Ein Stück Geschichte verschwindet

Samstag, 06 April 2019 17:54
Publiziert in Kultur
veröffentlicht von
Ein Stück Geschichte verschwindet Jens Schade

HANNOVER. Ein Stück Geschichte des Stadtteils Döhrens verschwindet gerade. Die historische Gaststätte Wichmann - deren Anfänge in die Zeit des früheren Dorfes Döhren zurückgehen - versinkt in Staub und Schutt. Der Investor verspricht allerdings, dass hier ein neues Gebäude mit dem Anblick des geschichtsträchtigen Vorbildes entsteht. Noch vor Aufgabe des Restaurantbetriebs durch den letzten Wirt und dem Verkauf des Grundstücks war dem Gebäudekomplex der Denkmalschutz aberkannt worden. Immerhin gelang es dem Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel für das Gelände eine Erhaltungssatzung durchzusetzen. Deshalb muss der Neubau sich eng an die historischen Vorgaben anlehnen. "Die Anmutung bleibt erhalten", versprach Stadtplaner Dr. Hans-Heiner Schlesier in der März-Sitzung des Stadtbezirksrates.

 

Die Gastwirtschaft war in einem Aussiedlerhof des 19. Jahrhunderts für die Fuhrleute entstanden, die die Hildesheimer Chaussee (heutige Hildesheimer Straße) nutzten. In den vergangenen Jahrzehnten erlangte Wichmann den Status eines Nobelrestaurants, viele bedeutende Häupter und an andere Prominente ließen es sich hier schmecken. Unter anderem speisten seinerzeit Bundeskanzler Gerhard Schröder und Wladimir Putin in Döhren an der Hildesheimer Straße.


Abrissarbeiten an der Gaststätte Wichmann

Abrissarbeiten an der Gaststätte Wichmann

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