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Barocktage 2019 auf dem Residenzschloss zu Bückeburg

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Pulverdampf über dem Residenzschloss zu Bückeburg bei den Barocktagen 2019 © Bernd Günther Pulverdampf über dem Residenzschloss zu Bückeburg bei den Barocktagen 2019 © Bernd Günther

HANNOVER / BÜCKEBURG. An diesem Wochenende fanden auf dem Schloss zu Bückeburg die Barocktage 2019 statt. Der Veranstalter, das Schloss Bückeburg und sein Partner, die „Hessische Gesellschaft für Militär- und Zivilgeschichte e.V.“ als Europas größter Verein für lebendige Geschichtsdarstellung des 18. Jahrhunderts, nahmen die Zuschauer mit in das Jahr 1759. In der Zeit des Grafen Wilhelm (1748-1777) fand der Siebenjährige Krieg (1757-1763) mit der bedeutenden Schlacht von Minden statt.

Einen kleinen Ausschnitt aus dieser Epoche vermittelten 264 authentische Darsteller auf dem Gelände des Schlosses zu Bückeburg. Dort konnten die Besucher eintauchen in die Welt des Bürgertums, dem Adelsstand sowie unterschiedlichem Gesinde und Handwerk. Die sehr aufwendig gewandeten Darsteller wurden aus vielen Ländern Europas eingeladen, um ein schlüssiges Bild des Barocks zu zeigen. So waren Teilnehmer aus Großbritannien, den Niederlanden und Belgien, aus Frankreich und Österreich, aber auch aus Italien und Tschechien sowie Deutschland nach Bückeburg gekommen.

Das friedliche Leben auf dem Schloss wurde jäh unterbrochen, als feindliche Truppen über die Schlossbrücke das Gelände mit viel Pulverdampf einnahmen. Alle Bewohner wurden im Schlossinnenhof zusammengetrieben und die französischen Besatzer sperrten alle Frauen in der Schlosskapelle ein. Der Adel wurde unter Arrest gestellt.

Nach etwas über 3 Stunden eroberten verbündete Truppen über die Hinterseite das Schloss wieder zurück. Kanonendonner und Mörser waren weit über die Bückeburger Stadt zu hören. Über den Zuschauern schwebte der Rauch aus einer Vielzahl von Vorderladergewehren, die von den anrückenden Truppen abgeschossen wurde. Auf französische Beschimpfungen folgten englische Befehle der Gegenseite und so eroberte man das Bückeburger Schloss zurück.

Doch diese kurze Schlachtgetümmel von über 90 Darstellern war nur für die Besucher inszeniert. In Wirklichkeit wurde damals das Schloss von den feindlichen Truppen kampflos zurückgegeben.

Neben den militärischen Szenarien konnten sich die Besucher aber auch an Falken im freien Flug, allerlei Handwerkskunst und höfischem Tanz erfreuen. Für Pferdeliebhaber fand im Fürstlichen Reithaus von 1609 mehrere Vorführungen der Barocken Reitkunst durch die Fürstliche Hofreitschule statt.

Das Wetter war mit den Darstellern und Besuchern gnädig. So konnten sie an diesem Wochenende das detailreichste Barockfest Deutschlands auf dem Bückeburger Residenzschloss genießen.


Italienische Schneiderkunst auf dem Schloss zu Bückeburg © Bernd Günther

Noch ist es ruhig auf dem Schloss © Bernd Günther

Morgentlicher Appell im Schlosspark © Bernd Günther

Die Schlosswache zieht auf © Bernd Günther

Das Jäger- und Fischerlager vor dem Schloss © Bernd Günther

Antreten in Reih und Glied wie vor 260 Jahren © Bernd Günther

Das Schloss Bückeburg wird angegriffen © Bernd Günther

Einmarsch feindlicher Truppen über die Schlossbrücke © Bernd Günther

Das Schloss wird gestürmt © Bernd Günther

Der Adel ist ratlos und hat sich im Schlosshof versammelt © Bernd Günther

Morgentliche Teerunde im Schloss © Bernd Günther

Der Adel ist einem Spielchen nicht abgeneigt © Bernd Günther

Gesprächsrunde in den Schlossräumen © Bernd Günther

Eine Kanone wird in Stellung gebracht © Bernd Günther

Der Knall des großen Mörsers ist weit über Bückeburg zu hören © Bernd Günther

Englischer Befehl zur Rückeroberung des Schlosses © Bernd Günther

Die Truppen haben sich vor dem Schlossportal versammelt © Bernd Günther

Es kehrt wieder Ruhe ein vor dem Schloss © Bernd Günther

Letzter verzweifeltere Widerstand im Schlosshof © Bernd Günther

Medien

Historische Uniformen auf den Barocktagen 2019 im Residenzschloss Bückeburg © Bernd Günther

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