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Das Südstädter Komöd`chen trauert um Jürgen Heckmann

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Jürgen Heckmann in der Rolle als Dr. Mackensen im Stück „Hexenschuss oder der Bandscheibenvorfall“ im Februar 2020“ Jens Schade Jürgen Heckmann in der Rolle als Dr. Mackensen im Stück „Hexenschuss oder der Bandscheibenvorfall“ im Februar 2020“

HANNOVER. Er war ein Publikumsliebling und „bekam oft Szenenapplaus“, wie sich Theaterleiter Peter Gärtner vom Südstädter Komöd’chen erinnert. Doch für Jürgen Heckmann hat sich nun der ,Vorhang für immer geschlossen.  Der Hobby-Schauspieler verstarb plötzlich und unerwartet im Alter von nur 38 Jahren am letzten August-Sonntag.

 „In der Inszenierung „Hexenschuss oder der Bandscheibenvorfall“ im Februar 2020, stand Jürgen noch in der Rolle des Dr. Mackensen auf der Bühne. Wir können es einfach nicht begreifen, dass es mit seinen 38 Lenzen das letzte Mal sein sollte“, heißt es in einem Nachruf des Südstädter Komöd’chen. Das Ensemble der Amateur-Theatergruppe trauert um ihr Mitglied und würdigt die Leistungen von Jürgen Heckmann: „Seine allererste Darbietung meisterte er in der skurrilen Kriminal-Komödie „Rosenbeet“ als Markus Henk, der sich für Cäsar hält und nur in Versen redet. Sehr oft berichtete Jürgen von den anfänglichen Probenumständen zu dieser Rolle, mit folgendem erlebten Anekdötchen. Meine erste Regieanweisung lautete: „Nun leg dich mal auf den Bühnenboden, da du gerade in der Szenensituation erschossen wurdest“. Doch dies war eben sein oft zitierter, unvergesslicher Einstieg in die Schauspielerei! Das Komödiantische lag ihm sehr, etwa als „Milchreisbubi“ im Matrosenanzug im Einakter „Die Kommode“ von Curt Goetz. Es ging aber auch ernsthafter, als Anwalt wo er den gestandenen Sohnemann in der melancholischen Komödie „Herzensangelegenheit“ verkörperte.“ Doch nicht nur auf der Bühne bereicherte Jürgen Heckmann die Theaterkunst. „Er engagierte sich auch stark hinter den Kulissen. Er räumte nicht nur sein Wohnzimmer leer, wenn Möbel zu einer Inszenierung benötigt wurden. Zum Bühnenbildaufbau opferte er aus Personalmangel sogar extra mal einen Urlaubstag. Wo findet man heutzutage im Zwischenmenschlichen noch solches Engagement?“, fragen die Mitglieder in ihrem Nachruf und wünschen ihrem „Hecki“ ein letztes „Adieu“.

Neben dem Theaterspiel war der „Gemischte Chor Hannover Döhren e. V.“ das zweite große Steckenpferd von Jürgen Heckmann. 

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