Marktberichte

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 9. Februar 2019

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 9. Februar 2019 Indizes vom 08.02.2019 (C) finanzen.net

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 9. Februar 2019

FRANKFURT/MAIN.

Europas Börsen sind wieder voll im Krisenmodus. Der DAX verlor am Freitag 1,0 Prozent auf 10.907 Punkte und schloss damit klar unter der wichtigen Unterstützung bei 11.000. Der Euro-Stoxx-50 hielt sich mit Abgaben von 0,5 Prozent auf 3.136 besser. Belastend wirkten vor allem Wachstumssorgen: Schwache Auftragseingänge in Deutschland, enttäuschende Produktionsdaten aus Europa und gesenkte Wachstumsaussichten durch die EU ließen Rezessionsszenarien immer wahrscheinlicher erscheinen.

Derweil hat der US-chinesische Handelsstreit Spuren in den Bilanzen der europäischen Unternehmen hinterlassen. Und im Handelskonflikt hat die Skepsis wieder zugenommen, nachdem Larry Kudlow, Wirtschaftsberater im Weißen Haus, von einer ziemlich großen Distanz zwischen den USA und China gesprochen hatte. US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping werden außerdem vor Ablauf der bis 1. März laufenden Verhandlungsfrist wohl nicht zusammentreffen. Damit droht die Einführung neuer Zölle auf chinesische Importe. 

 

 

 

Erneut Warnung aus dem Autosektor - Markt entsetzt über Leoni 

Die Nachrichtenlage im Autosektor war weiter völlig am Boden: Nach Fiat Chrysler und Subaru hat sich der Zulieferer Leoni sehr negativ geäußert. Im vierten Quartal war der operative Gewinn eingebrochen. Das Unternehmen senkte dazu den Ausblick, kappte die Mittelfristziele und ließ auch die Dividende ausfallen. 

 

Entsprechend deutlich fiel die Marktreaktion aus. Der Leoni-Kurs stürzte um 32,1 Prozent ab. Die Kurse der französischen Zulieferer Valeo und Faurecia verloren 5,3 bzw 4,4 Prozent. Continental gaben 2,7 Prozent nach, während es für BMW 2,4 Prozent nach unten ging. Daimler gaben 2,5 Prozent nach und Aumann 10,3 Prozent.

Eine Erleichterungsrally gab es derweil bei Ceconomy. Gerade im wichtigen Weihnachtsquartal lagen Umsatz und bereinigtes Betriebsergebnis der Elektronikeinzelhandelskette mit den Marken Media-Markt und Saturn oberhalb der Markterwartung. Das Unternehmen habe die umsatzsteigernden Rabatttage diesmal besser genutzt, kommentierte Baader Helvea. Da man lange nichts Gutes von Ceconomy vernommen hatte, sprang der Kurs um 26,8 Prozent nach oben. 

Bei Symrise wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von rund 400 Millionen Euro locker weggesteckt. Die Nachfrage war nach Aussage eines Händlers gut gewesen. Der Kurs stieg um 1,3 Prozent. 

Bei Air France-KLM ging es 4,5 Prozent abwärts nach einem geringer als erwartet ausgefallenen Anstieg der Verkehrszahlen. Lufthansa gaben um 1 Prozent nach, während IAG in London 1,4 Prozent niedriger aus dem Handel gingen. 

Neue Verkaufswelle bei Wirecard 

Wirecard kommt nicht zur Ruhe. Erneut sei es ein FT-Artikel gewesen, der den DAX-Titel belastet habe, so ein Händler. Demnach habe am Freitag die Polizei in Singapur die dortigen Räumlichkeiten von Wirecard durchsucht. Wirecard sprach dagegen von einem Treffen mit Strafverfolgern im Zuge seiner Kooperation mit den Ermittlungsbehörden. Die Aktie brach bei extrem hohen Umsätzen um 12,5 Prozent ein. SAP gewannen derweil 0,8 Prozent nach einem positiv aufgenommenen Kapitalmarkttag. 

L'Oreal hat ein Umsatzwachstum oberhalb der Schätzungen vorgelegt. Für die Aktie ging es um 1,3 Prozent nach oben. Der französische Konsumgüterkonzern habe das stärkste Umsatzwachstum seit zehn Jahren ausgewiesen und die Konsensschätzung deutlich übertroffen, so die Analysten von CFRA.

(Quelle: finanzen.net)

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