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Gelungene Premiere: Viel Applaus für den Hexenschuss in der Badewanne

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Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall wurde auf der Bühne im Freizeitheim Döhren gefragt Jens Schade Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall wurde auf der Bühne im Freizeitheim Döhren gefragt

HANNOVER. Theater um einen Hexenschuss in der Badewanne: Auf der Bühne im Thurnithisaal des Freizeitheims Döhren ging es rund mit Ausreden, Lügen, Irrungen und Wirrungen. Gestern Abend (7. Februar) öffnete sich der Vorhang zur Premiere des neuen Stücks des Südstädter Komöd‘chens. Der Saal war voll und das Publikum rundweg begeistert. Mit viel Applaus dankten die Zuschauer den Hobby-Schauspielern für das gelungene Stück.

Bestimmt atmete Theaterleiter und Regisseur Peter Gärtner erleichtert auf, als der Schlussvorhang fiel und der Beifall durch den Saal rauschte. Denn er hatte noch kurz vor der Premiere die männliche Hauptrolle des Peter Fliege neu besetzen müssen. Doch alles klappte wie am Schnürchen  und hätte Peter Gärtner vor dem Start des Stückes vom Malheur nicht berichtet, wäre es nur einem aufmerksamen Leser des Programms aufgefallen, dass bei Herrn Fliege noch ein anderer Darstellername stand.

Es war offensichtlich: das Stück machte auch den Mitgliedern des Amateurtheaters Spaß. Sie kamen mit guter Spiellaue auf die Bühne. Tolle Gags, Situationskomik: es gab viel zu lachen an dem Abend. Erzählt wurde die Geschichte um einen um sein Image als „Fernsehheiliger“ bemühten Moderator namens Peter Fliege, der ausgerechnet in der Badewanne seine Freundin Sarah infolge eines Hexenschusses feststecke. Da sowohl Moderator und Freundin zwar verheiratet waren, aber nicht miteinander, hatten beide nun ein Problem. Und dann tauchten da noch unerwartet weitere Besucher in der Wohnung von Sarah auf, allen voran Leonhardt, Sarahs Ehemann, der eigentlich auf dem Flug nach Amerika sein sollte. Doch auch Leonhardt geriet in Bedrängnis. Eine gewisse Annabell aus „Down Under“  klingelte an der Wohnungstür klingelte und  nannte ihn ihr „Häschen“. Wäre das nicht schon kompliziert genug, wollte sich daneben eine blinde, dafür aber umso aufmerksamere Klavierstimmerin im Wohnzimmer an die Arbeit machen, ein aus Barsinghausen herbeigerufener Landarzt bemühte sich um Peter Fliege und einer PR-Managerin des NDR suchte nach dem vermissten Moderator.

Regisseur Peter Gärtner hatte das Stück von John Graham (Originaltitel „A Slip oft he Disc“) nach Hannover-Wettbergen verlegt und gab der rasanten Komödie damit hannoversches Lokalkolorit. An zwei Wochenenden standen die Amateurmimen jeweils von Freitagabend bis Sonntagnachmittag im Freizeitheim auf der Bühne und verbreiteten gute Laune. Hannovers Ratsvorsitzender und 1. Bürgermeister Thomas Hermann hatte zwar zur Premiere absagen müssen, aber, so Rolf Ohlendorf vom Südstädter Kömöd’chen, sein Kommen für Vorstellung am heuten Nachmittag angekündigt.

Noch viermal ist die Farce um den Hexenschuss (oder ist es ein Bandscheibenvorfall?) im Freizeitheim Döhren (An der Wollebahn 1, 30519 Hannover) zu sehen. Am morgigen Sonntag geht es erneut ab 16 Uhr auf der Bühne im großen Saal rund. Drei weitere Vorstellungen gibt es dann am folgenden Wochenende (Freitag, den 14. Februar um 19:30 Uhr, und am Sonnabend und Sonntag, den 15. und 16. Februar, dann jeweils wieder um 16 Uhr zu erleben). Karten zum Preis von 14 Euro (ermäßigt 12 Euro) gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf beim Schreibwarengeschäft Hildesheimer Straße 268.


Szenenfoto von der Premiere

Szenenfoto von der Premiere

Szenenfoto von der Premiere


Szenenfoto von der Premiere

Szenenfoto von der Premiere

Szenenfoto von der Premiere

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Szenenfoto von der Premiere

Szenenfoto von der Premiere

Szenenfoto von der Premiere

Szenenfoto von der Premiere

Das Ensemble

Peter Gärtner (vorn) führte Regie

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