Aufbewahrung lebenswichtiger Hinweise

Stadt Garbsen verschenkt Notfalldosen

Stadt Garbsen verschenkt Notfalldosen Schul- und Sozialdezernentin Monika Probst (von links) und die Seniorenbeauftragte Heike Müller-Schulz überreichen die ersten Notfalldosen an die Ehrenamtlichen von den Kleinen Alltagshilfen: Günter Klenert, Rosi Becker und Anne Burchert. (C) Stadt Garbse

Aufbewahrung lebenswichtiger Hinweise

Stadt Garbsen verschenkt Notfalldosen

GARBSEN. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei der Stadt Garsben ab sofort Notfalldosen abholen. Die weißen Behälter mit grünem Schraubverschluss dienen der Aufbewahrung lebenswichtiger Hinweise.

Jeder von uns, ob jung oder alt, kann einmal in eine Situation geraten, in der er herbeigerufenen Rettungskräften nicht mitteilen kann, was bei einer Behandlung zu beachten wäre. Was Notarzt und Rettungskräfte im Falle eines Notfalles brauchen, sind Informationen zu (Vor-)Erkrankungen, Unverträglichkeiten, Medikamenten, Informationen für die Erreichbarkeit naher Angehöriger. Diese sind in der Notfalldose gebündelt, von der jeder Rettungssanitäter dank eines speziellen Aufklebers weiß, wo im Haushalt sie zu finden ist: am besten im Kühlschrank.

Die Idee, die Dosen anzuschaffen, hatte Garbsens Seniorenbeauftragte Heike Müller-Schulz. „Vor allem im Alter kann es zu unvorhergesehenen Zwischenfällen in den eigenen vier Wänden kommen. In solchen Momenten kann die kleine unscheinbare Dose zum Lebensretter werden“, sagt sie. Mittlerweile gibt es die Notfalldosen nicht nur in vielen Apotheken zu kaufen, sondern auch im Internet auf der Website des Unternehmens www.notfalldose.de. Im Bürgerbüro des Rathauses können Interessierte sich ihr Exemplar ab sofort zu den Öffnungszeiten abholen – abgegeben werden maximal zwei Dosen pro Person.

Chronisch kranke und ältere Menschen sind oft auf regelmäßige Medikamente angewiesen. Kommt es zu einem gesundheitlichen Zwischenfall, ist es für die herbeigerufenen Einsatzkräfte äußerst wichtig, schnellstmöglich alle Informationen über die betroffene Person zu erhalten. Etwa, ob sie Allergien hat oder welche Medikamente sie regelmäßig nimmt.

Das alles hinterlegt der Betroffene in einem dafür vorgesehenen Formular in der Notfalldose und bewahrt den Plastikbehälter in der Tür seines Kühlschranks auf. Auch das Hinterlegen eines Hinweises auf eine Patientenverfügung ist möglich und sinnvoll. Die Dose wird aus zwei Gründen im Kühlschrank deponiert. Erstens besitzt jeder einen Kühlschrank und zweitens ist der meistens auch leicht zu finden. 

Damit die Sanitäter optimal Hilfe leisten können, müssen nun nur noch zwei Aufkleber, die jedem Set beiliegen, an der Innenseite der Wohnungstür und außen am Kühlschrank angebracht werden. Sie signalisieren den eintreffenden Rettungskräften schnell, wo sie die lebensrettenden Informationen finden können.

Ob der Patient Bluthochdruck hat, regelmäßig Blutverdünner einnimmt, ob Herzschwäche vorliegt, ein epileptischer Anfall oder ein Diabetes-Schock wahrscheinlich sind: All das dokumentiert das Formular in der Dose. Der Erstversorger kann seine Hilfsmaßnahmen zielgerichtet und umgehend ansetzen.

„Natürlich ist aber auch jeder selbst gefragt, denn die Infos in der Notfalldose müssen stets aktualisiert werden. Das kann ganz schnell und einfach mit dem Kugelschreiber passieren“, sagt Müller-Schulz.

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