Sektor war im April zum Vormonat deutlicher gesunken als gedacht und die Exporte gingen deutlicher zurück als prognostiziert.

Immobilienaktien weiter angebrieft

Nach den vielfach herben Kursverlusten des Vortages ging es mit den Kursen deutscher Immobilienaktien weiter nach unten - ungeachtet des für die Branche eigentlich sehr günstigen Zinsumfelds. Einerseits hätten sie viel "Speck" bei den Kursen angesetzt, andererseits sei die politische Unsicherheit "Gift" für die Aktien, hieß es im Handel. Auslöser der jüngsten Branchenschwäche war der Plan der Rot-Grün-Roten Regierung in Berlin, Mieterhöhungen zu verbieten. Der deutsche Immobilienindex gab um 2,4 Prozent nach.

Die Analysten von Morgan Stanley hatten zudem Deutsche Wohnen abgestuft. Die Aktie verbilligte sich nach dem fast 8-prozentigen Vortagesminus um weitere 8,5 Prozent. Ado Properties sackten um 6,9 Prozent ebenfalls weiter ab, für den DAX-Wert Vonovia ging es um 1,7 Prozent talwärts.

Sanofi findet neuen Chef - Novozymes auf Talfahrt

Sehr gut kam der neue Chef bei Sanofi an. Manager Paul Hudson von Novartis soll Olivier Brandicourt an der Spitze von Sanofi ablösen. Hudson hatte bislang die Novartis-Sparte Pharmaceuticals geleitet. Mit Blick auf Novartis sprachen die Analysten von Bryan Garnier von einer "bitteren Pille". Novartis schlossen knapp im Minus, Sanofi machten dagegen einen Satz von 4,4 Prozent nach oben.

Swiss Re legten um 1,8 Prozent zu. Der Rückversicherer will nun wie schon länger angekündigt, die Lebensversicherungssparte Reassure in London an die Börse bringen. Der französische Versicherer Axa hatte unterdessen den Anteil an der US-Tochter Axa Equitable Holdings weiter reduziert und damit 834 Millionen Dollar erlöst. Der Axa-Kurs zog um 1 Prozent an. Einen Kursrutsch von 6,7 Prozent erlebte die Aktie des dänischen Biotechnologieunternehmens Novozymes nach einer Umsatzwarnung.

Puma letztmals vor Aktiensplit gehandelt

Bayer wurden weiter gemieden und verloren 0,8 Prozent. Im Handel wurde auf die Glyphosat-Risiken verwiesen. Im MDAX zogen Puma vor dem Aktiensplit am Montag um 3 Prozent an. Mit dem schon länger angekündigten Split wird sich die Aktie optisch deutlich verbilligen. Statt einer werden die Aktionäre dann zehn Puma-Aktien in den Depots stehen haben.

Nach einer Hochstufung durch die Credit Suisse verteuerten sich Software AG um 1,6 Prozent. Hella gaben dagegen 4,9 Prozent nach. Oddo BHF hatte die Aktie abgestuft.

(Quelle.finanzen.net)

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