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Frankreich eröffnet 29. Feuerwerkswettbewerb Herrenhausen 2019

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Frankreichs Team Fantasias macht den Auftakt zum 29. Internationalen Feuerwerkswettbewerb in Hannover-Herrenhausen am 18.05.2019  (C) Ulrich Stamm Frankreichs Team Fantasias macht den Auftakt zum 29. Internationalen Feuerwerkswettbewerb in Hannover-Herrenhausen am 18.05.2019 (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. Der Auftakt zum 29. Internationalen Feuerwerkswettbewerb stand ganz unter französischer Flagge.

Am Samstag Abend (18.5.2019) traf man sich mit Rotwein und Käse auf einer Picknickdecke in den Herrenhäuser Gärten bei französischem Ambiente. Die Walkacts vertrieben bei warmen Temperaturen und schönstem Sonnenschein auf lustige Art und Weise die Zeit bis zum großen Feuerwerk. Die Fleurs Trikolore spazierten auf Stelzen durch den Barockgarten und flirteten mit dem Publikum. Der Eifelturm im Haar war ein beliebtes Fotomotiv.

Im Gartentheater konnte man Antoine Villoutreix und seiner Band zuhören. Der Franzose, der aus Paris stammt und zurzeit in Berlin lebt, unterhielt sein Publikum mit deutschen, französischen und italienischen Chansons und erntete reichlich Beifall. Auf der Probebühne entlockten Milou & Flint ihren vielen interessanten Instrumenten ganz besondere Melodien. Auch an ein Programm für Kinder mit Schminken, Basteln und Jonglieren wurde gedacht.

Um 22.00 Uhr steuerte der Abend dann seinem Höhepunkt, dem großen Feuerwerk entgegen, das Delphine Picarat, die einzige Frau, die sich in der Welt der Pyrotechnik einen Namen gemacht hat, ausrichtete. Mit Fantasias trat sie mit einem Team an, das auf 20 Jahre Erfahrung zurück blicken kann.

Im Jahre 2008 hatte sie in Herrenhausen schon einmal den 1. Platz belegt. An diesen Erfolg versuchte sie gestern anzuknüpfen. Das rund 4-minütige Pflichtstück ist in diesem Jahr die „Ouvertüre Egmont“ von Ludwig van Beethoven.

Nach dieser Vorgabe, die für alle fünf Nationen, die beim Wettbewerb antreten, gleich ist, folgte eine 20-minütigen Kür. Madame Picarat hat „Mountains“ von Hans Zimmer, „Requiem for my friend Part 2“ von dem polnischen Komponisten Zbigniew Antoni Preisner, „Scrat's Fantasia On A Theme By LVB“ von John Powell aus Ice Age ausgesucht und für das fulminante Finale den Ravel Bolero.

Das Pyro-Pflichtprogramm von Beethoven hat das Team Fantasias in kühlem weiß gehalten, was gut zu dem dunklen Nachthimmel im Kontrast stand. Bei den Filmmusikstücken wurde der Himmel über Hannover in alle Farben getaucht und beim Bolero dominierte die Farbe Rot. Das Publikum applaudierte begeistert als der letzte Funken verglüht war.

Die 10-köpfige Fachjury wird sich ihr Urteil gebildet haben und sich am 21. September für einen Sieger entscheiden müssen.

Am 1. Juni ist Brasilien zu Gast und die Veranstaltung ist leider schon ausverkauft.

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