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Hannover ist bunt - nicht braun

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Hannover setzt ein Zeichen für Demokratie und Zivilcourage gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus (C) Ulrich Stamm Hannover setzt ein Zeichen für Demokratie und Zivilcourage gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. Am Samstag, dem 23.November .2019, hat in der Zeit von 14:00 Uhr bis kurz nach 18:00 Uhr die Demonstration der NPD mit rund 120 Teilnehmenden in der Landeshauptstadt Hannover stattgefunden. Parallel gab es jedoch mehrere Demonstrationen, die deutlich machten, daß Hannover gegen braunes Gedankengut und Anfeindungen der Pressefreiheit ist. 

Unter dem Motto "Bunt statt braun" bewegte sich der größte Demonstrationszug vom Stephansplatz über die Hildesheimer Straße bis zum Aegidientorplatz.

Nach einer deutlichen Ansprache des Bezirksbürgermeisters der Südstadt Lothar Pollähne: "Es kotzt mich an - daß wieder die NPD und Ewiggestrige in den Straßen der Südstadt und Bult demonstrieren dürfen" setzten Tausende Menschen von Jung bis Alt ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Gesinnung in der Landeshauptstadt.

Bei der dort stattfindenden Abschlußkundgebung hielt Hannovers neuer Oberbürgermeister Belit Onay seine erste Ansprache nach der Amtseinführung vor den Bürgerinnen und Bürgern. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und ebenso der Superintendent der evangelischen Kirche Thomas Höflich mahnten zur Standhaftigkeit gegen Rechtsextremismus und setzten Zeichen für die Meinungsfreiheit und die Vielfältigkeit der Gesellschaft.

 

Die Polizeidirektion Hannover zog nach Abschluss dieser Kundgebungen und parallel stattfindenden Demonstrationen eine vorläufige Einsatzbilanz. Die Versammlung der NPD hatte um 14:00 Uhr am Dietrich-Kittner-Platz begonnen. In der Folge bewegte sich der Aufzug über den Altenbekener Damm und am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer entlang. Nach einer Zwischenkundgebung am dort gelegenen NDR Landesfunkhaus bewegte sich der Aufzug bis Aegidientorplatz.

Bei den zwei zeitgleich stattfindenden Gegenversammlungen der Grünen Jugend Hannover (stationär: Hildesheimer Straße/Heinrich-Heine-Straße) und des ver.di Landesbezirks Niedersachsen-Bremen (Aufzug vom Stephansplatz über die Hildesheimer Straße zum Aegidientorplatz) gingen circa 7.000 Menschen auf die Straße. Die Versammlungen verliefen überwiegend ohne größere Zwischenfälle. In Einzelfällen kam es zu kurzen Störungen. Beispielsweise versuchten im Bereich der Straße An der Tiefenriede mehrere Personen auf die Aufzugsstrecke der NPD zu gelangen. Dies konnte mittels einfacher körperlicher Gewalt durch die Polizei verhindert werden. In diesem Zusammenhang wurden vier Personen vorübergehend in Gewahrsam genommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Im Zuge des Polizeieinsatzes sind nach aktuellem Stand zwei Personen und zwei Polizeieinsatzkräfte leicht verletzt worden. Einsatzleiter, Polizeivizepräsident Jörg Müller, zeigte sich mit dem polizeilichen Einsatzverlauf zufrieden: "Unser taktisches Konzept in dem für die Polizei durchaus schwierigen Einsatz ist aufgegangen. Durch konsequentes Einschreiten ist ein Aufeinandertreffen der beiden Lager weitestgehend verhindert worden." 

 

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