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Junge Union Hamburg: "Schutzzone" für Frauen sendet fatales Signal

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Junge Union Hamburg: "Schutzzone" für Frauen sendet fatales Signal "Nein heisst Nein"-Symbolfoto

Großveranstaltungen müssen die Sicherheit so gewährleisten, dass "Schutzzonen gegen sexuelle Übergriffe" gar nicht erst benötigt werden

HAMBURG. Das Sicherheitskonzept der Silvesterparty am Brandenburger Tor enthält laut einem Artikel des Tagesspiegels eine sogenannte "Women’s Safety Area", die Frauen aufsuchen können, wenn diese sexuell belästigt wurden oder sich in bestimmten Situationen bedroht fühlen. Diese Vorkehrungen werden als Reaktion auf die sexuellen Übergriffe in Köln im Jahr 2015/16 gewertet.

Dazu die Landesvorsitzende Antonia Niecke (26):

"Das Signal, was von der Einrichtung der "Schutzzonen" ausgeht, ist fatal. So zeigt es doch, dass Organisatoren und Verantwortliche ganz klar mit sexuellen Übergriffen dieser Art rechnen. Dabei müssen die Sicherheitskonzepte von Großveranstaltungen doch gerade durch Präventionsmaßnahmen solche Situationen verhindern.Immerhin zeigt die Einrichtung dieser "Schutzzone für Frauen gegen sexuelle Übergriffe" den Versuch Ängste und Gefahren von Frauen ernst zu nehmen, erreicht wird jedoch das Gegenteil. Keine Frau wird ohne mulmiges Gefühl eine Silvesterparty genießen können, wenn Sie schon weiß, dass eine derartige Zone für ihren Schutz nötig werden könnte. Im organisatorischen Ablauf von Großveranstaltungen ist die Sicherheit so zu gewährleisten, dass solche "Schutzzonen gegen sexuelle Übergriffe" gar nicht erst benötigt werden. Das vorgestellte Konzept der Schutzzonen übermittelt Frauen so nur eine Nachricht: 'Geh da bloß nicht hin!'. Sicherheit für Frauen muss überall gewährleistet sein – nicht nur in speziellen Zonen!"

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